Manipulierte Serverplatinen

FDP erwartet Antworten bezüglich Spionageaffäre

Chinesische Hacker sollen mit ausgefeilten Spionagechips jahrelang US-Konzerne ausgespäht haben. Die FDP fordert nun Aufklärung in dem Fall.

Netzwerkkabel in einem Serverraum. Foto: Matthias Balk

Netzwerkkabel in einem Serverraum. ((Foto: Matthias Balk))

„Es ist absolut erforderlich, dass die Bundesregierung die Gefährdungslage schonungslos analysiert”, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer dem „Handelsblatt” (Online, Samstagabend). Er sehe die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft „Opfer planmäßiger Industriespionage nicht nur der Chinesen wird”.

Der Finanzdienst Bloomberg hatte berichtet, dass chinesische Spione entsprechende Computerchips direkt in Rechner großer US-Konzerne und Behörden installiert hätten. Die winzigen Bauteile erlaubten es Angreifern, die Kontrolle über die Server zu übernehmen und Informationen abzuzapfen. Dies wurde umgehend etwa von Apple und Amazon dementiert.

Nach dem Bloomberg-Bericht laufen bereits seit drei Jahren geheime Ermittlungen der US-Behörden im Zusammenhang mit den Spionage-Chips. Die Ermittler hätten herausgefunden, dass sie in Fabriken in China in die Elektronik der Server von Super Micro eingeschleust worden seien und vermuteten chinesische Militärhacker dahinter.

dpa/pf

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