Keine Entwarnung für Steuersünder durch Datenverlust

Finanzverwaltung NRW sichert Daten bandlos

Ab sofort sichern die Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen mit einer landesweiten EMC Data Domain-Lösung mit insgesamt 145 Einzelsystemen ihre Daten ohne Magnetbänder effizient, sicher und automatisiert. Eingerichtet hat diese Backup-Lösung die Global Information Distribution GmbH (GID) mit Sitz in Köln.

Das Rechenzentrum der Finanzverwaltung (RZF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist eine Landesoberbehörde mit Sitz in Düsseldorf und zuständig für die Informationstechnik der Finanzverwaltung. Jede der 136 Dienststellen – von der Oberfinanzdirektion bis zum örtlichen Finanzamt – unterhält eine eigene IT-Stelle mit durchschnittlich sechs bis sieben Servern. Dezentral bereitgestellt werden zum Beispiel die örtlichen File Services.
 
Handlungsbedarf entstand, weil die lokalen Backup-Lösungen sich mit dem wachsenden Datenaufkommen in den Dienststellen ihren Grenzen näherten. Hinzu kamen der manuelle Aufwand für die Mitarbeiter, täglich erstellte Sicherungsbänder im Tresor abzulegen und die steigende Anzahl der Bandprobleme. Parallel zum Technologie-Upgrade sollten Backup-Läufe aus den Dienststellen in das RZF automatisiert werden. Vorrangiges Ziel dabei war es, die lokalen IT-Stellen von Magnetbändern zu befreien, die dortigen Mitarbeiter zu entlasten und gleichzeitig das Datensicherheitsniveau signifikant zu erhöhen. Zudem sollten die neuen Systeme eine flexible Bandbreitenregulierung zulassen, damit die Backup-Replikationen in Richtung Düsseldorf keinen Stau im Weitverkehrsnetz der Finanzverwaltung verursachen. GID installierte eine Lösung mit zwei EMC Data Domain Highend-Systemen in der RZF-Zentrale und 143 EMC Data Domain Midrange-Systemen für die verschiedenen Dienststellen.

Inline-Deduplikation

Seither werden zum Beispiel die File-Server-Daten permanent auf die jeweilige Data Domain repliziert. Dabei erfolgt die eigentliche Deduplikation quasi „on the fly": Gemäß der sogenannten Inline-Deduplikation eliminieren Data-Domain-Systeme redundante Datenblöcke vor dem Schreibvorgang, sodass nur komprimierte Daten gespeichert werden müssen. Das hat als unmittelbaren Effekt eine hohe Auslastung der Speicherkapazitäten zur Folge.

Wie hoch, das zeigen beispielhaft die Zahlen aus einem Finanzamt: 4,3 Terabyte Originaldaten standen an einem Tag 267 Gigabyte deduplizierte Backup-Daten gegenüber – was einem Kompressionsfaktor von nahezu 94 Prozent entspricht. Nur die verbleibenden rund sechs Prozent wurden via Weitverkehrsnetz in BSI-konformer Verschlüsselung nach Düsseldorf repliziert. Die nochmalige Deduplikation im RZF reduziert das Gesamtvolumen aller 143 Replikationsströme von 12,5 Terabyte auf 345 Gigabyte. Das ergibt einen Kompressionsfaktor von über 97 Prozent. Lediglich drei Prozent werden an ein sekundäres, räumlich getrenntes Data Domain-System transferiert.

„Die Ergebnisse der EMC Data Domain-Lösung von GID sind alles in allem so überzeugend, dass wir bereits über einen vergleichbaren Einsatz bei der zentralen Datensicherung nachdenken“, sagt Günter Lutz, Sachgebietsleiter für zentrale und dezentrale Datensicherung im RZF abschließend.

Bildquelle: Schütz / pixelio

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