Social Media Guide: Interview Thorsten Wehner, Nfon AG

Firmeninterne Integration sozialer Netzwerke

Interview mit Thorsten Wehner, Pressesprecher der Nfon AG, darüber, dass die Nutzung sozialer Kommunikationskanäle niemals in einer Einbahnstraße enden darf

Thorsten Wehner, Pressesprecher der Nfon AG

IT-DIRECTOR: Inwiefern verändert sich durch die interne Nutzung sozialer Tools die Kommunikation unter den Mitarbeitern?
T. Wehner:
Die gemeinsame Arbeit an Projekten wird intensiver, konkreter und daher als weniger gefühlt. Entwicklungsstufen, Missverständnisse, Ideenmanagement – alles lässt sich viel besser beobachten und in die Strategie zu einem erfolgreichen Gelingen integrieren. Sicherlich werden Kommunikationswege durch die Integration sozialer Netzwerke direkter und damit schneller, Arbeitsprozesse können so auch wesentlich vereinfacht werden. Kommunikation ist das höchste interne Gut eines jeden Unternehmens. Richtig interessant wird es zudem, wenn die Telefonanlage mit ins Spiel kommt. Die Kombination von Nfon und Lync verbindet beispielsweise Telefonanlagenfunktionen und UC-Funktionalitäten. Dies schafft mehr Qualität und Effektivität in der Kommunikation.

IT-DIRECTOR: Wie kann man bei der Kommunikation über interne soziale Kanäle gewährleisten, dass die Mitarbeiter stets den richtigen Ton für ihre jeweiligen Anliegen treffen?
T. Wehner:
Besonders wichtig: Das Nutzen von internen wie externen sozialen Kanälen unterscheidet sich gar nicht so sehr. Am Ende ist es immer ein Austausch von Informationen, die nie in einer Einbahnstraße enden sollten. Hilfreich ist für unerfahrene wie erfahrene Unternehmen immer ein Social Media Guide. Richtlinien die aufzeigen was gerne gesehen, gehört, gelesen und geteilt wird. Eine jede Unternehmenskultur lebt auch von der Höflichkeit den Kollegen, Kunden und Interessenten gegenüber und dies ist nicht nur eine gute Gelegenheit dies in Erinnerung zu rufen, sondern in einem Dokument auch festzuhalten. Dies hilft erfahrungsgemäß Mitarbeitern und Führungskräften den richtigen Stil zu finden. Sicherlich ist es auch sinnvoll, dass ein Profi die Einführung und Praxis begleitet.

IT-DIRECTOR: Wer sollte die Kontrolle der unternehmensweiten Inhalte übernehmen? Welche Kriterien sollte man hinsichtlich der Inhalte festlegen?
T. Wehner:
Jeder Einzelne ist für sein Handeln verantwortlich und das gilt auch für das geschriebene und gesprochene Wort. Innerhalb einer Firmenkultur sind die Konsequenzen jedoch andere, hier spricht ein Mitarbeiter für ein Unternehmen, eine Idee oder Initiative. Das erfordert Übung und ein gewisses Maß an erweiterter Sensibilität. So gilt es auch festzustellen und festzuhalten – und das bindend – was Teil der Kommunikation ist und was nicht. Dürfen Projektdetails, Ideen, Forschungsdetails „publiziert“ werden? Im Rahmen einer geplanten Marketinginitiative ist das vielleicht sinnvoll, aber zum Beispiel ein Projektstatus extern zu posten, weil es gerade so lustig ist oder vielleicht auch ärgerlich, sollte zum Beispiel immer ausgeschlossen sein.

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