Öffentlicher Ultra-Schmalband-Zugang

Flächendeckendes IoT-Netz für Regensburg

Regenburg soll nun als erste Stadt Deutschlands über ein öffentlich zugängliches Netz für das Internet der Dinge (IoT) verfügen – und das stadtweit.

Flächendeckendes IoT-Netz für Regensburg

Starten das neue Netz für die Dinge (IoT), das auf Ultra-Schmalband-Technologie baut (v.l.m.r.): Hans Mühlbauer (Home2net GmbH), Jan-Erik Beuttel (Amt für Wirtschaft und Wissenschaft Stadt Regensburg), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin Regensburg), Aurelius Wosylus und Maximilian Fenzl (beide Sigfox Germany).

Es ergänzt den bisherigen Breitbandausbau der Stadt um eine neue Ultra-Schmalband-Technologie und ermöglicht Bürgern, Unternehmen, Hochschulen sowie Behörden uneingeschränkten Ultra-Schmalband-Zugang zum Internet der Dinge. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Wirtschafts- Wissenschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger nahmen das neue Funknetz gemeinsam mit Aurelius Wosylus und Maximilian Fenzl von der Betreiberfirma Sigfox in Betrieb.

„Dass die Firma Sigfox gerade Regensburg als erste Stadt gewählt hat, in der sie die Technologie flächendeckend zur Verfügung stellt, ist ein starkes Signal für unsere Stadt“, sagt Maltz-Schwarzfischer. „Das Internet der Dinge eröffnet die Chance auf viele neue Geschäftsmodelle und Services, die unsere Bürger sowie die hier ansässigen Unternehmen künftig nutzen können.“

Mithilfe der Ultra-Schmalband-Technologie können Sensoren und Gegenstände mit dem Internet verbunden werden, für die Breitbandtechnologien wie Wlan oder Mobilfunk zu teuer oder zu energiehungrig sind. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Brand- und Wasserrohrbruchsmeldern über den Glascontainer, der sich selbst meldet, wenn er voll ist, bis hin zu Feinstaubsensoren zur Lenkung des Stadtverkehrs in Echtzeit oder die Fernauslesung von Verbrauchszählern für beispielsweise Gas oder Wasser. „Die Stadt wird evaluieren, welche Einsatzfelder sich anbieten, um das Netz auch selbst zu nutzen“, so die Bürgermeisterin.

„Für die digitale Transformation sind nicht nur Breitband-, sondern insbesondere auch Ultra-Schmalband-Technologien wichtig. „Das Netz arbeitet mit dieser Technologie, mit der man Sensoren und Systeme besonders kostengünstig, energiesparend und sicher an das Internet der Dinge anbinden kann“, erklärt Aurelius Wosylus, Sales & Country Director bei Sigfox Germany. Interessant sei bei diesem neuen Netz auch die Tatsache, dass seine Nutzung nicht nur auf öffentliche Straßen und Plätze in einem Radius von rund 300 Metern rund um eine Wlan-Basisstation beschränkt sei, sondern dass man es überall im Stadtgebiet nutzen könne, auch Zuhause und im Betrieb, sofern man sich in einem Radius von rund fünf bis zehn Kilometern um die nächst gelegene Funkstation bewege.

Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen, sieht im Internet der Dinge erhebliches Potential für die Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle: „Die Bereitstellung einer Infrastruktur allein schafft noch keinen Mehrwert. Es kommt jetzt darauf an, dass vorhandene Gegenstände oder Geräte mit moderner Sensortechnik digitalisiert werden. Erst über die wohldurchdachte Integration von IoT-Funktionalitäten beispielsweise in Produkte oder Dienstleistungen generiert die Vernetzung von Dingen mit anderen Dingen jenen Mehrwert, den sich etwa die Industrie vom Internet der Dinge erhofft. Mit unserem Cluster Sensorik, der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz DGO und der Techbase verfügen wir in Regensburg über strategisch schlagkräftige Strukturen für die Entwicklung eines breiten Spektrums an Anwendungsgebieten.“

Bildquelle: Stadt Regensburg, Stefan Effenhauser

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