Interview mit Speicherspezialist Orchestra

Flash und Software-defined Storage im Trend

Interview mit Dietmar Ulrich, Geschäftsführer der Orchestra Service GmbH, über aktuelle Herausforderungen bei der Distribution von Speichersystemen und Trends wie Flashspeicher, Software-defined Storage oder Cloud Computing

  • Dietmar Ulrich, Orchestra

    „Die IT-Infrastruktur lebt von Veränderungen, die auch vor Backup-Zyklen und Speicherkonzepten keinen Halt machen“, meint Dietmar Ulrich von Orchestra.

  • Dietmar Ulrich, Orchestra

    „Parallel zum klassischen Handelsgeschäft bieten wir unseren Partnern verschiedenste Services rund um Speicherlösungen an“, so Dietmar Ulrich von Orchestra.

  • Dietmar Ulrich, Orchestra

    „In unserem Testcenter können wir die IT-Infrastrukturen der Endkunden nachstellen und knifflige Speicheranforderungen auf deren Umsetzbarkeit in der Praxis hin testen“, erklärt Dietmar Ulrich von Orchestra.

  • Dietmar Ulrich, Orchestra

    „Mit der Nutzung von Cloud Computing wird das IT-Management für die Verantwortlichen nicht einfacher, sondern zunehmend komplexer“, weiß Dietmar Ulrich von Orchestra.

  • Dietmar Ulrich, Orchestra

    „Software-defined Storage ist kein geschützter Begriff“, klärt Dietmar Ulrich von Orchestra auf.

Die Orchestra Service GmbH mit Standort in Gilching bei München startete mit dem operativen Geschäft im Jahr 1999. Seitdem ist man als sogenannter „Value Added Distributor (VAD) mit Mehrwert“ unterwegs. „Von Beginn an legten wir dabei ein großes Augenmerk sowohl auf den indirekten Service-Ansatz als auch auf Backup- und Speichersysteme von EMC“, erläutert Orchestra-Chef Dietmar Ulrich im Gespräch mit IT-DIRECTOR. Darüber hinaus kam im Jahr 2002 das Handelsgeschäft mit Wiederverkäufern, neudeutsch Resellern, hinzu. Mit dem in den vergangenen 15 Jahren gesammelten Know-how, ineinandergreifenden Prozessen sowie eigens entwickelten Softwaretools sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gut gerüstet.

IT-DIRECTOR: Herr Ulrich, worauf kommt es Ihnen im Partnergeschäft besonders an?
D. Ulrich:
Bei der Distribution als klassischen Vertriebskanal geht es vorrangig um die Abwicklung logistischer Prozesse, was an sich keine große Kunst darstellt. Um uns davon abzuheben, setzen wir auf weitergehende Services. Bereits bei unserer Gründung war klar, dass wir parallel zum klassischen Handelsgeschäft verschiedenste Dienstleistungen anbieten wollen, die letztlich auch den Endkunden unserer Partner zugutekommen.

IT-DIRECTOR: Von welchen Services sprechen Sie?
D. Ulrich:
Speicherprojekte sind zumeist alles andere als trivial und erfordern hohes technologisches Know-how. Dazu benötigt man einerseits die notwendigen Zertifizierungen seitens der Storage-Hersteller, andererseits aber auch eine für die praktische Umsetzung notwendige Erfahrung. Von daher unterstützen wir unsere Partner nicht nur im Auswahlprozess und beim Vertragsabschluss, sondern auch bei der Implementierung sowie bei Support und Wartung. Denn in der Regel schließen die Kunden Hardware- und Softwareverträge von drei bis fünf Jahren ab.

IT-DIRECTOR: Was macht Storage-Projekte so komplex?
D. Ulrich:
Sie greifen in zahlreiche weitergehende IT-Bereiche der Anwenderunternehmen ein – z.B. in die Administration oder die Sicherung von Datenbanken und E-Mail-Programmen. Überdies lebt die gesamte IT-Infrastruktur – nicht zuletzt aufgrund des stetig steigenden Datenaufkommens – von Veränderungen, die auch vor Backup-Zyklen und Speicherkonzepten keinen Halt machen. Aufgrunddessen müssen Speichersysteme in der Praxis kontinuierlich angepasst werden.

IT-DIRECTOR: Welche Berührungspunkte haben Sie zu den Endkunden?
D. Ulrich:
Wir sind in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette von Storage-Projekten abzubilden. Dabei bilden wir in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller EMC unsere Partner aus und stellen ihnen alle notwendigen Lösungen und Technologien zur Verfügung, um von Endkunden ausgeschriebene Projekte nicht nur zu gewinnen, sondern erfolgreich durchzuführen sowie im Nachgang zu betreuen. In diesem Zusammenhang tragen wir auch Sorge dafür, dass unsere eigenen Techniker in Sachen Herstellerzertifizierungen immer auf dem neuesten Stand sind.

IT-DIRECTOR: Warum arbeiten Sie ausschließlich mit EMC?
D. Ulrich:
Von Beginn an haben wir uns bewusst für die Zusammenarbeit mit allein einem Hersteller entschieden. Dabei ist EMC aus unserer Sicht der Hersteller, der mit rund 60.000 Mitarbeitern weltweit im Storage-Markt am breitesten aufgestellt ist. Außerdem verfolgt der Anbieter eine klare Zukaufstrategie, was die vielen erfolgreichen Akquisitionen der Vergangenheit zeigen.

Generell sprachen mehrere Gründe gegen eine Multivendor-Strategie: Wir wollen mit unserem Wissen und unserer Angebotspalette in die Tiefe und nicht in die Breite gehen. Es geht uns um spezialisierte Beratung sowie entsprechendes Know-how und nicht um ein Portfolio, dass auf Lösungen von zahlreichen Backup- und Speicherherstellern basiert. Denn wenn man täglich sehr eng mit einem Hersteller zusammenarbeitet, ist man nicht nur sehr nah an dessen „Denke“ dran, sondern besitzt auch einen guten Draht zu dessen Mitarbeitern, beispielsweise im Produktmanagement.

IT-DIRECTOR: Haben Sie gar keine Lösungen von anderen Anbietern im Programm?
D. Ulrich:
Doch, und zwar Produkte, die EMC selbst nicht anbietet, die sich jedoch als sinnvolle Ergänzung in Speicherprojekten einsetzen lassen. So besitzen wir etwa eine Partnerschaft mit Point, um über die reine Storage-Welt hinaus eine Archivlösung anbinden zu können. Desweiteren fragen die Endkunden noch immer nach tape-basierten Speichermedien. In diesem Fall greifen wir auf Produkte von Overland und Spectralogic zurück.

IT-DIRECTOR: Mit wie vielen Partnern arbeiten Sie zusammen?
D. Ulrich:
Momentan arbeiten wir mit rund 150 Partnern zusammen. Darunter auch sehr große Systemhäuser wie Bechtle, Fritz & Macziol.

IT-DIRECTOR: In welchen Ländern sind Sie vertreten?
D. Ulrich:
Die Projekte konzentrieren sich vorrangig auf den deutschsprachigen Raum. Allerdings realisieren wir gemeinsam mit Partnern auch Installationen in den USA oder in Asien. Von daher bieten wir auch einen 24x7-Stunden-Support für große, internationale Kunden an.

IT-DIRECTOR: Wie realisieren Sie diesen Support?
D. Ulrich:
Support und Wartung übernehmen entweder unser Servicedesk in Kroatien oder unsere Mitarbeiter am Standort in Gilching. Letztere arbeiten zudem sehr vertriebsorientiert und begleiten sowohl das Auswahlverfahren als auch die anschließende Implementierung bei deren Kunden.

IT-DIRECTOR: Vor welchen Herausforderungen stehen Ihre Partner im Moment?
D. Ulrich:
Sie stecken viel Geld in Herstellerzertifizierungen und Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Techniker. Doch oftmals rechnet sich dieser Aufwand nicht, insbesondere wenn das Supportteam umfänglich für die IT-Infrastrukturen des Kunden verantwortlich ist. An diesem Punkt stellen wir den Partnern unser eigenes Technikteam zur Seite. Unsere  Spezialisten stecken tief in der Speicher- und Backup-Materie drin, da sie sich jeden Tag mit auftretenden Problemen auseinandersetzen und sich darüber rege in Foren und Netzwerken austauschen. Merzt einer unserer Mitarbeiter einen Fehler aus, wissen sogleich alle anderen darüber Bescheid.

IT-DIRECTOR: Wie kommen die Mitarbeiter Fehlern auf die Schliche?
D. Ulrich:
Wir betreiben in Gilching sowie am bereits erwähnten Standort in Kroatien ein großes Techniklabor, das sich intensiv mit Fehlerbehebungen sowie Simulationen von IT-Infrastrukturen beschäftigt.

Darüber hinaus konzentrieren wir uns in Gilching auf Forschung sowie Entwicklung und bilden sämtliche Kundenszenarien ab. Dies bedeutet: In unserem Testcenter können wir nahezu jede Kundensituation nachstellen und zusammen mit den Partnern knifflige Anforderungen in der Praxis auf deren Umsetzbarkeit und Stabilität hin testen.

IT-DIRECTOR: Warum ist das so wichtig?
D. Ulrich:
Möchte ein CIO vor der Anschaffung neuer Backup- oder Speichertechnologien wissen, wie sich deren Einsatz auf seine IT-Landschaft auswirkt, kann er dieses Szenario in unserem Labor mit eigenen Daten und Applikationen testen. Dabei können wir zwar nicht alle IT-Infrastrukturen nachstellen, allerdings bilden wir alles ab, was auf Linux bzw. Windows sowie auf gängigen Datenbanken und E-Mail-Systemen basiert.

IT-DIRECTOR: Inwieweit geht es dabei um aktuelle Technologien wie Cloud Computing?
D. Ulrich:
Künftig wird kaum ein Unternehmen an Cloud Computing vorbeikommen. Allerdings handelt es sich um einen sehr dehnbaren Begriff, der oftmals Public, Private und Hybrid Clouds umfasst. Dabei stellt eine private Cloud letztlich jedoch nichts anderes als eine firmeneigene virtualisierte IT-Infrastruktur dar.

Von vielen Seiten wird suggeriert, dass Cloud Computing trivial und günstig ist. Auf den ersten Blick mag das zutreffen, setzt man sich jedoch ernsthaft damit auseinander, wirft das Thema schnell wichtige Fragen auf: Wie ist es um die technische Machbarkeit bestellt? Zu welchem Preis ist dies möglich? Wie gestalten sich Verfügbarkeit und Service-Levels? Inwieweit sind Sicherheit und Datenschutz gewährleistet? Nicht zuletzt sollte auch der Wechsel von einem Cloud-Provider zum nächsten bzw. ein Ausstieg aus der Cloud bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.

IT-DIRECTOR: Geht es um Public-Cloud-Lösungen, landet man schnell bei Storage as a Service. Inwieweit fragen die Kunden dieses Betriebsmodell nach?
D. Ulrich:
Aktuell halten sich hiesige Firmen eher zurück. Allerdings bemerken wir Ausnahmen, insbesondere wenn es sich um unkritische Daten handelt. So nutzt ein deutscher Hersteller von Haushaltsgeräten die Public Cloud, um dort seine Bedienungsanleitungen abzulegen. Per Link können sich die Endkunden dann dort die entsprechenden Informationen in der jeweiligen Sprachversion besorgen. Auf diese Weise spart der Hersteller nicht nur Druck-, sondern auch Logistikkosten.

IT-DIRECTOR: Was spricht gegen die Nutzung einer Public Cloud?
D. Ulrich:
Nutzen die IT-Verantwortlichen Public-Cloud-Lösungen beispielsweise von Amazon oder Google, möchten sie die dort verarbeiteten Daten in der Regel als Backup zurücksichern. Doch dafür benötigen sie nicht nur die passenden Softwaretools, sondern auch entsprechend schnelle Leitungen.

IT-DIRECTOR: Was heißt das konkret?
D. Ulrich:
Um die in einer Amazon-Cloud genutzten Dateiformate ins Unternehmen zurückzuspielen, müssen sie entsprechend umgewandelt werden. Denn generell arbeiten Public-Cloud-Anbieter mit proprietären Formaten, die sich nicht eins zu eins ins Speicherumfeld übertragen bzw. dort bearbeiten lassen. Aufgrund solcher Spezifikationen können die Anwender auch nicht einfach von einem Cloud-Provider zum nächsten wechseln und etwa Daten aus einer Google- in eine Amazon-Cloud überspielen.

Desweiteren entstehen oftmals Probleme aufgrund fehlender Standardschnittstellen sowie ungenügender Transfergeschwindigkeiten. Auch besitzen Public-Cloud-Anbieter kaum Spielraum, was die Ausgestaltung von Service Level Agreements (SLAs) anbelangt. Möchten die Kunden dennoch ein gewisses Serviceniveau – beispielsweise eine hohe Verfügbarkeit – einfordern, wird es schnell sehr teuer, sodass die eigentlichen Kostenvorteile von Cloud Computing komplett verpuffen.

Nicht zuletzt gilt es, auf Sicherheit sowie Datenschutz zu achten. Dabei kann man auf die gewährleistete Datensicherheit in einer Public Cloud kaum Einfluss nehmen. Doch damit nicht genug, sollte man darauf achten, auf dem Weg in die Wolke nicht sämtliche Rechte auf geistiges Eigentum zu verlieren – wie dies u.a. bei den Urheberrechten von in der Cloud abgelegten Fotos der Fall sein kann.

Generell gilt: Mit der Nutzung von Cloud Computing wird das IT-Management für die Verantwortlichen nicht einfacher, sondern zunehmend komplexer. Denn in der Regel haben sie es mit hybriden Cloud-Umgebungen und damit mit unterschiedlichen Dateiformaten und Standards zu tun.

IT-DIRECTOR: Inwieweit verändert die Nutzung von Cloud-Services Ihre eigenen Geschäftsfelder?
D. Ulrich:
Im Zuge einer Verbreitung von Cloud Computing und damit von mobilen Endgeräten und Apps entstehen zahlreiche neue Geschäftsfelder, man denke nur an Uber, die vielen Start-ups im Bereich der App-Entwicklung oder die Verbreitung von Wearables wie der Apple Watch. Für das damit verbundene ungebremste Datenwachstum werden neue Speicherlösungen und Methoden benötigt.

IT-DIRECTOR: Welche Themen treiben über Cloud Computing hinaus den Speichermarkt um?
D. Ulrich:
Technologien wie Flash-Speicher und Software-defined Storage (SDS) sind derzeit in aller Munde, wobei insbesondere im Flash-Segment neue Hersteller aktiv werden. Hier müssen Platzhirsche wie EMC, Netapp, IBM oder Hitachi darauf achten, nicht den Anschluss zu verpassen und Marktanteile zu verlieren.

Darüber hinaus findet man in den Unternehmen nach wie vor die unterschiedlichsten Speicherlandschaften vor. Über kurz oder lang werden hier Konzepte wie Software-defined Storage jedoch den traditionellen Speichersystemen den Rang ablaufen.

IT-DIRECTOR: Was versteht man unter Software-defined Storage?
D. Ulrich:
Bei dieser Technologie werden das Abspeichern, die Speicherfunktionen sowie die Verwaltung des Storage von der Hardware abstrahiert und allein softwareseitig realisiert. Die unterschiedlichen Speicherressourcen werden in einem Pool zur Verfügung gestellt, wobei dessen Skalierbarkeit sehr hoch ist. Als Basis verwendet man im Rahmen von Software-defined Storage dann Standardkomponenten für Computer, Netzwerk und die Hardware.

IT-DIRECTOR: Worauf sollten IT-Verantwortliche, die künftig auf diese Technologie setzen möchten, besonders achten?
D. Ulrich:
Bei Software-defined Storage handelt es sich um keinen geschützten Begriff. Daher verwenden einige Hersteller den Begriff fälschlicherweise als Synonym für Speichervirtualisierung. Von daher sollten die Kunden genau prüfen, ob die angebotene Lösung tatsächlich die Kriterien von Software-defined Storage erfüllt. Die wichtigsten wären dabei: Soft- und Hardware sind getrennte Instanzen, es existiert eine Hardware-Unabhängigkeit sowie ein Scale-out hinsichtlich Performance und Kapazität. Nicht zuletzt muss das Hinzufügen und Wegnehmen von Ressourcen im laufenden Betrieb möglich sein.

IT-DIRECTOR: Der von Ihnen favorisierte Hersteller EMC erweist sich nicht nur hinsichtlich Software-defined Storage, sondern auch bei der Entwicklung weiterer Speicherinnovationen als äußerst umtriebig. Inwieweit sind Sie in dessen Produktentwicklung involviert?
D. Ulrich:
Wir werden sowohl zu Alpha- als auch Beta-Testphasen hinzugezogen. Als „Sparringspartner“ des Herstellers erhalten wir sämtliche Produkte bereits mehrere Monate vor der Markteinführung, wodurch wir gegenüber unseren Mitbewerbern einen gewissen Wissensvorsprung aufbauen können.

Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit sind wir zudem in der Lage, Einblick in die aktuelle bzw. künftige Produktstrategie von EMC zu gewinnen. So wissen wir schon heute, was vom Hersteller in den nächsten Jahren zu erwarten sein wird. Dies wiederum spielt unseren Partnern in die Karten, die ihren Kunden detaillierte Informationen hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit ihrer Speicherlösungen mitgeben können.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns ein Beispiel nennen?
D. Ulrich:
Ein Kunde wollte direkt nach der Markteinführung von SAP Hana die In-Memory-Computing-Lösung mit seiner bestehenden EMC-Infrastruktur absichern. Daraufhin haben wir eine Backup-Version installiert sowie einen Proof of Concept durchgeführt, was beides gut funktionierte. Dies konnten wir so schnell realisieren, da wir bereits sehr früh über die von EMC angebotenen Funktionen informiert waren und genau wussten, wohin die Reise hinsichtlich SAP Hana gehen wird.

IT-DIRECTOR: Inwieweit können Sie Ihrer Partner darüber hinaus noch unterstützen?
D. Ulrich:
Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen Ausbildungs- und Zertifizierungspläne aus. Im nächsten Schritt unterstützen wir deren Mitarbeiter bei den angestrebten Herstellerzertifizierungen. Desweiteren planen wir regelmäßige Vertriebsaktionen und unterstützen die Partner monetär, beispielsweise mit geeigneten Finanzierungskonzepten. Nicht zuletzt stellen wir bei Bedarf entsprechendes Fachpersonal zur Verfügung.

IT-DIRECTOR: Ihre Partner können auch von Ihnen eigenentwickelte Softwaretools nutzen. Was steckt dahinter?
D. Ulrich:
Wir haben mehrere Lösungen entwickelt, die in dem sogenannten Webportal „Orchestra Cloud“ zusammenfließen. Dieses serviceorientierte Channelmodell ermöglicht zum einen das Monitoring von Kundenlandschaften und zum anderen eine effizientere Abwicklung von Geschäftsprozessen etwa mittels elektronischer Rechnungsstellung. Mit anderen Worten: Wir orchestrieren.

IT-DIRECTOR: Wie funktioniert das Monitoring der Infrastrukturen?
D. Ulrich:
Die Partner können über unsere Plattform genau einsehen, wie die Backup-Prozesse beim Kunden ablaufen oder inwieweit EMC-Lösungen wie NetWorker, Avamar, Data Domain, Isilon,VNX, XtremIO und VMAXausgelastet sind. Per Ampelsystem werden Störfälle sofort angezeigt, ohne dass die Kunden selbst aktiv werden müssen.

Neben den Störfällen erkennen die Tools auch die Auslastung der Systeme. Sollten diese an ihre Grenzen stoßen, können unsere Partner die Kunden frühzeitig informieren und die Speicherlandschaft entsprechend aufrüsten (Up-Selling). Gleichzeitig erhalten sie den Überblick über die eingesetzten Komponenten – angefangen von der Hardwareseriennummer über die genutzten Softwarelizenzen bis hin zum Ablaufdatum von Wartungsverträgen. Damit wird sowohl ein professionelles Asset- und Service-Level-Agreement-Management als auch eine vollständige Inventarisierung möglich. Die dadurch entstehende Transparenz über die implementierte IT-Landschaft kann beispielsweise bei Garantieansprüchen eine wichtige Rolle spielen.


Dietmar Ulrich
Alter: 52 Jahre
Beruflicher Werdegang: Fachhochschule Esslingen, Feingeräte-Elektroniker
Derzeitige Position: Geschäftsführer der Orchestra Service GmbH
Hobbys: treibt gerne Sport


Bildquelle: Claus Uhlendorf

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok