Hewlett-Packard Enterprise (HPE)

Fokus auf Cloud und IoT

Cloud Computing und das Internet der Dinge (IoT) eröffnen Unternehmen viele Möglichkeiten, fordern aber auch die firmeninterne IT. Hewlett-Packard Enterprise (HPE) zeigte daher Anfang Dezember 2015 auf seiner europäischen Anwenderkonferenz „Discover“ Lösungen, die das Management von hybriden Infrastrukturen sowie die Analyse von IoT-Daten vereinfachen sollen.

  • Konferenz von Hewlett-Packard Enterprise

    Cloud Computing und das Internet der Dinge (IoT) standen Anfang Dezember 2015 im Fokus der europäischen Anwenderkonferenz von Hewlett-Packard Enterprise.

  • Hewlett-Packard Enterprise (HPE)

    Anfang Dezember 2015 veranstaltete Hewlett-Packard Enterprise (HPE) die europäische Anwenderkonferenz „Discover“ in London.

Die Wolke ist für den Anbieter das bestimmende Betriebsmodell. Nach Meinung von Bill Hilf entwickle sich Cloud Computing sogar grundsätzlich zum „Synonym für IT“. Hilf ist beim IT-Anbieter als Senior Vice President für Cloud-Technologien zuständig. Auf der Anwenderkonferenz veröffentlichte das Unternehmen Prognosen, wonach bis 2018 die jährliche Wachstumsrate für IT aus der Public Cloud bei 17 Prozent liegt. Bei der Private Cloud sind es sogar 24 Prozent. Traditionelle IT-Nutzung wird dagegen laut HPE jährlich nur um 2,4 Prozent zunehmen.

Der Einsatz von Cloud-Services kann Unternehmen viel Nutzen bringen. Er kann aber auch ein Belastung für die IT-Abteilung sein, die nun eine komplexere Umgebung managen muss. Daher hat der Anbieter Lösungen entwickelt, um die IT-Experten in den Unternehmen dabei zu unterstützen. Dazu zählt der Helion Managed Cloud Broker. Mit diesem Service sollen Unternehmen den Wildwuchs an Cloud-Instanzen in ihrer Organisation beherrschen können, der zum Beispiel entsteht, wenn Dienste aus der Wolke ohne Genehmigung eingeführt werden.

Der Broker gibt IT-Administratoren Herstellerangaben zufolge einen Überblick über die gesamte Unternehmens-IT – inklusive der verschiedenen Cloud-Anwendungen. Die IT-Experten können die unterschiedlichen Cloud-Instanzen konsolidieren, orchestrieren und sicher betreiben. Dafür bietet die Lösung ein Set aus Werkzeugen und Funktionen. Dazu gehören u.a. ein Self-Service-Portal mit Schnittstelle zu den jeweiligen IT-Dienstleistern, Sicherheits- und Performance-Management, Monitoring-Tools sowie Dashboards und Reports.

Die Verantwortlichen des Anbieters sind sich aber bewusst, dass auch die traditionelle Nutzung von IT weiterhin eine Rolle in den Unternehmen spielen wird. Die Folge: In den Firmen werden vermehrt hybride IT-Infrastrukturen entstehen – in denen Software also im eigenen Haus installiert ist sowie aus der Cloud bezogen wird. „Marktanalysen zeigen deutlich, dass eine hybride Kombination von traditioneller IT und Private Clouds den Markt in den nächsten fünf Jahren dominieren wird", sagt Antonio Neri, Executive Vice President und General Manager der Enterprise Group bei HPE.

Um solche Umgebungen verwalten zu können, hat man die Plattform Synergy entwickelt. Mit ihr sollen die IT-Ressourcen flexibel auf die unterschiedlichen Anwendungen im Unternehmen verteilt werden können – unabhängig davon, ob sie aus der Cloud kommen oder im eigenen Rechenzentrum installiert sind. Der IT-Verantwortliche soll damit quasi Dienstleistungen wie ein Cloud-Anbieter bereit stellen können.

Die Plattdorm basiert auf einer neuen Architektur, die der Anbieter als Composable Infrastructure bezeichnet. Diese nutzt flexible Ressourcen-Pools und analysiert selbstständig den aktuellen Infrastrukturbedarf. Nur mithilfe einer einzigen Codezeile können Administratoren jeder Anwendung die benötigte Infrastruktur – also Server, Speicher und Netzwerk – zuweisen.

Internet der Dinge (IoT) als Belastung

Doch nicht nur die Cloud fordert die Unternehmen. Auch das Internet der Dinge (IoT) kann eine Belastung darstellen. Die Verarbeitung der großen Datenmengen stellt eine Herausforderung für die IT in den Rechenzentren und dem Netzwerk dar. Und die Daten-Volumina werden weiter ansteigen. 2016 sollen 6,4 Milliarden Dinge miteinander vernetzt sein, schätzen die Marktforscher von Gartner.

HPE hat daher IoT-Systeme entwickelt, die Rechenleistung und Datenmanagement an den Rand des Netzwerks verlagern. Mit der Gateway-Produktlinie Edgeline können Anwender die entstehenden Daten in Echtzeit auswerten und die Endgeräte managen, konfigurieren sowie steuern. Zu den neuen Produkten zählen das Einsteigermodell EL10 sowie das Gateway EL20, das für Anwendungen mit höherem Datenaufkommen ausgelegt ist. Beide nutzen die Moonshot-Server-Technologie, die laut Anbieter besonders energieeffizient und platzsparend sein soll.

Für Daten, die auf dem klassischen Weg, analysiert werden, bietet HPE nach wie vor seine Systeme Vertica und Autonomy. Wie schnell diese arbeiten können, zeigte auf der Discover ein spezieller Anwender. Alex Tai ist Teamchef des Rennstalls DS Virgin Racing Team, das in der Formel E an den Start geht – einer Rennserie für Wagen mit Elektromotor. Mithilfe von Vertica und Autonomy analysiert das Team die Daten, die es von den Sensoren des Fahrzeugs erhält. So soll der Rennwagen optimal auf die jeweiligen Bedingungen eingestellt werden - und das in möglichst kurzer Zeit. Denn im Gegensatz zur Formel 1 finden das freie Training, das Qualifiying und das Rennen an einem einzigen Tag statt. „Häufig bleiben uns zwischen den einzelnen Sessions gerade mal 30 Minuten, um die Daten auszuwerten und das Fahrzeug entsprechend zu konfigurieren“, erklärt Tai.

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