Kontinuierliche Tests

Fünf Tipps zur Bereitstellung von Software

Die im Umbruch befindliche Landschaft der Software-Bereitstellung ist zugleich Chance und Herausforderung für Software-Entwickler. Diese fünf Tipps können helfen.

Die folgenden fünf Tipps sollen Ansätze bieten, um hochqualitatives Softwaretesting leichter umzusetzen.

  1. Tester als Anwälte des Nutzers
    Nutzer erwarten von ihren Anwendungen, dass sie ihnen helfen, ihre Aufgaben schnell zu erledigen, und eine bestimmte Funktionalität aufweisen. Die Entwickler sind dafür verantwortlich, die benötigten Funktionen technisch umzusetzen, die Tester hingegen haben einen anderen, spezifischen Auftrag: sie sind die Anwälte des Kunden. Sie müssen sich in den Nutzer hineinversetzen und die Anwendung nicht nur auf Konsistenz und Fehler prüfen, sondern auch aus der Perspektive des Kunden betrachten. Sie sind das letzte Bindeglied zwischen Entwickler und Nutzer und müssen diesen Übergang so geräuschlos wie möglich gestalten.
  2. Neue Funktionen nur ohne Schnitzer
    In der heutigen digitalen Wirtschaft herrscht ein enormer Druck, sich schnell und wiederholt an neue Anforderungen anzupassen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu erkämpfen. Noch wichtiger jedoch ist der Fortschritt auf der geplanten Roadmap, während zugleich die geforderten Funktionen zur Anwendung hinzugefügt werden sollen – möglichst ohne Unterbrechungen. Doch dabei müssen Unternehmen unbedingt beachten, dass die bisherigen Funktionen, auf die sich der Nutzer verlässt, keinesfalls gestört werden. Es mag trivial klingen, doch Nutzer haben selten Verständnis für das Gesamtkunstwerk, sondern wählen Anwendungen danach aus, ob sie zuverlässig funktionieren – unabhängig davon, wie viele neue Knöpfe hinzugefügt wurden.
  3. „Zu viele Nutzer“ ist keine Ausrede
    Messungen haben gezeigt, dass Nutzer einer Website den Rücken kehren, wenn sie nicht innerhalb von vier Sekunden lädt. Während es früher normal war, darauf zu warten, dass sich das 56k-Modem warmkurbelt, ist heute jegliches Mitleid mit langsamen Anwendungen gestorben. Dazu kommen die Forderungen nach mehr Funktionsumfang, die in Kombination mit mehr Nutzern schnell zu Performance-Abfällen führen können. Doch „Wir haben eben zu viele Nutzer“ darf keine Ausrede für langsame Performance sein, denn die anderen Nutzer sind dem individuellen Kunden egal. Die eigene Leistung durch Tests exakt zu bestimmen, hilft Unternehmen, die Grenzen der Belastbarkeit frühzeitig zu entdecken und anzupassen.
  4. Der Nutzer bestimmt die Plattform
    Nie zuvor konnte der Nutzer zwischen so vielen Browsern, Plattformen und Geräten wählen. Tester müssen folgenden Satz verinnerlichen: „Wer die Wahl hat, hat eine Präferenz“. Egal, auf welchem Weg der Nutzer die Anwendung aufruft – sei es im Web, mobil oder auf dem Desktop – er erwartet dieselbe Leistung. Der Tester muss daher darauf abzielen, das Risiko so weit wie möglich zu senken: Wenn 90 Prozent der Nutzer die Anwendung auf iOS nutzen, muss ihm dies bekannt sein, um die Tests entsprechend anzupassen.
  5. Qualität sticht Infrastruktur
    Die IT-Abteilung sucht stets nach Möglichkeiten zur Optimierung der Infrastruktur, sei es durch Virtualisierung oder einen IaaS-Cloudanbieter. Dies kann dazu dienen, kurzfristige Leistungshochstände abzufangen oder einfach Workloads auf eine kosteneffizientere Plattform umzuschichten. Doch am Ende ist es aus Sicht des Nutzers irrelevant, was die IT optimiert und warum, solange seine Anwendung in der gegenwärtigen Infrastruktur zuverlässig funktioniert. Dabei ist es entscheidend, die einmal gesetzten Erwartungen niemals durch Geschäftsentscheidungen zu enttäuschen.

„Durch das Erklären der gewünschten Endnutzererfahrung und das kontinuierliche Testen auf das entsprechende Ergebnis können Unternehmen für echte Markentreue sorgen und topaktuelle Produkte bieten, die den Bedürfnissen von Unternehmen und Kunden zeitnah gerecht werden", empfiehlt Renato Quedas, Vice President Solution Strategy bei Borland, dem Testportfolio von Micro Focus. Eine erfolgreiche Kommunikation und präzise Tests seien die Hauptinstrumente der Entwickler, um mit den gestiegenen Kundenerwartungen mitzuhalten.

Bildquelle: Thinkstock

 

 

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