Schokolade per 3D-Printing

Gehört 3D-Druckern die Zukunft?

Glaubt man Analysten und Zukunftsforschern, gehören 3D-Drucktechnologien die Zukunft. So sollen in Bälde sowohl profane Alltagsgegenstände als auch von (Produktions-)Unternehmen benötigte Materialien per Knopfdruck aus dem Drucker kommen.

Wird Schokolade zukünftig aus dem Drucker kommen?

Bereits heute gestalten sich die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druckern vielfältig: So wurden im Rahmen der diesjährigen Fashion Week in Paris ganze Kollektionen aus dem 3D-Drucker vorgestellt. Dabei arbeiten inzwischen auch traditionelle Haute-Couture-Häuser wie Chanel oder Versace mit 3D-Printern. Daneben präsentierte im Automobilumfeld der rund 100 Mitarbeiter starke US-Zulieferer Local Motors im Herbst 2014 das erste gedruckte fahrbare Auto. Dabei entstand innerhalb von 44 Stunden sowie aus nur 40 Teilen plus Elektroantrieb der 18 PS starke Roadster „Strati“. Und selbst vor organischen Substanzen machen 3D-Technologien nicht mehr halt. So gibt es in den USA Konditoren, die ihre Backkunstwerke mit essbaren Dekorationen aus Zucker oder Schokolade aus dem Drucker garnieren. Seit längerem arbeitet auch der italienische Nahrungsmittelanbieter Barilla an sogenannten 3D-Pasta-Printern, mit denen Spaghetti und eigene Teigwarenkreationen ausgedruckt werden können. Klassische Nudelmaschinen oder Spätzlepressen hätten damit wohl ausgedient.

Doch wie ist die wachsende Bedeutung von 3D-Drucktechnologien im großen Ganzen zu ­sehen? Nicht selten haben aufkeimende IT-Trends wie die Digitalfotografie, E-Commerce oder mobile Endgeräte in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Traditionsunternehmen, die den technologischen Fortschritt verschlafen haben (z.B. Agfa, Quelle oder Siemens Mobile), mit der Zeit in der Versenkung verschwanden. Zuletzt sagt man mobilen Apps wie Airbnb oder Uber und den dahinterstehenden Geschäftsmodellen geballte disruptive Eigenschaften nach. Das heißt, sie sind für drastische Veränderungen ganzer Branchen verantwortlich. Marktexperten zufolge sollen Airbnb und Uber künftig sogar die gesamte Hotellerie sowie das Taxigewerbe revolutionieren. Solche Tendenzen und die eingangs beschriebenen Praxisbeispiele lassen ver­muten, dass mit 3D-Druckern durchaus die nächste disruptive Technologie in den Start­löchern steht. Ob man den Sonntagsnachmittagskuchen noch selber backt oder per Knopfdruck aus dem Drucker lässt, bleibt dann wohl (noch) jedem selbst überlassen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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