Betriebsstörung gefährdet Datensicherheit

Geschäftsdaten wiederherstellen

Im Interview berichtet Stefan Rabben, Director Data Protection & Endpoint Systems Management bei Dell Software, wie sich Geschäftsdaten nach einer Betriebsstörung wiederherstellen lassen.

Stefan Rabben, Dell

„Verzichten Unternehmen auf eine wirksame Vorsorge und schützen ihre Systeme nicht ausreichend durch passende Backup- und Recovery-Lösungen, können lang anhaltende Systemausfälle auf sie zukommen, die den Betriebsablauf behindern können", warnt Stefan Rabben von Dell.

IT-DIRECTOR: Herr Rabben, Geschäftsprozesse sind heute unmittelbar an die IT eines Unternehmens gekoppelt daher ist wichtig, bei einer Betriebsstörung kritische Geschäftsdaten zu schützen. Welche Maßnahmen müssen Unternehmen ergreifen, um nach einem Vorfall schnellstmöglich zum Arbeitsalltag zurückkehren zu können?
S. Rabben: Das Schlagwort heißt Rapid Recovery. Unternehmen brauchen zum einen eine umfassende Komplettlösung, um das Rechenzentrum bei einem Ausfall generell und kontinuierlich abzusichern. Nicht nur die Server selbst und Anwendungen, die auf Servern laufen, müssen gesichert werden, sondern auch große Mengen an Daten, die sich auf den Servern befinden – sowohl physisch, virtuell als auch in der Cloud. Neben einer konstanten Sicherung dieser Komponenten ist des Weiteren eine Wiederherstellungslösung gefragt, damit gesicherte Systeme und Daten nach einem Ausfall unmittelbar wieder hochverfügbar sind. Haben Unternehmen diese beiden Lösungen implementiert, sollte im Idealfall eine Systemunterbrechung keinerlei bemerkbare Auswirkungen mehr auf den Betrieb und somit tatsächlich „Zero Impact“ auf das Geschäft haben.

IT-DIRECTOR: Welche Probleme kommen auf Unternehmen zu, wenn sie keine Rapid-Recovery-Lösung im Einsatz haben?
S. Rabben: Verzichten Unternehmen auf eine wirksame Vorsorge und schützen ihre Systeme nicht ausreichend durch passende Backup- und Recovery-Lösungen, können lang anhaltende Systemausfälle auf sie zukommen, die den Betriebsablauf  behindern können. Abhängig davon, wie umfangreich eine Systemwiederherstellung ausfällt, kann dies viel Zeit und somit auch Geld kosten. Mit einer Rapid-Recovery-Lösung dagegen wird dieser Zeitaufwand auf ein Minimum reduziert: Ein Restore kann für den Anwender unbemerkt im Hintergrund erfolgen, sodass er weiterhin alle Ressourcen nutzen kann und in seinem Arbeitsablauf nicht beeinträchtigt wird. Die Wiederherstellung ist unkompliziert und bis zu achtmal schneller als bisherige Methoden. Mit einer modernen Rapid-Recovery-Lösung können Anwendungen und Daten, selbst mehrere Terabyte, in weniger als 15 Minuten komplett wiederhergestellt werden.

IT-DIRECTOR: Geschäftskontinuität, Betriebseffizienz und Sicherheit sind ganz oben auf der Agenda der Unternehmen: Wird eine Rapid-Recovery-Lösung diesen Anforderungen gerecht?
S. Rabben: Rapid Recovery ist eine geeignete Lösung, wenn es um die Sicherheit der Betriebssysteme, Anwendungen und Daten geht – ganz gleich ob physisch, virtuell oder in der Cloud. Es ermöglicht ein ausfallsicheres Rechenzentrum sowie das schnelle Wiederherstellen von beschädigten oder verlorenen Daten und Systemen, sodass im Idealfall keine negativen Auswirkungen auf den Betrieb und die Nutzer entstehen. Den Mitarbeitern wird auf diese Weise ein störungsfreies und kontinuierliches Arbeiten ermöglicht.

IT-DIRECTOR: In welchem Umfang schützen sich Unternehmen aktuell, um ihre Infrastruktur und kritischen Daten abzusichern?
S. Rabben: Natürlich haben Unternehmen bereits Backup-Lösungen im Einsatz, in vielen Fällen jedoch nur, um Daten langfristig zu sichern. Geht es aber um eine schnelle Wiederherstellung von Daten, reichen einfache Backup-Lösungen nicht mehr, um den gestiegenen Geschäftsanforderungen von Unternehmen gerecht zu werden. Gründe dafür sind vor allem das schnell anwachsende Datenvolumen, die Auslagerung von Daten auf virtuelle Systeme sowie in die Cloud oder die Verschärfung der internen Service-Level-Agreements zur Notfallwiederherstellung. Unternehmen sollten sich deshalb immer zwei Fragen stellen: Wie lange darf ein Geschäftsprozess/System ausfallen und wie viel Datenverlust kann wirklich in Kauf genommen werden, ohne größeren Schaden anzurichten.

IT-DIRECTOR: Mit welchem Worst-Case-Szenario müssen Unternehmen rechnen, wenn sie keine schnelle Wiederherstellungslösung für den Ernstfall haben?
S. Rabben: Unternehmen müssen bei einem Systemausfall damit rechnen, weitaus höhere Ausfallzeiten, sogenannte Downtimes, in Kauf nehmen zu müssen. Zum einen sind Mitarbeiter in ihrer Arbeit eingeschränkt, da sie nicht auf wichtige Applikationen zugreifen können. Zum anderen sind Ressourcen wie geschäftskritische Daten für längere Zeit nicht verfügbar. Für unvorbereitete Unternehmen ist ein Ausfall geschäftskritischer Unternehmen also in der Tat ein Worst Case.

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