Analyse-Tools statt Monitoring-Systeme

Gesundheits-Check fürs Client-Management

Intelligente Analyse-Tools ermöglichen den Gesundheits-Check der Client-Systeme und sorgen so nicht nur für eine bessere Performance für die Endnutzer, sondern auch für ein optimales Lizenzmanagement und IT-Sicherheit.

Gesundheits-Check fürs Client-Management

Intelligente Analyse-Tools ermöglichen den Gesundheits-Check fürs Client-Management

Laut der Studie „IT-Trends 2015“ von Capgemini sind 35,5 Prozent der deutschen Unternehmen damit überfordert, IT-Leistungen schneller bereitzustellen und den Service Level einzuhalten. Darüber hinaus haben sie Schwierigkeiten, Prozesse schnell genug anzupassen und mit der Entwicklung bzw. Bereitstellung neuer Software und Apps hinterherzukommen. So werden wichtige Wettbewerbsvorteile oftmals verschenkt.

Woran liegt das? Eine große Rolle spielt die in vielen Fällen veraltete IT-Infrastruktur. Vor allem bei Banken und Fluggesellschaften, Versicherungen und Industriekonzernen sind Software und Anwendungen zum Teil so veraltet, dass Rentner wieder eingestellt werden, da nur sie die erforderliche Programmiersprache aus den 80er Jahren beherrschen. Ein weiterer Grund liegt im IT-Wildwuchs, der die einfache Problembehebung deutlich erschwert und wichtige Fragen unbeantwortet lässt.

Unternehmen wollen und müssen deshalb wissen,

•    warum Endnutzer über Probleme klagen, obwohl Monitoring-Systeme keine Probleme identifizieren konnten?
•    woher Performance-Probleme von Clients kommen?
•    ob Software-Lizenzen auf den Clients richtig verteilt sind und auch wirklich von den richtigen Anwendern genutzt werden?
•    ob die Bandbreite sich wirklich am tatsächlichen Bedarf der User ausrichtet?
•    ob die Sicherheitsrichtlinien auf Client-Ebene eingehalten werden?
•    ob irgendwo eine unerkannte Malware steckt?

Was also tun, wenn man diese Fragen nicht beantworten kann und den Überblick verloren hat? Eine Alternative: Man wechselt die Perspektive. Denn viele Monitoring- und Analyse-Tools haben nur die Server- und zentrale Infrastruktur im Blick und man muss bereits vorher die richtige Fragestellung kennen, um das Problem zu finden. Was in den meisten Fällen fehlt, ist die Übersicht über die Endnutze- und Endgeräte-Infrastruktur.

Intelligente IT-Infrastruktur-Analyselösung

Notwendig ist demnach eine 180 Grad-Drehung, bei der das IT-Team die Sicht des Endanwenders einnimmt. Aus diesem Blickwinkel heraus sollten alle Endgeräte mit Zugriff auf Unternehmensdaten sowie die ausgeführten Anwendungen und Verbindungen übersichtlich, am besten visuell und in Echtzeit, dargestellt werden. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen erübrigt sich auf diese Weise. Dies wiederum verschafft dem IT-Team den notwendigen Überblick, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Stellt sich die Frage, wie eine Endnutzer-Infrastruktur-Analyselösung im Detail funktionieren soll. Wichtig ist, dass Daten über alle Verbindungen, die von den Clients ausgehen in Echtzeit gesammelt werden – egal ob es sich um Internetseiten, Anwendungen oder Geräte handelt. Die Informationen sollten sich hinsichtlich unterschiedlicher Fragestellungen in Echtzeit oder auch historisch auswerten lassen. Hilfreich ist es, wenn einzelne Clients oder Services betrachtet werden können. Wird beispielsweise für einen Client ein Verbindungsproblem für einen Service entdeckt, kann in der gesamten Infrastruktur nach anderen Endpunkten gesucht werden, bei denen dasselbe Problem auftritt – anschließend lassen sich Maßnahmen für alle betroffenen Endgeräte gesammelt durchführen.

Diese effiziente Störungsanalyse macht ein proaktives Problem-Management möglich, wodurch Tickets der Endnutzer vermieden werden. Wenn innerhalb kurzer Zeit Fehler behoben oder sogar vorrausschauend vermieden werden können, verbessert sich das Ansehen der IT im eigenen Unternehmen. Gleichzeitig wird die Entstehung einer Schatten-IT eher verhindert: denn die Mitarbeiter haben mehr Vertrauen in die Kompetenz des IT-Teams und auch Sicherheitsrichtlinien sind leichter durchzusetzen.

Analysen für die IT-Sicherheit

Der Hintergrund: IT-Sicherheit steht weit oben auf der Prioritätenliste von CIOs. Denn Angriffe werden immer geschickter: die neue Generation komplexer Malware fügt sich in den gewöhnlichen Datenfluss ein und stellt für traditionelle Lösungen eine echte Herausforderung dar. Mithilfe richtiger Abfrage-Algorithmen und einer guten Visualisierung der entsprechenden Verbindungen lässt sich beispielsweise feststellen, an welchen Clients bzw. Verbindungen Daten abfließen, die verantwortliche Anwendung lokalisieren und an allen betroffenen Endpunkten unschädlich machen. Zugleich kann die IT-Abteilung einen Alert einstellen, der sie sofort über auffällige Aktivitäten informiert. Die Analyse-Tools können mit Malware-Datenbanken verknüpft werden, um Sicherheitsattacken schneller auf Grundlage einer umfassenden Datenbank zu identifizieren.

Gleichzeitig lassen sich durch das Sammeln und Auswerten der Verbindungsdaten auch die Kosten für Hardware oder Software-Lizenzen senken. Die Informationen geben Aufschluss darüber, ob die Performance alter Geräte noch ausreicht, um sie weiter zu betreiben, sodass teure Geräte nicht einfach automatisch nach einer festgelegten Zeitspanne entsorgt werden. Oder die Auswertung zeigt, welche Software-Lizenzen nie genutzt werden. Diese lassen sich dann nach Rücksprache mit dem Nutzer gegebenenfalls einsparen. Durch eine Netzwerk- und Druckeranalyse können ebenfalls an den richtigen Stellen Kosten gespart werden.

Tools, die sich auf die Endanwenderperspektive konzentrieren, unterstützen die IT-Abteilung auch bei der Planung und Implementierung von IT-Projekten. Auf Grundlage vielfältiger Informationen über die Auslastung, Performance und genutzten Services können differenzierte Entscheidungen getroffen und Kosten bzw. Zeitaufwand eingespart werden, da die IT-Abteilung auf die einzelnen Clients zugreifen und Auswirkungen besser einschätzen kann. Gibt das verwendete Analyse-Tool zudem noch einen Einblick in die historischen Daten, ist zudem eine Vorher/Nachher-Analyse möglich – so kann die IT Abteilung ihre Argumentation mit Fakten untermauern, wenn neue Services oder Anwendungen getestet werden. Auch gegenüber Service-Providern ist anhand der Verbindungsdaten belegbar, ob die vertraglich zugesicherten Leistungen eingehalten werden.

* Der Autor Ulrich Zeh ist Sales Director Germany von Nexthink

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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