System Center im Praxiseinsatz

Globale Lösung für Beiersdorf

17.000 Client-PCs und 1.700 Server: Beiersdorf überwacht IT-Systeme in über 70 Ländern von einem zentralen Standort aus.

Globale Lösung

Weiße Creme aus der blauen Dose: Seit 1911 pflegt Nivea die Haut unzähliger Kunden. Das Unternehmen Beiersdorf, zu dem die Marke Nivea gehört, verfügt über mehr als 125 Jahre Erfahrung in der Hautpflege. Ein Teil des Erfolgs gründet sich darauf, dass bereits am Anfang der Unternehmensgeschichte erste Handelsbeziehungen mit den USA entstanden. Globales Denken und Handeln hat also Tradition bei Beiersdorf. Das stellt eigene Anforderungen an die Beiersdorf Shared Services GmbH, den zentralen IT-Dienstleister für die Beiersdorf AG. Weltweit verwaltet der Dienstleister rund 17.000 Client-PCs und 1.600 Server. Größter IT-Standort ist Hamburg mit zwei hochverfügbaren Rechenzentren und 800 Servern. Zudem stehen weltweit noch einmal 800 Server an über 70 Standorten.

Beiersdorf wollte das Monitoring für Server, Clients und Applikationen zentralisieren. Da bereits 70 Prozent der Server virtualisiert sind, bestand eine zusätzliche Herausforderung für die Monitoring-Software darin, die virtuelle und physische Serverwelt einheitlich abzubilden. „Monitoring von Servern ist nicht neu für uns“, erklärt Jörg Meier, Manager Global Client Server Services bei Beiersdorf Shared Services. Bereits im Jahr 2000 wurde die Software NetIQ Appmanager installiert. „Doch diese Lösung passte nie richtig in unsere IT-Strategie, da wir unsere IT so homogen wie möglich halten“, erklärt Meier. Im Jahr 2007 wurde Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 (SCOM) veröffentlicht. Da Beiersdorf laut Meier keine Optimierungen für die Überwachung heterogener Netzwerke benötigte, entschied sich das Unternehmen nach einer kurzen Testphase im Jahr 2007 für die Einführung der Server-Management-Lösung von Microsoft.

Die wichtigste technische Anforderung an die Lösung war ein zentralisiertes Monitoring. Bisher wurden die Server in den Rechenzentren zwar zentral überwacht, aber jede Landesgesellschaft betrieb ihr eigenes System vor Ort. „Wir wollten mit dem zentralen Monitoring gezielt Kosten reduzieren, Prozesse vereinheitlichen und die Verfügbarkeit unserer IT steigern“, erläutert Meier. Ein weiterer Grund für den Umstieg auf SCOM lag in der einfacheren Desktop-Verwaltung. Insbesondere die Client-Überwachung stellte sich mit Operations Manager weniger aufwendig dar als zuvor.

Parallelbetrieb über sechs Monate

Die größte Herausforderung für Jörg Meier und sein Team war, das bestehende Monitoring ohne Beeinträchtigung des Betriebs abzulösen. Für das Projekt engagierten sie die Value Added Software GmbH (VAS), einen zertifizierten Microsoft-Partner, mit dem Beiersdorf Shared Services bereits seit über zehn Jahren im Bereich Systemmanagement zusammenarbeitet. Zu Beginn des Projekts wurden rund 95 Prozent der Server mit NetIQ überwacht und die restlichen Server mit SCOM. Bei der Umsetzung fing das Team klein an: Mit zwei Mitarbeitern von Beiersdorf und der Unterstützung von VAS wurden die Agenten von Operation Manager sukzessive auf die Server verteilt. Geplant war, den Parallelbetrieb über sechs Monate lang aufrechtzuerhalten. „Es gab keine Schwierigkeiten beim Verteilen der neuen Software-Agenten. Etwas kniffliger war es aber, die NetIQ-Agenten zu entfernen“, sagt Meier. Schritt für Schritt wurden so immer mehr Systeme aus der Überwachung mit Appmanager herausgezogen. Die routinemäßigen Tests bestand System Center Operations Manager 2007 R2 ohne große Nachjustierung. „Die Antwortzeiten waren gleich zu Beginn gut, die Alarmierungen akzeptabel und die Bedienung wie vermutet recht einfach“, berichtet Meier.

„Operations Manager passt perfekt in unsere IT-Strategie. Sie überwacht sowohl Server als auch Clients und Applikationen“, sagt Meier. Das IT-Personal wird dadurch entlastet. Lediglich fünf Administratoren überwachen die über 1.600 Server. Die neue Server-Management-Lösung bietet praktische Funktionen wie etwa den automatischen Discover-Prozess, der neue Systeme im Netzwerk sofort registriert. Vom IT-Team festgelegte Regelsätze für die Überwachung werden dann automatisch auf die neuen Maschinen verteilt. Auch finanziell rechnet sich die Migration für Beiersdorf. „Unsere Kostenbewertung hat ergeben, dass uns die Einführung von SCOM etwa genauso viel gekostet hat wie die jährliche Wartung von Appmanager“, erklärt Meier. Die aktuellen Wartungskosten werden durch einen Supportvertrag abgedeckt. Seit 2010 überwacht nun Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 alle Server. Die Client-Überwachung befindet sich im Testbetrieb und soll als nächstes Projekt, wie bei Beiersdorf üblich, weltweit umgesetzt werden.

 

Bildquelle: © Beiersdorf AG

 

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