Genauere Wettervorhersagen

GPU-beschleunigter Supercomputer im Einsatz

Das Schweizer Bundesamt für Metrologie und Klimatologie Meteoschweiz ist der erste nationale Wetterdienst, der einen GPU-beschleunigten Supercomputer einsetzt, um die Genauigkeit seiner täglichen Wettervorhersagen zu verbessern.

Gewitter

Tägliche Wettervorhersagen werden auf Hochleistungssupercomputern mittels numerischer Wettervorhersagemodelle durchgeführt.

Das neue System soll eine mehr als zweimal höhere Auflösung bei Wettermodellen bei einer gleichzeitig dreimal höheren Energieeffizienz im Vergleich zum Vorgängersystem, das bei Meteoschweiz bisher im Einsatz ist, ermöglichen. Durch höhere Auflösungen können Wetterdienste Stürme und andere Unwetter sowie ihre Stärke präziser vorhersagen. Das umfasst frühe Warnvorhersagen für unterschiedliche Wetterphänomene, genauere Bestimmung der Routen von gefährlichen Stürmen sowie bessere Einsichten in die Niederschlagsaktivität.

Meteoschweiz kann durch die höher aufgelösten Modelle Wolkenformationen und ihr Verhalten äußerst genau modellieren. Das schließt Menge, Dauer und Ort von Niederschlag, Schnee und entsprechenden Wetterereignissen ein. Diese Fähigkeit ist speziell für die Schweizer Bergregion relevant, da hier Niederschlagsmuster typischerweise schwerer vorherzusagen sind.

Im neuen Wettervorhersage-Supercomputer arbeiten Tesla-K80-GPUs von Nvidia. Das System soll eine 40-mal höhere Leistung als der CPU-basierte Computer liefern, den es ersetzt. Der neue Supercomputer von Cray wurde vom Schweizer National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano, Schweiz, installiert und soll ab Frühjahr/Sommer 2016 für Wettervorhersagen eingesetzt werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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