„Internet of Things Ignition Lab“ von Intel eröffnet

Hadoop-Lösungen für die Cloud

Im Mai 2014 hat Intel in Feldkirchen das „Internet of Things Ignition Lab“ (IoT) als Thinktank für den Ideenaustausch und die Entwicklung neuer IoT-Lösungen eröffnet. Dazu präsentierte man Mitte September erste Anwendungen rund um die eigenen ­Hadoop-Lösungen für Cloud Computing und Big-Data-Analysen.

IoT, Bildquelle: Intel

Das IoT Ignition Lab von Intel soll Partnern aus Industrie und Forschung einen Treffpunkt zum Austausch von Ideen und zur Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse bieten.

Das Internet der Dinge eröffnet Unternehmen das Potential, neue Services zu entwickeln, ihre Produktivität zu steigern, Entscheidungen in Echtzeit zu treffen oder neue Nutzererlebnisse zu schaffen. Laut einer Gartner-Studie werden neben den Milliarden von PCs, Tablets und Smartphones bis zum Jahr 2020 zusätzlich rund 26 Milliarden neue Geräte – vom Stromzähler bis zum Kühlschrank – über das Internet Daten austauschen.

Beim Versuch, diese Geräte mit IT-Systemen zu verbinden, stehen die Entwickler Herausforderungen bezüglich Fragmentierung, Inter­operabilität und Sicherheit gegenüber. Nach eigenen Angaben verfolgt Intel die Strategie, die Entwicklung und Installation von IoT-Systemen durch Engagement auf intelligente Geräte und Gateways zu forcieren. Wichtig sei dabei die Kollaboration mit Partnern in Industrie und Forschung. So haben sich Anfang Juli Intel und Atmel Corporation, Broadcom Corpora­tion, Dell, Samsung Electronics ­sowie Wind River zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen im Rahmen des Open Interconnect Consortiums (OIC) zu bündeln.

Die Entwicklung eines standardisierten Kommunikations-Frameworks zum Informationsaustausch zwischen PCs, Smartphones, Tablets und Wearables bis hin zu IoT-Geräten aus der Industrie soll dazu beitragen, diese Geräte sicher miteinander sowie mit dem Internet zu verbinden. Das neu zu entwickelnde Framework soll verschiedene Lösungen zur Konnektivität beinhalten und unabhängig von Formfaktoren, Betriebssystemen oder Dienstanbietern arbeiten.

An der Initiative beteiligen sich auch Unternehmen verschiedener Branchen wie Smart Home oder Automotive. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Hersteller schnell neue Produkte entwickeln können und diese intelligent, geschützt und reibungslos miteinander Daten austauschen – auch unter schwierigen Bedingungen wie variierender Stromstärke und Bandbreite. Standards für weitere IoT-Anwendungen sollen folgen. Laut Intel ist es geplant, die OIC-Initiative kontinuierlich zu erweitern, beispielsweise um Entwickler von Anwendungen und Endgeräten, Dienste- und Lösungsanbieter sowie Hersteller von Chipsets.

Das IoT Ignition Lab ist eines von vier ähnlichen Einrichtungen in Europa. Das zentrale Thema dieser vier Forschungsstandorte sind „Smart Cities“. Das Lab in München konzentriert sich auf die Aspekte Smart Energy, Mobilität und Industrie. Ziel soll hier sein, alle Elemente der IoT-Wertschöpfungskette, beginnend bei Hard- und Softwareherstellern über Systemintegratoren und Consultants bis zum Endanwender von IoT-Lösungen, zusammenzubringen.

In Form einer „Open Labs“-Veranstaltung wurden erste Ergebnisse der Zusammenarbeit rund um die Themen Cloud und Big Data in Feldkirchen präsentiert. Nach ­einer Einführung von Hannes Schwaderer, Geschäftsführer der Intel GmbH, zum Engagement im Energiesektor, stellte Dr. Hendrik Behrens, Consultant bei SHS Viveon, die Möglichkeiten von Ad­vanced Analytics am Beispiel intelligenter Stromnetze (Smart Grid) vor. Desweiteren nehmen auch am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, der Bereich Big Data und der damit verbundene Einsatz intelligenter Intel-Technologien eine zentrale Rolle ein. Details der dortigen Anwendungen erläuterte Manuel Martin Marquez, Data Scientist.

Bildquelle: Intel

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