Open-Source-Software: 25 Jahre Linux

Happy Birthday Tux!

Heute vor 25 Jahren, am 25. August 1991, veröffentlichte Linus Torvalds sein Linux-Betriebssystem erstmals in einer Unix-Benutzergruppe. Was im kleinen Rahmen begann, zählt heute zu den meist genutzten Betriebssystemen weltweit.

Linux-Maskottchen Tux

Linux-Maskottchen Tux: Vor 25 Jahren veröffentlichte Linus Torvalds erstmals sein Linux-Betriebssystem.

Erste Berührungspunkte mit Computern hatte der 1969 im finnischen Helsinki geborene Torvalds im zarten Alter von elf Jahren; mit 14 Jahren schrieb er bereits erste Programmierzeilen. Damit waren die Weichen für eine Karriere in der IT gestellt, die im Jahr 1988 mit dem Informatikstudium an der Universität Helsinki fortgesetzt wurde.

Im Zuge seines Studiums veröffentlichte Torvalds am 14. März 1994 die Version Linux 1.0, die als Open-Source-Variante frei genutzt werden konnte. In der Folgezeit erhielt die Verbreitung der quelloffenen Software einen Schub, als 1998 zunächst der Software-Anbieter Netscape den Quellcode seines Netscape Communicators unter einer freien Lizenz veröffentlichte und wenig später Sun, Adaptec sowie IBM folgten. Letztere verkündeten, den Open-Source-Webserver Apache auf den eigenen Servern zu unterstützen. „Das erste Anzeichen, dass Linux es geschafft hatte, war für mich die Unterstützung der großen Hardware-Anbieter. IBM, die eine Milliarde Dollar investierten, und Oracle, die ihre Datenbank auf Linux portierten. Als Google Android startete, wusste ich: Linux hat gewonnen“, betont denn auch Ralf Flaxa, President of Engineering bei Suse.

Spätestens seit der Jahrtausendwende war Linux auch in den Köpfen vieler Privatnutzer und IT-Verantwortlichen angekommen. Der gestiegene Zulauf zeigte sich damals auf den einschlägigen IT-Fachmessen, in deren Rahmen das Linux-Maskottchen Tux in Form riesiger Pinguinplüschtiere so manchen Ausstellerstand dominierte.

Linux bleibt gefragt

Mittlerweile wird die Aktualisierung des Betriebssystems von Unternehmen, gemeinnützigen Organisatoren, Bildungseinrichtungen und privaten Software-Entwicklern vorangetrieben. Und auch Linus Torvalds selbst sorgt für die Weiterentwicklung des Linux-Kernels im Rahmen der gemeinnützigen Linux Foundation.

Da der Linux-Kernel für sich genommen nicht lauffähig ist, arbeitet man mit sogenannten Linux-Distributionen, einer Zusammenstellung verschiedener Software. Zu den bekannten Distributionen gehören Debian, Red Hat, Suse oder Mandriva. Generell wird Linux nicht nur für Server- und Computer-Systeme genutzt, sondern auch für Embedded Systems, Kfz-Bordcomputer, mobile Devices und Netzwerkkomponenten wie Router. Zu prominenten Anwendern weltweit zählen das US-Verteidigungsministerium, das französische Parlament und hierzulande die Stadt München.

Als großer Gegenspieler von Linux und auch anderen Open-Source-Systemen galt lange Zeit Microsoft und dessen Windows-Betriebssystem. Dies änderte sich u.a. im Herbst 2006, als Microsoft und Novell (heute Micro Focus) bekannt gaben, künftig bei Interoperabilität und Patentschutz zusammenzuarbeiten.

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