Venafi-Umfrage

Hintertüren machen kritische Infrastruktur anfälliger

Venafi, Anbieter von Sicherheitslösungen für maschinelle Identitäten, gibt die Ergebnisse einer Umfrage zu staatlich vorgeschriebenen Verschlüsselungshintertüren bekannt. Sie wurde auf der RSA-Konferenz 2019 durchgeführt und spiegelt die Meinungen von 517 IT-Sicherheitsexperten wider.

Hintertüren schaffen zwangsläufig Schwachstellen.

Hintertüren schaffen zwangsläufig Schwachstellen.

73 Prozent der Befragten meinen, dass Länder mit staatlich vorgeschriebenen Verschlüsselungshintertüren anfälliger sind für nationalstaatliche Angriffe. „Das ist ein schwieriges Thema für Sicherheitsexperten, weil sie wissen, dass Hintertüren unsere kritische Infrastruktur anfälliger machen“, erklärt Kevin Bocek, Vice President of Security Strategy and Threat Intelligence bei Venafi. „Hintertüren schaffen zwangsläufig Schwachstellen, die von Angreifern ausgenutzt werden können. Es ist verständlich, dass derart viele Sicherheitsexperten besorgt sind, weil Hintertüren besonders für feindliche Regierungsbehörden attraktiv sind und mehr Regierungen diese Mandate in Betracht ziehen.“

Weitere Ergebnisse der Umfrage

  • 69 Prozent meinen, dass Länder mit staatlich vorgeschriebenen Verschlüsselungshintertüren dadurch wirtschaftliche Nachteile auf dem globalen Markt erleiden.
  • 70 Prozent meinen, dass Regierungen nicht in der Lage sein sollten, den Zugang zu verschlüsselten Benutzerdaten von Technologieunternehmen zu erzwingen.
  • 25 Prozent meinen, dass Technologieunternehmen genug tun, um die persönlichen Daten der Verbraucher zu schützen.

Bocek fügt hinzu: „Im vergangenen Dezember verabschiedete das australische Parlament ein Gesetz, das Technologieunternehmen verpflichtet, Hintertüren für die Verschlüsselung ihrer Produkte einzurichten. Wir wissen aber, dass Angreifer sich nicht an gesetzliche Einschränkungen und Regeln halten, oder Produkte auf kontrollierten Märkten kaufen. Länder, die solche kurzsichtigen Beschränkungen erlassen, schaden den gesetzestreuen Unternehmen und richten wirtschaftlichen Schaden an.“

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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