Load Balancer leisten wertvollen Beitrag

Hochverfügbarkeit in Unternehmen

Hochverfügbarkeit und Erleichterungen beim Applikations-Handling stehen bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Tagesordnung. Doch gemischte Cloud- und On-Premise-Umgebungen stellen die IT vor neue Herausforderungen. Load Balancer können zunehmend einen wertvollen Beitrag leisten, diese zu meistern.

Schnelligkeit

Unternehmen setzen vermehrt auf Load Balancer, um Hochverfügbarkeit sicherzustellen.

Die Hochverfügbarkeit von Anwendungen in hybriden Umgebungen stellt zwar eine technische Herausforderung dar, doch können die Auswirkungen eines Ausfalls schnell geschäftskritisch werden. Bei einer E-Commerce-Seite drohen z. B. Umsatzeinbußen aufgrund ausbleibender Verkäufe. Aber auch in anderen Branchen kommt ein Ausfall geschäftskritischer Systeme Unternehmen teuer zu stehen. Seien es E-Mail-Systeme, die über Exchange-Server laufen, oder Ticketsysteme bzw. Webshops. Die Aberdeen Group schätzt die durchschnittlichen Kosten eines solchen Ausfalls auf 110.000 US-Dollar pro Stunde. Das Ponemon Institute geht sogar von 205.000 US-Dollar aus. Welches Szenario nun auch zutrifft: Die Folgekosten wären nicht zu unterschätzen.

Unternehmen setzen daher vermehrt auf Load Balancer, um die Hochverfügbarkeit sicherzustellen. Deren Kernaufgabe ist es, die Zugriffe der Anwender auf virtualisierte Server und Applikationen sinnvoll und flexibel zu verteilen. Virtualisierte Load Balancer reduzieren dabei die Anzahl physischer Ressourcen, die notwendig sind, um eine Anwendung zu unterstützen. Das wiederum senkt die Hardware- und Betriebskosten. Darüber hinaus sind sie flexibler als an Geräte gebundene Appliances. Intelligente Load Balancer – auch als Application- Delivery-Controller (ADC) bekannt – bieten einen zuverlässigen Mechanismus, geschäftskritische Anwendungen hochverfügbar zu betreiben. Und zwar ohne dass andere Anwendungen auf überlasteten Servern „verhungern“ müssen.

Heutzutage werden Load Balancer meistens im Rahmen eines größeren Projektes wie der Erneuerung der IT-Umgebung oder einer System-Migration eingeführt. Häufig ist die Umstellung eines Exchange-2010-Servers auf einen Exchange-2013-Cluster der Auslöser.

Das Deltion College im holländischen Zwolle wollte beispielsweise für seine 15.000 Studenten und 1.200 Mitarbeiter die Hochverfügbarkeit der Bildungsprogramme gewährleisten. Dazu zählen berufliche Ausbildung, voruniversitäre Kurse, Erwachsenenbildung und Weiterbildungsangebote in und für Unternehmen. Im Zuge dessen war das vorhandene Cisco-Netzwerk durch eine neue SDN-Umgebung zu ersetzen. Über diese wollte das Bildungszentrum Microsoft Sharepoint-, Lync- und Exchange-Dienste bereitstellen.

Implementiert wurde eine SDN-basierte IT-Umgebung, die mit Virtual-Application-Networks-Controllern – auf Basis von Openflow – und einem SDN-adaptiven Load-Balancing arbeitet. Primäres Ziel war es, die Effizienz und Leistungsstärke des software-definierten Netzwerkes zu erhöhen.

Mittlerweile werden in der virtualisierten Umgebung die Anwendungen dynamisch für die jeweils am besten geeigneten Server bereitgestellt. ADCs orchestrieren die Dienste. Die Wahrscheinlichkeit potentieller Fehlkonfigurationen sinkt ebenso wie der durch das Verwalten individueller Geräte erforderliche Aufwand. Parallel dazu steigt die Verfügbarkeit. Und da sich die Anzahl der Netzgeräte reduzieren und eine Vielzahl von Befehlen via Orchestrierung automatisieren lassen, nimmt das Risiko der Fehlkonfiguration ab. Dank der Benutzerfreundlichkeit der eingesetzten Load Balancer von Kemp soll es weder eines besonderen Know-hows bedürfen, noch seien Trainings für Einführung und Betrieb nötig. Allgemeines IT-Wissen um Netzwerke genüge. Die Systempflege beschränkt sich i.d.R. auf das Einspielen von Firmware-Updates.

Neue Spielregeln

Auch in Bezug auf das Monitoring ändern virtualisierte Umgebungen die Spielregeln. Grundsätzlich gibt ein bidirektionales Monitoring Auskunft über die Performance und Nutzung der Applikationen. Über Programmierschnittstellen (APIs) fließen diese Daten in unterschiedliche Management- und Monitoring-Lösungen wie Microsoft Systemcenter ein. So sorgen sie für eine konsolidierte Ansicht auf die gesamte Anwendungslandschaft.

Mittlerweile gewinnen offene Standards verstärkt an Bedeutung: Für Anbieter eröffnet die Openstack-Architektur in virtuellen IT-Umgebungen die Möglichkeit, unterschiedlichste Monitoring-Tools in Microsoft-, Oracle- oder VMware-Umgebungen zu unterstützen.

Load Balancer und insbesondere virtuelle ADCs können also helfen, die Performance und Hochverfügbarkeit sowie geschäftliche Agilität zu erhöhen. Das gilt sowohl in traditionellen Rechenzentren als auch in den immer verbreiteteren dynamischen und flexibel anpassbaren hybriden Umgebungen aus Cloud- und On-Premise-Infrastruktur.


Fünf Zeichen dafür, dass man Application Delivery Controller benötigt:

1. Die Mitarbeiter beschweren sich immer häufiger über eine schlechte Anwendungsperformance oder Unterbrechungen bei Verbindungen.
2. Eine Migration auf neuere Versionen von Applikationen wie z.B Exchange, Sharepoint oder Lync steht an.
3. Der Ausfall von Applikationen, wenn auch nur kurzfristig, hat einen negativen Einfluss auf das Unternehmen.
4. Web-basierte Dienste und Applikationen sollen Mitarbeitern und Kunden zu Verfügung gestellt werden.
5. Eine SDN-basierte Umgebung soll eingeführt werden.

Quelle: Kemp Technologies


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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