Big Data, Branchenanwendungen und Open Source-Infrastrukturservices

IBM mit Power Linux-Strategie

IBM kündigt neue Power System- und Pure-Flex-System-Angebote an, die Kunden dabei unterstützen sollen, die Kosteneffizienz von Linux und Virtualisierung für geschäftskritische Workloads zu nutzen.

  • Das Modell Power Linux 7R2 - Mit Power7-Prozessoren, fürs Rack und 2 Units hoch

  • Der Computer-Einschub P24L für die Pure Systems kommt mit wahlweise ein oder zwei Power7-Prozessoren mit jeweils sechs oder acht Kernen und bis zu 256 GB Hauptspeicher

Die neuen Lösungen integrieren laut Unternehmen Linux-spezifische Hardware mit Power7-Prozessoren und Linux-Software von Red Hat und Suse zur Analyse von Big Data, Nutzung von branchenspezifischen Anwendungen und Bereitstellung von Open-Source-Infrastruktur-Services. Zielgruppe sind mittelständische und größere Unternehmen. Diesen sollen die Power Linux-Lösungen mehr Leistung und Zuverlässigkeit bei geringerem Zeit- und Gesamtkostenaufwand im Vergleich zu x86-Plattformen bieten. Das Unternehmen bietet die neuen Lösungen zusammen mit ihren ISV- und OEM-Partnern an und beginnt mit drei spezifischen, auf Linux zugeschnittenen Workloads.

IBM Power Linux-Lösungen wurden entwickelt, um workload-spezifischen Leistungsanforderungen zu entsprechen und Kunden eine möglichst einfache, Linux-basierte IT-Umgebung zu bieten, heißt es. Damit sollen Unternehmen ihre Infrastrukturkosten senken können. Zumal sollen IT-Mitarbeiter mehr Freiraum erhalten, um ihrem Unternehmen zu helfen, neuen Lösungen schnell bereitzustellen.
 
Anwender verbessert Systemleistung

IBM arbeitet mit Kunden weltweit an der Leistungsverbesserung ihrer Linux-basierten Anwendungen und Dienstleistungen zusammen, darunter auch die Universität Hamburg.

Als Teilnehmer an PHYsnet.org, der weltweiten Plattform zum Austausch von wissenschaftlichen Daten, wollte die Universität Hamburg die Leistungsfähigkeit der bestehenden PHYSnet-Server verbessern, ohne in eine große Anzahl von physischen Servern für sein Physik-Forschungslabor zu investieren.

Die Universität konnte die File-Serving-Leistung um 50 Prozent - bei 30 Prozent geringeren Kosten - steigern gegenüber einer konkurrierenden Intel x86-basierten Systemlösung. Dies war durch die Implementierung einer virtuell verteilten Konfiguration für das OpenAFS-Dateisystem auf zwei IBM Power Linux 7R2 Systeme möglich, heißt es. Auf den beiden Systemen laufen zehn virtuelle Linux-Server mit IBM PowerVM.

Drei Editionen

Während Kunden zunehmend mehr Möglichkeiten vorfinden, ihre Geschäftsanforderungen mit Open-Source-Software abzudecken, bleiben sie mit der Herausforderung konfrontiert, eine ähnlich hohe Servicequalität und Zuverlässigkeit zu schaffen, wie sie proprietäre Software-Lösungen bisher erreichen. Durch die Nutzung der Selbstheilungs- und Selbstverwaltungs-Fähigkeiten der auf Power7-basierenden Systeme können Kunden eine oder viele hoch skalierbare Branchenstandards entsprechende Linux-Umgebungen nutzen.

Big-Data-Analytics-Lösung

Intelligente Unternehmen denken heute völlig neu über den Umgang mit exponentiell wachsenden Datenmengen innerhalb ihrer Organisationen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, nutzen viele Linux-basierende IT-Infrastrukturen, die für die Bewältigung von strukturierten und unstrukturierten Daten konzipiert sind. Informationen können leichter erfasst, verwaltet und analysiert werden, mit dem Ziel, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Die Parallelverarbeitungsfähigkeit der Power Linux-Systeme mit vielen Threads sollen für optimale Rechen- und I/O-Leistung für große Datenanalyse-Projekte unter Verwendung von Apache Hadoop führen. Dies ist ein Software-Framework, das die verteilte Verarbeitung großer Datenmengen über Computer-Cluster ermöglicht.

Das neue System unterstützt Unternehmen auch bei der Nutzung von IBM-Lösungen, die Hadoop beinhalten und mit denen sie neue Erkenntnisse aus großen Bestandsdatenmengen gewinnen können, wie zum Beispiel IBM InfoSphere Big Insights Software.

Die Integration und Optimierung der Analytik-Leistung soll es Unternehmen ermöglichen, Tausende von Tasks parallel auszuführen und Analyse-Dienste schneller bereitzustellen, wie z.B. die Analyse historischer Kreditkartendaten, um die Echtzeiterkennung von Betrugsfällen zu verbessern oder um Social-Media-Trends in Echtzeit zu verfolgen, um schnell darauf reagieren zu können, heißt es.

Branchenanwendungslösung

Laut Unternehmen bietet das neue System einen sicheren, stabilen und integrierten Lösungs-Stack für Branchenanwendungen, der die Implementierung und kürzere Lieferzeiten von neuen, differenzierenden Diensten bei geringeren Ausfallzeiten gewährleistet. Mit Angeboten wie der IBM Power Linux Solution Edition für SAP-Anwendungen können mittelständische IT-Abteilungendiese Dienste zu niedrigeren Kosten pro Workload liefern und das bei höherer Qualität im Vergleich zu x86-Server mit Windows oder Linux.

Open-Source-Infrastructure-Services-Solution

Die neue Lösung bietet mit PowerVM eine Kontrolle gegenüber dem Wildwuchs von Servern und virtuellen Images, heißt es. Mit weniger zu verwaltenden Servern und der Nutzung von Power Linux als Grundlage für eine flexible Open-Source-basierte Cloud sollen Unternehmen Dienste wie Web, E-Mail und Social Business-Collaboration kostengünstiger bereitstellen können.

Mehr zu den neuen Lösungen auf: www.ibm.com/power/powerlinux

www.ibm.com

Bildquelle: © IBM

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