Digitale Zukunft

Industrie 4.0 fordert Fachkräfte

Industrie 4.0, das Internet der Dinge und die Digitalisierung der Umwelt beeinflussen und verändern Arbeitsabläufe und in der Folge das gesamte Leben. Unternehmen sind deshalb mehr denn je auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um entstehende ­Potentiale zu nutzen und in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fachkraft

Industrie-4.0-Unternehmen benötigen Mitarbeiter mit neuen bzw. zusätzlichen Qualifikationen.

In einer Studie der Gardner Group 2014 wird festgestellt, dass das Internet der Dinge jener Themenbereich ist, welcher Geschäftsprozesse und Kunden-Lieferanten-Beziehungen am maßgeblichsten beeinflussen wird. Zukünftige Prozess- und Produktinnovationen werden somit nicht ohne „Digitalisierung“ auskommen können. Es bleibt allerdings ein Problem, dass viele Unternehmen aus abstrakten Begriffen zu wenig Konkretes ableiten können, beispielsweise welche Potentiale und Chancen sich für sie auftun. So gilt es nun, diese Potentiale erfassbar und verständlich zu machen und die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung der Organisation bzw. Produkte zu integrieren. Damit die notwendige Veränderung in weiterer Folge umgesetzt und realisiert werden kann, müssen sich auch die Unternehmen anpassen – sie benötigen Mitarbeiter mit neuen bzw. zusätzlichen Qualifikationen. Das dafür notwendige Know-how wurde in den letzten Jahren jedoch leider in einem zu geringen Ausmaß entwickelt. So sind zum einen Lehrpläne an Hochschulen nicht kurzfristig an diese sich so schnell verändernde Anforderungen anzupassen, zum anderen wurde auch seitens der Unternehmen zu wenig in die spezifische Weiterentwicklung von Mitarbeitern in diesem Umfeld investiert.

Neben den vielfach vorhandenen fachlichen Basisqualifikationen sind für bestehendes Personal, aber auch für neue Talente in den Unternehmen, Zusatzqualifikationen zu entwickeln. Die Anforderungen für die Umsetzung liegen dann einerseits in IT-Kompetenzen, andererseits in branchenbezogenen Bereichen wie etwa Maschinenbau, Hoch- und Tiefbau und Energietechnik. Besonders hervorzuheben ist dabei die Inte-grationskompetenz der IT mit den jeweiligen Fachbereichen sowie die Anwendung dieser Kenntnisse in Bezug auf die jeweiligen Produkte und Prozesse. Dies sind die Voraussetzungen für Innovationen.

Zahlreiche Seminare, Prozesse sowie Tools sind hier verfügbar. Unternehmen haben zu diesem Wissen leichten Zugang und können so den Wandel aktiv vorantreiben. Um die Einstiegshürden zu verringern, werden seitens der EU sowie der deutschen als auch österreichischen Bundesregierungen Gelder bereitgestellt und Initiativen gefördert, welche es ermöglichen, Entwicklungsmaßnahmen unmittelbar in Angriff zu nehmen – beispielsweise in Kooperation mit Hochschulen. In Deutschland erfolgt dies über das BMBF und BMWi, in Österreich über das BMVIT, in der EU über die zuständigen Kommissionen Digitale Wirtschaft, Bildung und Beschäftigung bzw. Qualifizierung. Neben den Angeboten der Regierungen, Hochschulen, Bildungsinstitutionen und Beratungsunternehmen gibt es aber auch gemeinnützige Initiativen wie den Academy Cube, welche die Veränderungsprozesse anstoßen und begleiten können.

Es sind eben andere Wege zu beschreiten als in der Vergangenheit. Klassische Lern- und Wissens­transferformate stoßen an ihre Grenzen. Neue Lernmethoden sind heute gefragt, solche, die sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Generation orientieren und praktisches Anwendungswissen jederzeit verfügbar machen.

Der Academy Cube …
… ist eine internationale Job- und Weiterbildungsplattform, die Studenten, Berufsanfänger und Professionals mit praxisnahen Lerninhalten ausstattet, um sie europaweit fit für das Indus-triezeitalter 4.0 zu machen. Als Initiative der Privatwirtschaft und mit Unterstützung der EU-Kommission gestartet, ist der Academy Cube mittlerweile eine gemeinnützige Gesellschaft mit rund 12.000 registrierten Nutzern.

Bildquelle: iStock.com/suphakit73

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