Open Source hat gewonnen

Innovationstreiber und Jobmotor

Open-Source-Produkte sind allgegenwärtig und bestimmt in einigen Bereichen sogar die Szene.

Die Open-Source-Bewegung hat gewonnen, ihre Produkte und Services haben inzwischen eine große Marktbedeutung erlangt. Dies zeigt sich darin, dass viele innovative Themen zur Domäne von Open Source geworden sind. So gaben im IoT-Report von VisionMobile über 90 % aller Entwickler von Lösungen für das Internet der Dinge an, Open-Source-Software einzusetzen.

Tatsächlich bestimmt Open Source die IoT-Entwicklung. Zahlreiche Betriebssysteme wie Raspbian, Ubuntu Core, Google Brillo, Contiki oder FreeRTOS sind Open Source, ebenso wichtige Entwickler-Frameworks oder -Bibliotheken (etwa Siddhi, bip.io, KinomaJS, RHIOT, Zetta, Yaler) für das Internet der Dinge. Hinzu kommt Open Hardware wie der Minimalcomputer Raspberry Pi oder die Arduino-Controller.

Nach der Untersuchung von VisionMobile zeigt sich der Erfolg von Open Source vor allem daran, dass die Lösungen von der Mehrzahl der Entwickler grundsätzlich bevorzugt werden. Das wirkt sich wiederum auf die Open-Source-Produkte zurück: Die Mehrheit der Entwickler (58%) sind bei der Weiterentwicklung der Produkte aktiv.

Das noch relativ junge Internet der Dinge ist nur ein Bereich, in dem freie Software erfolgreich ist. Nach der zehnten Jahresstudie „Future of Open Source Survey“ von Black Duck und North Bridge spielen die Produkte mittlerweile eine wesentliche Rolle. Sie bilden die Grundlage für die IT-Architektur und viele Anwendungen, Betriebssysteme, Cloud-Lösungen und Big Data.

„Open Source ist mittlerweile zweifellos ein Innovationstreiber, egal, ob es um die technische Weiterentwicklung von Betriebssystemen, der Cloud, Big Data oder des Internets der Dinge geht, oder der nächsten Generation Open Source-Unternehmen zu ermöglichen, interessante Lösungen auf den Markt zu bringen“, meint Paul Santinelli, General Partner bei North Bridge.

Umsatzpotential für Open Source

Das größte Umsatzpotential für Open Source-Anbieter liegt laut der Studie in den nächsten drei Jahren bei Geschäftsmodellen wie SaaS (46%), Custom Development (42%) und Services/Support (41%). „Eine neue Generation von Open Source-Unternehmen wie Acquia, Chef, Cloudera, Couchbase, Docker und WP Engine drängen mit diesen Modellen auf den Markt“, so Santinelli weiter. „Open Core wird sich in den nächsten Jahren als Umsatzmodell noch weiter etablieren, während SaaS als Geschäftsmodell weiter schrumpfen wird, so wie wir das dieses Jahr zum ersten Mal beobachten konnten.“

Durch diesen Boom bei den „großen“ IT-Themen ist rund um Open Source ein eigener Teilarbeitsmarkt entstanden, der sich durch positive Trends auszeichnet. Die Linux Foundation hat kürzlich einen neuen „Open Source Jobs Report“ vorgelegt und dabei den Fokus von Linux weg, ganz auf Open-Source-Produkt gelegt. In der Arbeitsmarktstudie analysieren Experten und Personalverantwortliche den Markt für Open-Source-Spezialisten.

Fast 60 Prozent der befragten Entscheider wollen Fachkräfte für Open Source einstellen. Gefragt sind Spezialisten für die Themen DevOps, OpenStack und Cloud. Ebenfalls große Nachfrage gibt es bei Entwicklern mit Open-Source-Spezialisierung: Gut dreiviertel der Entscheider suchen danach.

Bildquelle: Thinkstock

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