Sigfox treibt Netzausbau voran

IoT-Netze für Deutschland

Der Netzspezialist Sigfox will sein Funknetz für das Internet of Things (IoT) in Deutschland weiterhin kontinuerlich ausbauen. Dabei sieht der Anbieter insbesondere für die Industrie 4.0 erhebliches Potential.

IoT-Netze für Deutschland

Bis zu 80 Prozent der Fläche Deutschlands sollen künftig mit IoT-Netzen versorgt sein.

Sigfox, ein Funknetzwerkanbieter für das Internet der Dinge, zielt 2017 auf Expansionskurs in Deutschland ab. Nachdem aktuell 35 Prozent der Bevölkerung – inklusive großer Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Köln – mit dem Netzwerk des französischen IoT-Unternehmens abgedeckt sind, sind bald weitere Rollouts geplant: Bis Ende 2017 sollen bis zu 80 Prozent der Fläche Deutschlands versorgt sein.

Finanziert wird der Netzausbau in Deutschland in erster Linie mit Geldern aus der Rekordfinanzierungsrunde im November, bei der das französische Unternehmen insgesamt 150 Millionen Euro eingesammelt hatte. Zu den Investoren gehören u.a. Salesforce, Total, Air Liquide oder Intel. Mit der Netzerweiterung soll auch ein Ausbau der Belegschaft einhergehen: Bis Ende des Jahres plant man, die Anzahl seiner Mitarbeiter in Deutschland zu verdreifachen.

Globales drahtloses IoT-Netzwerk

Innerhalb von fünf Jahren haben die Franzosen ein globales, drahtloses Netzwerk aufgebaut, das eine einfache und kostengünstige Kommunikationslösung für das IoT bieten soll. Stand heute ist das Netzwerk in 29 Ländern präsent. Bis 2018 sollen über 60 Länder abgedeckt sein und mehr als 471 Millionen Menschen erreicht werden, heißt es in einer Pressemeldung.

Die sogenannten Low-Power-Wide-Area-Netze (LPWA) können Signale von IoT-Objekten senden und empfangen. Das Besondere der Lösung sei der niedrige Energieverbrauch, durch den die Geräte ohne externen Stromanschluss funktionieren und mit lediglich zwei AA-Batterien bis zu 15 Jahre auskommen sollen. Dabei ist laut Hersteller ein Minimum an Energie notwendig, da die Geräte allein in einem festgelegten Rhythmus „erwachen“ und senden sowie gleich im Anschluss wieder in den Ruhemodus gehen. Zudem seien mit der Markteinführung neuer IoT-Module für zwei US-Dollar im November 2016 die Investitionskosten für die Implementierung von IoT-Konnektivität in Geräten deutlich gesunken, womit nun beispielsweise auch Anwendungen mit Geräten wie Kaffeemaschinen und Werkzeugen zu niedrigen Kosten möglich sein sollen.

Fokus auf Industrie 4.0

Laut Sigfox gehört Deutschland u.a. wegen seiner starken Industrie zu den eigenen Fokusmärkten. Denn speziell Industrie 4.0 und die Verzahnung der Produktion mit dem Internet böten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für das IoT. Daher sieht man große Wachstumsmöglichkeiten – sei es durch den zunehmenden Bedarf an vorausschauenden Instandhaltungslösungen für in der Produktion eingesetzte Geräte und Maschinen oder durch die kontinuierliche Entwicklung neuer industrieller Geschäftsmodelle mit stärkerem Dienstleistungsanteil.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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