Alte Hardware neu aufpoliert

IT-Recycling: Kritische Daten sicher löschen

Werden bei ausgedienter Hardware nicht sämtliche Daten und Informationen sicher gelöscht, können diese schnell in falsche Hände geraten – und schlimme Folgen nach sich ziehen. Mit zertifizierten Prozessen für die Datenlöschung will der Dienstleister CHG-Meridian solche Szenarien vermeiden.

CHG-Meridian IT-Recycling

In Groß-Gerau widmet man sich vorrangig dem „End-of-Life“ ausrangierter Hardware.

Das im oberschwäbischen Weingarten ansässige Leasing- und IT-Dienstleistungsunternehmen bietet entlang des gesamten IT-Lebenszyklus verschiedene Services an. Dabei wird auch das Betriebsende der Hardware nicht ausgespart. Im „Rollback“ – dem Gegenteil von Rollout – werden der Abbau, die Abholung und der Transport ausgedienter Geräte in die Logistikzentren des Anbieters im hessischen Groß-Gerau und im norwegischen Skien garantiert. Dort folgen die zertifizierte Datenlöschung, Tests und Wiederaufbereitung sowie der Weiterverkauf der Geräte.

Demzufolge dreht sich im Technologie- und Servicezentrum alles um das Lebensende von Hardware. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Geräte für immer aus dem Verkehr gezogen werden. Vielmehr wird ein Großteil der Geräte neu aufbereitet – auch als Refurbishing bekannt. Anschließend fließen sie in den Wiederverkauf und damit in den Handel mit gebrauchten PCs, Notebooks oder Multifunktionsgeräten ein. Die Hardware, die sich aufgrund ihres zu hohen Alters oder schlechten Zustands auf gar keinen Fall mehr weiter veräußern lässt, wird zertifizierten Entsorgern zugeführt. „Insgesamt können wir über 95 Prozent der Geräte für einen zweiten Lebenszyklus aufbereiten. IT-Geräte, die nicht weiterverkauft werden können, werden fachgerecht mit zertifizierten Partnern recycelt“, berichtet Klaus Form, Head of Service Delivery bei der CHG-Meridian-Gruppe.

Alles in allem können sich die Zahlen und Fakten rund um den Standort in Hessen sehen lassen: Auf einer Fläche von 9.500 m2 wurden im Jahr 2015 von knapp 100 Mitarbeitern rund 490.000 Geräte wiederaufbereitet. „Insgesamt halten wir hier Kapazitäten bereit, um bis zu 800.000 Geräte jährlich zu bearbeiten“, ergänzt Reinhard Groß, Leiter Produktion im Technologie- und Servicezentrum von CHG-Meridian in Groß-Gerau.

Von Beginn an ans Ende denken


Zwar hat der Anbieter für die Rücknahme, Wiederverwertung und Entsorgung der Hardware ihrer Kunden automatisierte und zertifizierte Prozesse aufgesetzt, dennoch sollten sich die Kunden bereits während des alltäglichen IT-Betriebs Gedanken um das Lebensende ihrer Geräte und damit auch Daten machen. Denn, so betont Thorsten Staudenmaier-Föhr, Solution Manager im Bereich Service Design bei dem Unternehmen, wer „frühzeitig an die Löschung der Daten denkt, erhöht die Sicherheit und senkt die Kosten“. Dabei sei es für die Verantwortlichen sinnvoll, ein sämtliche Unternehmensprozesse abdeckendes Datenmanagement zu betreiben und etwa mit verschiedenen Schutzklassen zu arbeiten: So reicht es am Ende aus, allgemeine und interne Daten im Standardverfahren zu löschen. Bei sensiblen, kritischen und Geheimhaltungsdaten sollte die Löschung und Vernichtung hingegen gemäß der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgesehenen Vorgaben erfolgen.

Vor diesem Hintergrund hat der Leasing-Spezialist mit „Erasure“ ein Paket entwickelt, welches Löschkonzepte für diverse Datenspeicher beinhaltet. Im Zuge dessen erfolgt die Löschung kundenindividuell nach Schutzbedürfnis und Datenklassen, wobei Standards und Zertifizierungen durch unabhängige Stellen (Tüv/Dekra) gewährleistet sind. Geht es um die Vernichtung von Top-Secret-Informationen, greifen die bereits erwähnten BSI-Vorgaben.

Laut Thorsten Staudenmaier-Föhr garantiert die durchgängige Automatisierung, die keinerlei manuelle Eingriffe in die Löschung vorsieht, hohe Prozesssicherheit und eignet sich auch für die Anwendung bei großen Asset-Volumina. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Konzerne oder Behörden im Zuge eines Betriebssystemwechsels unternehmensweit in kurzer Zeit sämtliche Arbeitsplatzrechner austauschen müssen. Weitere Sicherheitsvorkehrungen, die der Anbieter getroffen hat, sind die Abholung der Hardware vor Ort beim Kunden mittels verplombter LKWs oder die Löschung der Daten in speziell abgetrennten Bereichen mit biometrischer Zutrittskontrolle allein ausgewählter Mitarbeiter des Anbieters.

Wohin mit mobilen Endgeräten?


Geht man durch die Gänge des Technologie- und Servicezentrums in Groß-Gerau, finden sich neben Notebooks, Displays, klassischen PCs und Thin Clients zunehmend auch andere Gerätschaften. So rückt die zertifizierte Datenlöschung zunehmend bei intelligenten Druckern und Multifunktionsgeräten in den Fokus. Darüber hinaus stößt man immer öfter auf Großbildschirme aus dem Bereich von Digital Signage oder auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Speziell für letztere hat der IT-Dienstleister seine Angebotspalette jüngst um neue Enterprise Mobility Solutions (EMS) erweitert.

Der Hintergrund: Laut einer Studie von IDC erhoffen sich 82 Prozent der deutschen Unternehmen durch die Umsetzung einer Mobility-Strategie deutliche Produktivitätssteigerungen. Doch trotz dieser Aufbruchsstimmung ist für viele Unternehmen der Weg zur eigenen Mobility-Lösung noch mit vielen Fragen gepflastert: Wie erhält man einen einfachen und unbegrenzten Zugang zur mobilen Arbeitswelt? Welche Services sollte die Enterprise-Mobility-Strategie beinhalten? Wer kümmert sich um die Sicherheit von Unternehmensdaten und Geräten? Vor diesem Hintergrund will man mit den neuen Enterprise Mobility Solutions eine 360-Grad-Komplettlösung bieten, die den Verantwortlichen einen umfassenden und geschützten Zugang in die Welt mobiler IT-Arbeitsplätze ermöglichen soll.

 

Freie Gerätewahl, passende Tarife


Dafür bietet man verschiedene Services entlang des gesamten Technologielebenszyklus´ für ein effizientes und sicheres Management mobiler Geräte an. Angefangen bei der Finanzierung über die Inbetriebnahme und Konfiguration bis hin zur Schadensregulierung, zum Reparaturservice, zur Rücknahme sowie der zertifizierten Datenlöschung im Technologie- und Servicezentrum in Groß-Gerau.

Punkten will man zudem mit besonderen Services. So gibt es beispielsweise keine automatische Koppelung von Gerät und Tarif: Mitarbeiter können zwischen unterschiedlichen Gerätetypen wählen, wobei die im Unternehmen verfügbaren Tarifmodelle auch weiterhin der Arbeitgeber bestimmt. Die Tarife lassen sich fortan flexibel an wechselnde Anwenderbedürfnisse anpassen, z.B. bei einem Auslandsaufenthalt oder veränderten Nutzungsgewohnheiten. Dies soll Gestaltungsfreiheit und eine nachhaltige Reduzierung der Gesamtkosten schaffen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2016. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Ein weiteres Angebot ist der Service „Mobile Care“ – für viele Kunden willkommen, denn Mobilgeräte neigen bekanntermaßen zu Schadensfällen. Hier bietet man einen ausgedehnten Risiko- und Versicherungsschutz; und zwar ohne Selbstbeteiligung oder Zuzahlung im Schadensfall. Bedienungsfehler, Sturz, Bruch, Diebstahl ebenso wie Kurzschluss, Brand, Blitzschlag oder Beschädigung durch Flüssigkeiten – viele Risiken des mobilen Gerätes sind abgedeckt. Selbst der Reparaturservice ist in der monatlichen Rate mit inbegriffen und der Kunde kann sich auf ein schnell zur Verfügung gestelltes Ersatzgerät verlassen. Im Falle eines Geräteschadens kann er so ohne lange Unterbrechung weiterarbeiten.

Bildquelle: CHG-Meridian

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