Eco-Verband präsentiert Internet Security Days 2014

Kampf gegen die Cyberkriminalität

2015 wird das Internet 25 Jahre alt. Für den Eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. ein schöner Aufhänger, um zu den Internet ­Security Days (ISD) ins Brühler Phantasialand einzuladen. Dort stellten Ende ­September internationale Sicherheitsexperten diverse Lösungen für die Bekämpfung von Cyberkriminalität vor.

Quantum, Bildquelle: Lea Sommerhäuser

Rund 800 Teilnehmer sollen in diesem Jahr bei den Internet Security Days im Quantum dabei gewesen sein.

Im Jahr 1990 fiel der Startschuss für das Internet. „Seither hat es ­eine unglaubliche Entwicklung durchlaufen“, betonte Eco-CEO Harald A. Summa am zweiten Veranstaltungstag in seiner Begrüßungsrede. Besonders die letzten 18 Monate seien für das World ­Wide Web keine angenehme Zeit gewesen. Viel Schmach und Misstrauen musste es ertragen. „Nicht umsonst sitzen wir hier nun zusammen und reden über das Internet. Schließlich gilt es, Vertrauen zu schaffen und dessen Nutzung in spezifischen Bereichen zu stärken.“ Das Internet verändere die Gesellschaft, die Politik und schließlich das gesamte Leben. Zur Bekräftigung legte Summa ein paar Zahlen vor: 79 Prozent der Deutschen über 10 Jahre würden bereits das Internet nutzen, im Alter zwischen 10 und 44 Jahren seien es nahezu 100 Prozent. Der Umsatz in der Internetwirtschaft sei gar größer als im Tourismus – Tendenz steigend.

Parallel dazu nimmt allerdings auch die Cyberkriminalität zu. So sind die Herausforderungen für Sicherheitsexperten äußerst vielfältig: angefangen bei Spam über Attacken und Angriffe jeder Art bis hin zur Absicherung diverser Hardware einschließlich mobiler Endgeräte wie Smartphones. Die Internet Security Days boten hier eine gute Gelegenheit für die Security-Experten aus aller Welt, ihr Wissen mit den Partnern und Teilnehmern zu teilen und mit ihnen über aktuelle Lösungen und Maßnahmen zu diskutieren. Dies geschah in verschiedenen Sicherheits-Sessions – größtenteils in englischer Sprache gehalten – in den Räumlichkeiten des Quantum.

Manuel Hähr, Field System Engineer bei F5, stellte beispielsweise in seinem Vortrag über E-Crime heraus, dass alle Angriffstypen und -ziele expandieren würden. „Heutzutage sind Angriffe sehr viel fokussierter und besser geplant, wobei 99 Prozent dazu dienen, Geld zu generieren“ – etwa durch den Abgriff von Kreditkartendaten oder den Weiterverkauf von wichtigen Unternehmensinformationen. Konstantin Agouros, Technical Lead Security Technologies bei Xantaro, hielt derweil einen eher technischen Vortrag für Software-Entwickler über die Wichtigkeit einer ordentlichen Programmierung. Diese würde das Leben der Angreifer deutlich erschweren. „Es gibt hierbei keinen Grund, das Rad neu zu erfinden, schließlich kann man auf bereits bestehende Dokumentationen zurückgreifen.“

Peter Hansemann, Geschäftsführer der ICN GmbH + Co. KG, referierte über das Thema „E-Mail-Verschlüsselung“ und stellte fest, dass lediglich 16 Prozent der Unternehmen überhaupt auf Verschlüsselung zurückgreifen, obgleich es die Technologie bereits seit 20 Jahren gibt. Der Grund: Viele Unternehmen denken, ihre Daten würden niemanden interessieren, oder dass die NSA diese Daten so oder so lesen könnte – ob verschlüsselt oder nicht. Ergänzend widmete sich Dr. Benjamin Heckmann, Referent für Informatik dual an der Hochschule Darmstadt, in seinem Vortrag dem Thema „Verschlüsselung und Cloud“. Er habe in den letzten Jahren sehr viel Vertrauen im gesamten Verschlüsselungskontext verloren. Zudem sei es schwer herauszufinden, wer überhaupt eine vertrauenswürdige Verschlüsselung implementieren könne.

Im Anschluss an die Vorträge fanden stets kurze Paneldiskussionen statt, in die auch die Teilnehmer eingebunden wurden. Ferner konnten sie sich im Hauptsaal des Quantum an den verschiedenen Ständen der Eco-Partner über das Thema „Internetsicherheit“ informieren und mit den Experten ins Gespräch kommen.

Bildquelle: Lea Sommerhäuser

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