Für die Zukunft gewappnet

Klare Antworten in Krisenzeiten

Unter dem Motto „IT geht in Führung“ wird auch in diesem Jahr der Deutsche IT-Leiter-Kongress (DILK) vom 28. bis zum 30. September in Düsseldorf abgehalten. Arne Petersen, Leiter Geschäftsentwicklung beim Veranstalter Fleet Events, berichtet im Interview, was die Besucher erwartet.

Arne Petersen von Fleet Events

Arne Petersen von Fleet Events möchte für den DILK 2020 das Beste aus beiden Welten, on- und offline, miteinander verbinden.

ITD: Herr Petersen, der Deutsche IT-Leiter-Kongress (DILK) findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Wie hat sich die Veranstaltung seit ihrem Debüt entwickelt?
Arne Petersen:
Mit dem Blick auf die heutige Situation und deren Anforderungen an den IT-Leiter hat sich in dieser verhältnismäßig kurzen Laufzeit schon eine Menge getan. Spätestens seit Corona hat sich das Bewusstsein für den Themenbereich des IT-Leiters sehr verändert. Die gravierendste Veränderung fand mit unserer Übernahme sicherlich vorerst hinter den Kulissen statt. Der Übergang von einem Großverlag zu einem reinen Event- und Messeveranstalter wird sich insbesondere bei der Umsetzung vor Ort und dem neuen Erlebnisfaktor zeigen.

ITD: Auf welche Neuheiten dürfen Besucher in diesem Jahr gespannt sein?
Petersen:
Wir haben von dem ehemaligen Veranstalter eine gute Basis übernommen und freuen uns sehr darauf, diese mit Augenmaß weiterzuentwickeln. Unserer Expertise sind die Live-Kommunikation und die professionelle Inszenierung von Events. Wir haben den Anspruch, für Teilnehmer, Partner und Referenten eine informative, erlebnisreiche und nachhaltige Veranstaltung zu schaffen. Das heißt inspirierende Vorträge, interessantes Networking und eine lernfördernde Atmosphäre. Nicht zu vergessen die digitalen Erweiterungen: Gerade bei dieser Zielgruppe möchten wir die Möglichkeiten, die sich uns digital bieten, auch ausschöpfen. Unser neu entwickeltes Digitalformat „5-4live“ geht im Juni mit der ersten Zahnärztlichen Digitaltagung an den Start und wird auch für eine digitale Erweiterung des DILK zur Verfügung stehen. Alle reden von hybrid – wir werden das Beste aus beiden Welten, on- und offline, miteinander verbinden.
Aber selbstverständlich sieht eine Veranstaltung unter Corona-Bedingungen anders aus als gewohnt. Dafür liegen viele Konzepte bereit, die wir den bis dahin geltenden Anforderungen anpassen werden. Unsere Überlegungen reichen von ganz neuen Catering-Konzepten über den Bau des gesamten Setups in großen Messehallen bis hin zu dezentralen, über viele Standorte verteilte Parallel-Events. Egal wie wir es am Ende umsetzen, alles wird so sicher, aber auch unterhaltsam organisiert, dass die Kongressbesucher auf jeden Fall eine gute Zeit haben werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05-06/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITD: Wie reagieren Sie inhaltlich auf die Krise?
Petersen:
Corona hat uns thematisch in die Zukunft katapultiert. Eine zentrale Erkenntnis aus dieser außergewöhnlichen Situation ist, dass der IT-Leiter eine große Bandbreite an Wissen und Fähigkeiten mitbringen muss. Das reicht vom Masterplan für die Arbeitskultur der Zukunft über Datenschutz im virtuellen Office bis hin zu Anti-Stress-Rezepten für Home-Office-Zeiten. Die vergangenen Wochen habe alles von den Teams abverlangt: In kürzester Zeit mussten die Büros auf Remote umgestellt werden. Dabei saß die IT selbst im Homeoffice und musste von dort aus eine funktionierende Administration bereitstellen. Und das mit den individuellen Datenschutzanforderungen eines jeden Unternehmens. Hier war nicht nur Fachwissen gefragt, sondern auch Empathie und Improvisationsfähigkeit – ganz wichtig!
Wir nehmen alle Learnings aus den vergangenen Wochen mit und schauen nach vorn. Große Themen wie Umweltschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit liegen auch auf dem Schreibtisch des IT-Leiters. Insgesamt übernimmt er eine immense Verantwortung und – wie das Motto „IT geht in Führung“ schon sagt – eine führende Rolle im Unternehmen.

ITD: Aus diesem Grund ist auch die Vermittlung von Führungsstrategien ein wichtiger Programmaspekt. Was können die Besucher davon erwarten?
Petersen:
Die Krux: Einen guten ITler merkt man nicht – solange alles reibungslos funktioniert. Wir wollen ihm aber aus dieser passiven Rolle in eine aktive verhelfen. Es liegen große Aufgaben vor ihm, die angegangen werden müssen. Dazu bedarf es Motiva­tion, Selbstbewusstsein und einer bestimmten Haltung. Um dieser neuen Mission gerecht zu werden, bekommt er auf dem Kongress hilfreiche Tools und Know-how an die Hand. Neue, moderne Methoden: weniger Fokus auf Technik, sondern mehr Skills wie Teamführung, Mitarbeitermotivation und Kommunikationsstärke. Das sind heute die Faktoren für Erfolg. Sehr passend dazu ist z. B. der Vortrag „Vom IT-Leiter zum Innovations-Rockstar“. Wichtig ist uns, dass alle Teilnehmer neue Anregungen mit nach Hause nehmen und die Energie, Dinge auch zu verändern.

ITD: Die IT-Sicherheit spielt beim DILK seit der ersten Stunde eine wichtige Rolle. Worauf müssen sich die Fachkräfte Ihrer Meinung nach in Zukunft einstellen, wenn es um den Schutz der firmeneigenen IT-Infrastruktur geht?
Petersen:
Die Arbeitsplatzflexibilität hat spätestens seit Corona massiv zugenommen. Und das Rad wird sicherlich nicht mehr zurückgedreht. Wenn Mitarbeiter sich aus dem Home Office vom eigenen Rechner und von diversen mobilen Endgeräten aus einloggen, ist das eine große Herausforderung für die IT.
Gleichzeitig ist die Haftbarkeit für Daten nach der DSGVO sehr gestiegen, Daten-Leaks sind existenzgefährdend. Das ist die herausfordernde Ausgangsbasis. Die Chance, attackiert zu werden, ist größer geworden, die Anforderung an Sicherheit entsprechend gestiegen.
Daher ist der gesamte Themenbereich Sicherheit ein zentrales Thema des Kongresses, mit Informationen zu Datenschutz, KI, Blockchain und Co. Wir klären z. B. auf, warum „Dark Data“ Gefahr und Schatz zugleich ist, informieren darüber, was IT-Leiter über IoT, Big Data und eben KI ­wissen müssen, und erarbeiten mit Prof. Scheidemann konkrete Lösungen für mehr Informationssicherheit im Unternehmen. Prof. Schmidtmann referiert über die Kosten von IT-Sicherheit und wie IT-Leiter diese Investitionen kompetent managen können. Last, but not least spielt bei aller IT-Sicherheit der „Faktor Mensch“ eine entscheidende Rolle – dem widmet sich der DILK 2020 ebenfalls.

ITD: Welche Trends sind neben den klassischen Dauerbrennern im Programm zu spüren?
Petersen:
Viele Vorträge befassen sich mit modernen Themen, die für die Zukunft weiterhelfen können. Die Schlagworte unserer Zeit werden sich selbstverständlich auch in unserem Programm wiederfinden: Dazu zählen das virtuelle Office genauso wie dezentrales Arbeiten und Videokonferenzen – und die damit einhergehenden Anforderungen an den ITler.
Wir wollen Antworten auf die Themen geben, die in der Corona-Krise deutlich geworden sind. Aber vor allem wollen wir die Teilnehmer des DILK in eine gute Starposition versetzen, um die Chancen daraus nutzen zu können.

Bildquelle: Tim Riediger

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