Agile Software-Entwicklung

Klare Regeln für DevOps

Interview mit Karsten Flott, Sales Engineer bei App Dynamics, über klar abgestimmte Regeln und Zuständigkeiten bei DevOps-Konzepten im Rahmen einer agilen Software-Entwicklung

Karsten Flott, App Dynamics

Karsten Flott, Sales Engineer bei App Dynamics

IT-DIRECTOR: Herr Flott, welche Rolle spielen DevOps-Methoden für Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation?
K. Flott:
DevOps-Methoden ermöglichen die notwendige Agilität bei der Adressierung von neuen, sich ständig wandelnden Anforderungen an die digitale Transformation. Diese müssen in der Entwicklung schnell umgesetzt und die neuen Anpassungen umgehend im Produktivsystem ausgerollt werden.

IT-DIRECTOR: Welche Voraussetzungen müssen in den Anwenderfirmen gegeben sein, damit DevOps-Projekte nicht von vornhinein zum Scheitern verurteilt sind?
K. Flott:
Der Austausch zwischen Betrieb und Entwicklung muss auf dem Bewusstsein basieren, dass beide Teams gleichermaßen für den erfolgreichen Betrieb einer Anwendung verantwortlich sind. Dazu bedarf es klar aufeinander abgestimmte Regeln und Zuständigkeiten in der Zusammenarbeit.

IT-DIRECTOR: Was bremst DevOps-Vorhaben Ihrer Erfahrung nach am häufigsten aus?
K. Flott:
Die traditionelle Rollenverteilung in IT-Betrieben und die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche von Entwicklung und Betrieb sind eine Herausforderung, bei der Einführung von DevOps-Strategien. Gut geschultes Personal in Bezug auf den effizienten Einsatz von DevOps-Methoden ist für den Erfolg entscheidend.

IT-DIRECTOR: Auf welche Herangehensweisen und Tools sollten die Verantwortlichen bei der Etablierung von DevOps-Konzepten zurückgreifen?
K. Flott:
Sinnvollerweise greift man auf Tools zurück, mit denen die Teams bereits Erfahrungen haben oder die deren Anforderungen und Vorlieben am besten entsprechen. In Frage kommt eine Vielzahl unterstützender Tools, die einen spezifischen Nutzen im DevOps-Prozess bieten. Hierzu gehören Git, Maven, Scrum, Kanban, Jenkins sowie Tools für die Überwachung der Ergebnisse und Erfolge anhand von modernen Application-Monitoring-Lösungen.

IT-DIRECTOR: Welche DevOps-Standards sollte man auf jeden Fall beachten?
K. Flott:
Grundsätzlich dürfen Tools für das Application Release Management und Continuous Integration nicht fehlen. Diese unterstützen die notwendige Agilität in der Entwicklung neuer Funktionen bei gleichzeitiger Sicherstellung vorhandener Deployment- und Sicherheitsstandards.

IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielen Testing und Monitoring bei der Software-Entwicklung gemäß DevOps-Prinzipien?
K. Flott:
Man kann nur verifizieren, optimieren und beheben, wenn man eine Transparenz über die Servicegüte einer Applikation hat. Diese Transparenz schaffen nur Monitoring-Lösungen im Zusammenspiel mit Tests. Allerdings sollten solche Lösungen zudem Hinweise für die Entwicklung bereitstellen können, damit im Fehlerfall ganz im Sinne von DevOps schnell und agil reagiert werden kann. Tests sollten unbedingt auch Aufschluss über die erfolgreiche Funktionsweise einzelner Teilkomponenten geben.

IT-DIRECTOR: Inwieweit gibt es Grenzen für die Nutzung von DevOps-Verfahren? Für welche Applikationen sind diese eher ungeeignet?
K. Flott:
Da DevOps mit agiler Anpassung von Applikationen an den Geschäftsbedarf einhergeht, sind statische, sich kaum ändernde Applikationen weniger geeignet. DevOps bei dieser Art von Applikationen zu etablieren, ist daher wenig sinnvoll, weil das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen dagegen spricht.


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