Konzepte für Managed Print Services (MPS)

Kosten für Drucker und Output senken

Im Interview erklärt Jens Greine, Leiter Vertrieb Fachhandel bei Epson Deutschland, wie sich mittels aktueller Konzepte für Managed Print Services (MPS) die Kosten für Drucker sowie das gesamte Output-Management senken lassen.

Jens Greine, Epson Deutschland

Jens Greine, Leiter Vertrieb Fachhandel bei Epson Deutschland

IT-DIRECTOR: Herr Greine, „Managed Print Services (MPS)“ werden bereits seit längerem angeboten. Wie schätzen Sie aktuell deren Verbreitung bei Großkunden bzw. in mittelständischen Unternehmen ein?
J. Greine:
Es haben sich praktisch schon alle Großunternehmen mit dem Thema MPS beschäftigt und viele setzen auch auf eine solche Lösung. Die Unternehmen versuchen so, ihre noch weitgehend zentral aufgebaute Druck- und IT-Infrastruktur zu managen. Anders sieht es bei den kleineren und mittelständischen Firmen aus, bei denen es noch viele gibt, die sich erst seit kurzem mit diesen Konzepten und deren Implementierung in die Unternehmensprozesse auseinandersetzen. Daher sehen wir speziell in diesem Segment noch viel Potential und adressieren mit unserem Leistungsangebot alle Handelspartner, die eben diese Zielgruppe bedienen.

IT-DIRECTOR: Was veranlasst die Verantwortlichen heutzutage konkret dazu, auf Managed Print Services (MPS) zu setzen?
J. Greine:
Auf die Anforderung eines Unternehmens zugeschnittene MPS-Konzepte sind geeignet, die durch das Drucken anfallende Kosten erheblich zu senken. Dabei umfassen manche MPS-Systeme nicht nur den Druckbereich, sondern verschlanken und optimieren auch angrenzende Prozesse beispielsweise die Lieferkette betreffend. Bei einigen Modellen sind so Kostensenkungen von bis zu 40 Prozent erreichbar. Unsere Fachhandelspartner wählen aus einem breiten Portfolio professioneller Drucklösungen und erarbeiten darauf basierend optimale Systeme für jedes Unternehmen. Dabei wird je nach Wunsch des Kunden entweder nur ein Teilbereich einbezogen oder der gesamte Prozess von der Ist-Aufnahme bis zum Fulfillment abgedeckt.

IT-DIRECTOR: Welche wirtschaftlichen und technologischen Gründe sprechen vor allem für die Nutzung von Managed Print Services?
J. Greine:
Der wichtigste wirtschaftliche Grund besteht darin, dass viele Unternehmen mit passenden Drucklösungen und damit einhergehend optimierten Funktionsprozessen ihre Kosten deutlich senken. Außerdem werden alle anfallenden Druckkosten transparent und nachvollziehbar dargestellt, sodass eine Budgetkontrolle erheblich einfacher wird. Leistungsstarke Tintenstrahldrucker wie beispielsweise unsere Workforce-Pro-RIPS-Drucker tragen dank ihrer sparsamen Technologie sowie hohen Reichweite von bis zu 75.000 Seiten pro Tintenset zu diesen Einsparungen bei, denn neben einem um bis zu 80 Prozent geringeren Stromverbrauch gegenüber Laserdruckern wirkt sich auch die enorm hohe Reichweite der Geräte aus – denn auch durch Service der Drucker und Wechsel von Verbrauchsmaterial anfallende Prozesskosten schlagen deutlich zu Buche.

IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert nehmen Sicherheitsfragen sowie die Einhaltung bestimmter Vorgaben seitens der Kunden in MPS-Projekten ein?
J. Greine:
Es ist sehr wichtig, Anforderungen der Kunden in diesem Bereich zu berücksichtigen, denn deren Anforderungen an ein sicheres Drucken steigen. Wir entwickeln zu diesem Zweck einfach zu nutzende Lösungen. So gibt es beispielsweise verschiedene Autorisierungs- und Kartenlösungen, die sich auf die unterschiedlichen Anforderungen anpassen lassen. Genannt sei hier exemplarisch das „Follow-me-Print“-System, bei dem ein Nutzer zunächst in eine Warteschlange druckt und sich den Druck nach Autorisierung am Drucker, durch beispielsweise eine ID-Karte, abholt. Dabei kann sich der Nutzer den Druck an einem beliebigen Drucker im Netzwerk abholen. Der Druck folgt also gewissermaßen dem Anwender.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig sind den IT-Verantwortlichen im Rahmen von Output-Projekten generell verschiedene Umweltaspekte, z.B. die Energieeffizienz oder Toner-Emissionen der Geräte?
J. Greine:
Diese Aspekte werden immer wichtiger, denn Energieeffizienz hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Wer weniger Strom verbraucht, spart Kosten und tut Gutes für die Umwelt. Business-Inkjet-Drucker der Workforce-Pro-Reihe verbrauchen beispielsweise bis zu 80 Prozent weniger Strom als Laserdrucker ohne irgendwelche Leistungseinbußen. Die Frage nach schädlichen Toner-Emissionen stellt sich beim Tintendruck erst gar nicht. Um möglicherweise schädliche Emissionen zu verhindern, hat der neue Blaue Engel nach RAL UZ-171 nur für Laserdrucker einen Emissionstest eingeführt. Weil Tintenstrahldrucker technologiebedingt sehr emissionsarm sind, müssen diese den Test gar nicht erst durchlaufen. Das wäre sonst so, als ob ein Elektroauto zur Abgasuntersuchung müsste.

IT-DIRECTOR: Auf welche Zertifizierungen oder Gütesiegel sollte man in diesem Umfeld besonders achten?
J. Greine:
Es gibt verschiedene Siegel von Unternehmen und auch NPOs, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben. Dabei haben verschiedene Auszeichnungen unterschiedliche Reichweiten und Aussagen. Geht es beispielsweise um das Thema Energieeffizienz, muss das Energy-Star-Zertifikat genannt werden. Weiter haben wir das „Blaue Engel“-Logo des Umweltministeriums und des Umweltbundeamtes. Bei ihm geht es darum, Anwendern eine Entscheidungshilfe zu geben, welche Geräte besonders energieeffizient und emissionsarm sind. Zur Orientierung: Die neuen Business-Inkjet-Drucker der Workforce-Pro-8000er- und 5000er-Reihen inklusive der RIPS-Varianten unterschreiten diese mit dem neuen Logo deutlich verschärften Grenzwerte mehr als deutlich. Zusätzlich fordert das neue Logo einen speziell auf Laserdrucker (elektrofotografische Geräte) zugeschnittenen Test, der die beim Druck entstehenden Feinstaubpartikel misst. Tintenstrahldrucker müssen diesen Test nicht durchlaufen.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig ist die Reduzierung von CO2-Emissionen für Sie als Hersteller? Welche Wege haben Sie hier eingeschlagen?
J. Greine:
Wir haben uns mit der „Agenda 2050“ sehr ehrgeizige Ziele gesetzt. So wollen wir die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg um 90 Prozent senken. Bereits seit 1993 wird bei uns FCKW-frei produziert. Eine optimierte Nutzung natürlicher Ressourcen wird schon in der Designphase der Produkte berücksichtigt und in einen Recycling-Kreislauf einbezogen.

IT-DIRECTOR: Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte wird das Drucken von unterwegs für die Nutzer immer wichtiger. Welche praktikablen Methoden und Technologien existieren hierfür im Moment?
J. Greine:
Es gibt für Firmenkunden verschiedene Lösungen. Zunächst gibt es bestimmte proprietäre Systeme wie Google-Cloudprint oder Apple-Airprint, die von Plattformanbietern bereitgestellt werden und auch nur innerhalb dieser Infrastruktur verfügbar sind. Bei den nicht proprietären Systemen wird beispielsweise E-Mail-Printing gerne angewendet, weil hier einem Drucker eine E-Mailadresse zugewiesen wird, an die dann die zu druckenden Dateien gesendet werden. Das ist einfach und schnell. Beim Einsatz unserer Drucker bietet die iPrint-App eine gute Lösung, da hier auch spezifische Druckereigenheiten berücksichtigt werden, was bei den allgemeinen Drucklösungen nicht möglich ist.

IT-DIRECTOR: Wie haben Sie als Hersteller die mobile Thematik gelöst – welche Lösungen bieten Sie speziell hierfür an?
J. Greine:
Wir bieten Anwendern von iOS, Android, Blackberry und Windows-Mobile-Geräten mit der kostenlosen App iPrint viele Möglichkeiten des mobilen Druckens sowie Scannens. Anwender öffnen mit dieser App die zu druckende Datei, verbinden sich dann mit dem gewünschten Drucker und starten den Druck. Außerdem bieten wir mit E-Mail-Print-for-Enterprise ein System an, mittels dem Firmen Dokumente auf sichere Art und Weise direkt an den Drucker senden. Dieses sichere System lässt sich nahtlos in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren.

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