Wartungsverträgen und Aktualisierungszyklen

Kosten reduzieren

Eine neue Studie befasst sich mit Kostenreduzierung durch gezielte Überprüfung des Status Quo bei Wartungsverträgen und Aktualisierungszyklen.

Angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage steht Ausgabenmanagement hoch im Kurs; Betriebsbudgets bleiben unverändert oder werden gar gekürzt. Fast 40 % aller IT-Budgets entfallen auf die Infrastruktur. Unternehmen müssen daher auf kosteneffektivere Lösungen umstellen. Die Devise lautet: unnötige IT-Kosten reduzieren. Allerdings entgehen vielen Unternehmen jedes Jahr beträchtliche Einsparungen, weil sie ihre Netzwerkinfrastruktur vorzeitig aufrüsten und laufende Wartungsverträge nicht optimal ausschöpfen.

Eine Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Network Hardware Resale 2 ergab, dass der Kostendruck zwar einer enormen Zahl (76 %) von IT- Entscheidungsträgern Kopfzerbrechen bereitet, viele von ihnen sich jedoch nicht der Optionen für alternative Wartungsverträge bewusst sind und in Bezug auf Hardwarezyklen zu sehr auf den Rat ihrer aktuellen Anbieter vertrauen. Der Studie zufolge geben Anbieter das Ende des Produktlebenszyklus vor, was dazu führt, dass oftmals unnötiger und teurer Ersatz für IT-Geräte angeschafft wird, die noch einen Marktwert haben und deren mittlere störungsfreie Zeit sich auf über 20 Jahre beläuft.

Weitere Ergebnisse der Studie sind:

  • End-of-Life-Geräte werden vorzeitig ausrangiert: Bis zu 79 % aller Unternehmen rüsten ihre kabelgebundene Netzwerkinfrastruktur alle ein bis fünf Jahre auf und folgen damit den von Anbietern empfohlenen Durchschnittswerten für die Branche. 85 % der Befragten gaben an, dass sie ihre alte Netzwerkausstattung behalten hätten, wenn weiterhin Unterstützung durch den Anbieter verfügbar gewesen wäre.
  • Geringe Investitionsrentabilität bei OEM-Wartungsservices: Mehr als 80 % aller Unternehmen erwerben Wartungsverträge von ihrem Gerätehersteller, obwohl sie den Nutzen nicht sehen und Unmut über falsch dargestellte Kosteneinsparungen, neue Gebühren und inflexible Preismodelle äußern.
  • Unzureichende Kenntnisse über Wartungsoptionen von Drittanbietern: Lediglich 21 % gaben an, dass sie bei Verhandlungen über Service- und Wartungsverträge auch Angebote von Drittanbietern einholen, aber 80 % würden Wartungsservices eines Drittanbieters nutzen, wenn diese günstiger wären als der aktuelle Vertrag [siehe Abbildung 1].


Für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und maximale Investitionsrentabilität empfehlen die Macher der Studie Folgendes:

  • Vorzeitige und unnötige Upgrades vermeiden. Unternehmen sollten realistisch einschätzen, welche Services sie benötigen und welche ihre Infrastruktur bereitstellen kann.
  • Nicht für Software-Updates zahlen, wenn es keine gibt oder wenn sie kostenlos verfügbar sind. Wartungsverträge mit OEMs sind kostspielig und bieten nicht immer Wartung und Upgrades für die Hardware, die der Kunde tatsächlich einsetzt. Organisationen sollten laufende Wartungsverträge sorgfältig prüfen, um herauszufinden, wo Betriebsausgaben eingespart werden können.
  • Angebote für Wartungsverträge von verschiedenen Wiederverkäufern und auch Drittanbietern einholen. In Bezug auf die Infrastruktur besteht eine Möglichkeit zur Kostensenkung darin, Wartungsverträge genauso zu behandeln wie Neuanschaffungen. Wenn es also in einem Unternehmen üblich ist, Netzwerkupgrades an verschiedene Hersteller auszuschreiben, sollte dieses Verfahren auch bei Wartungsverträgen angewandt und auf Drittanbieter ausgeweitet werden.
  • Nicht nur auf Robustheit achten, sondern auch Kriterien wie Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität und Langlebigkeit berücksichtigen. Wenn IT-Entscheidungsträger wissen, dass die Infrastruktur unzureichend ausgelastet wird, der Gerätelebenszyklus länger ist als Branchenberichte vermuten lassen und Geräte auch nach dem End-of-Life (EoL) noch genutzt werden können, lassen sich die getätigten Investitionen besser ausschöpfen.

Die vollständige Studie findet sich unter http://global.networkhardware.com/Forrester-Challenging-Status-Quo-TLP.html

Bildquelle: Hofschlaeger / pixelio.de

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