BPW-Gruppe führt SAP Sales Cloud ein

Kundenpflege aus der Cloud

Das nordrhein-westfälische Wiehl ist Stammsitz der BPW Bergische Achsen KG, einem internationalen Mobilitäts- und Systempartner für Transport- und Logistikunternehmen. Mehr als 2.400 Mitarbeiter gibt es allein in Deutschland, rund 7.200 sind weltweit bei den Unternehmen der Gruppe beschäftigt.

Kundenpflege aus der Cloud

Der Logistik-Spezialist BPW setzt die Sales Cloud aus der SAP-C/4Hana-Suite ein, um sein Customer-Relationship-Management zu optimieren.

Als tägliche strategische Herausforderung stehen flexiblere und schnellere Geschäftsprozesse sowie die Forderung nach mehr internationaler Transparenz und Technologieführerschaft auf fast jeder Konzernagenda. In vielen Fällen existieren aber dezentrale, individuelle IT-Lösungen in den einzelnen Gesellschaften, die das behindern. Nicht selten gibt es dabei sogar doppelte Datenhaltung, die in der Regel eher Ressourcen bindet, als effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

Ähnlich war auch der Logistik-Spezialist strukturiert. Deshalb setzte sich die Unternehmensleitung das Ziel, bis Ende 2017 ein einheitliches, zukunftsfähiges und flexibleres CRM-System in Betrieb zu nehmen: mit einer weltweiten Datenzentralisierung, mehr Mobilität und der Standardisierung von Vertriebs- und Marketingprozessen rund um den Globus. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der SAP Sales Cloud als Komponente der C/4Hana Suite, der web-basierten Customer-Relationship-Management-Lösung (CRM). Als Implementierungs-Dienstleister entschied sich das Unternehmen für Uniorg, die mit langjähriger Erfahrung im SAP-Integrationsumfeld und im C/4HANA-Bereich das Projekt übernahmen.  Das Ziel für die Realisierung hieß zunächst, innerhalb von drei Monaten zunächst drei von insgesamt 20 Ländern produktiv zu setzen – Deutschland, Schweden und die Schweiz.

„Wir nutzen das Tool zur Optimierung von Vertriebsprozessen sowie den Aufbau zuverlässiger und schneller Informationskanäle. Darüber hinaus ermöglicht uns die Cloud die Einführung mobiler Lösungen und die Integration heterogener Systemlandschaften. Nicht zuletzt können nun alle auf dieselben Datensätze zugreifen, was die internationale Zusammenarbeit der Gesellschaften erleichtert“, sagt Anja Lachnit, Projektleiterin bei BPW.

Als Herausforderungen für die Projektbeteiligten nennt Thomas Voß von Uniorg vor allem das Definieren unternehmensweit einheitlicher Prozesse und die Integration multipler SAP- sowie Non-SAP-Backendsysteme mit einer Sales Cloud in einem eng gesteckten Zeitrahmen. „Wir haben hier viele wichtige Erfahrungen sammeln können, denn auch für uns war es zu der Zeit das erste internationale Sales-Cloud-Projekt in dieser Komplexität“, so Thomas Voß rückblickend. „Von Vorteil war, dass wir uns gemeinsam auf ein ‚Agiles Projektmanagement’ unter der Verwendung der Scrum-Methodik verständigen konnten, mit der man auf kurzfristige Veränderungen und neue Prioritäten weitaus schneller und flexibler reagieren kann“.

Nachdem Ende 2017 die Grundfunktionalitäten zur Verfügung standen, galt das Augenmerk 2018 den funktionalen Erweiterungen und den ersten Rollouts in europäischen Landesgesellschaften. So sollte die bisherige Lösung zur Abbildung von Verkaufsmessen, samt der erforderlichen Vor- und Nachbereitungsprozesse, abgelöst und in der Marketingkomponente der Sales Cloud abgebildet werden. Hierbei standen sowohl die zentralisierte Datenhaltung sämtlicher Informationen als auch die Automatisierung im Mittelpunkt. Nach einer Generalprobe auf der Speditions- und Transportmesse Elmia in Schweden wurde die Lösung im September 2018 auch auf der IAA vorgestellt.

BPW hat die nächsten Projekte schon im Blick: Nach den bisherigen Erfolgen wird es auf der Basis des vorhandenen Templates in 2019 Rollouts in Polen, der Türkei, Frankreich, Dänemark, Italien und Benelux geben. Parallel dazu sind weitere funktionale Erweiterungen des Templates geplant.

Bild: Thinkstock/iStock

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