Kontrolle durch Wirtschaft und Regierung

Malware und Hackern vorbeugen

Die Ergebnisse des jüngst veröffentlichten „Unisys Security Index“ ergaben unter anderem, dass sich die deutsche Bevölkerung mehr Einsatz seitens der Wirtschaft und Regierung wünscht, um Malware, Datenspionage und Hackerangriffe zu verhindern.

Gemäß der Untersuchung sind 77 Prozent der Teilnehmer dafür, dass staatliche Einrichtungen Überwachungswerkzeuge gegen Malware- und Hackerattacken einsetzen, wobei 73 Prozent das auch von privaten Unternehmen erwarten. Dabei folgt die Erhebung aktuellen Berichten über zunehmende Onlinebedrohungen sowie wachsendem Potential für staatlich geförderte Cyberangriffe aus dem Ausland. Die Mehrheit der Deutschen fordert zudem strenge Kontrollen beim Einsatz von Hackern in öffentlichen Institutionen, die Cyberangriffen entgegenwirken sowie IT-Sicherheitslücken, Netzwerkanfälligkeiten oder etwa illegale Aktivitäten innerhalb der Organisation aufdecken sollen.

Ganze 62 Prozent, so die Studie weiter, verlangen strenge gesetzliche Richtlinien und 76 Prozent wollen eine unabhängige Prüfinstanz, welche den Einsatz von Hackern in öffentlichen Institutionen überwacht. Wie jüngst zu lesen war, antworten Regierungen und Strafverfolgungsbehörden auf die IT-Sicherheitslücken, indem sie Hacker einstellen, um gegen Cyberterrorismus zu kämpfen. Die Forderung nach verstärkter Prävention gegen Malware- und Hackerangriffen durch die Öffentlichkeit geht auch mit den Bestrebungen von ENISA, der European Network and Information Security Agency des Europäischen Parlaments, einher. Damit soll der Fokus mehr auf Prävention und Vorbeugung im Bereich Cybersicherheit gelegt werden, was auch ein häufig diskutiertes Thema innerhalb der deutschen Bevölkerung darstellt.

Signifikante Sicherheitsbedenken

Die Ergebnisse sind laut Anbieter Teil des im März 2013 durchgeführten Index. Dabei wurden Verbraucher aus zwölf Ländern – darunter circa 1.000 deutsche Teilnehmer – über ihre Ansichten zu einer Reihe von Sicherheitsbedenken befragt. Demnach steigen die Bedenken der Deutschen seit der letzten Erhebung im Frühjahr 2012 signifikant an. So soll der Gesamtwert des Index, der neben der persönlichen Sicherheit, nationale, finanzielle und Internetsicherheit untersucht, in Deutschland von 135 (insgesamt moderate Sicherheitsbedenken) um 18 Punkte auf einen Wert von 153 auf einer Skala von 300 gestiegen (insgesamt ernsthafte Sicherheitsbedenken).

Der Indexwert für Internetsicherheit ist dem Index zufolge mit 165 am höchsten, für nationale Sicherheit mit 135 am niedrigsten. Wie auch schon in den Jahren zuvor, bleibt die Sorge Nummer eins der befragten Deutschen das Thema Identitätsdiebstahl. 73 Prozent sind laut Umfrage extrem oder sehr besorgt darüber, dass ihre persönlichen Daten gestohlen oder missbraucht werden. An zweiter Stelle folgt Kreditkartenbetrug (65 Prozent haben extreme bzw. hohe Bedenken) und an dritter Stelle Computersicherheit (Viren und Spam-Attacken; 60 Prozent haben hier extreme bzw. hohe Bedenken).

Der aktuelle Index befragte deutsche Verbraucher auch hinsichtlich ihrer Bedenken zur Sicherheit ihrer persönlichen Daten in verschiedenen Branchen. Am schlechtesten schneiden Banken ab. 81 Prozent sind demnach sehr besorgt, dass hier die Datensicherheit verletzt werden könnte und ihre persönlichen Daten gefährdet sein könnten. 78 Prozent haben ähnliche Bedenken in Bezug auf Telekommunikations- und Internet-Service-Provider. Hingegen sehen 69 Prozent ihre Datensicherheit im Gesundheitswesen gefährdet. Gegenüber Einrichtungen der öffentlichen Hand sind zwei Drittel der Befragten in Punkto Datensicherheitsverletzungen sehr besorgt.http://www.unisyssecurityindex.com/

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Bildquelle: Dieter Poschmann/Pixelio.de

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