Modern Workplace

Managed Print Services sind etabliert

Welche Rolle Managed Print Services in der modernen Arbeitswelt spielen, erklärt Hartmut Husemann, General Manager bei HP Deutschland, im Interview.

Hartmut Husemann, HP Deutschland

Hartmut Husemann, General Manager bei der HP Deutschland GmbH

IT-DIRECTOR: Herr Husemann, was macht in Ihren Augen heutzutage einen modernen, digitalen Arbeitsplatz aus?
H. Husemann:
Es gibt nicht „den“ digitalen Arbeitsplatz. Dazu sind die Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeiter zu unterschiedlich. Während die Kollegin aus der Entwicklungsabteilung keine Kompromisse bei der Leistung ihres Rechners machen kann und sich so für eine Workstation entscheidet, wird ihr Vertriebskollege eher ein möglichst kompaktes Notebook bevorzugen das er im Handumdrehen zum Präsentieren im Verkaufsgespräch aufstellen kann. Beide eint der Bedarf an einer mobilen Lösung. Sie ist dem Trend geschuldet, dass Arbeit mittlerweile nicht mehr ausschließlich im Büro stattfindet – sondern je nach Bedarf, im Home Office, im Café, Zug oder auf dem Flughafen. Diese Flexibilität erwarten die Mitarbeiter auch von ihrem „digitalen Werkzeug“. Wichtig bei der mobilen Nutzung sind neben der Leistungsfähigkeit vor allem die Sicherheitslösungen – die angefangen vom Sure View (eingeschränktes Blickfeld) bis hin zum gesicherten Webzugang zur Verfügung stehen müsssen.

Angekommen im Büro wollen sie dann natürlich keine Kompromisse bei Ergonomie und Einfachheit machen. Auch hier unterstützt HP mit leistungsstarken Monitoren – von High-End-Geräten mit maximaler Farbtreue und Kalibrierbarkeit bis hin zu professionellen Office-Bildschirmen, die in Bezug auf die Ergonomie optimal an die Anforderungen ihres Nutzers angepasst werden können. Die neue Thunderbolt Docking sorgt zudem dafür, dass für den Anschluss des Notebooks am Arbeitsplatz nur ein Kabel nötig ist, welches neben der Verbindung an die erforderliche Peripherie wie Netzwerk, Tastatur, Maus, Bildschirme, Drucker etc. auch die Versorgung mit Ladestrom übernimmt.

Aus Sicht der IT kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt hinzu: Statt die PC-Hardware zu kaufen, setzen immer mehr Unternehmen mittlerweile auf Workplace-as-a-Service-Lösungen. Dabei wird die komplette Hardware zu einem monatlichen Fixpreis von HP und seinen Partnern zur Verfügung gestellt und bei Bedarf auch gewartet.

IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielen Output-Geräte und Managed Print Services in modernen Arbeitswelten?
H. Husemann:
Managed Print Services haben sich in der modernen Arbeitswelt bereits etabliert. Auch in Zukunft spielen Drucker und Multifunktionsgeräte weiterhin eine sehr große Rolle. Auch wenn die Mitarbeiter mobiler und digitaler sind, so hält sich die Zahl der Ausdrucke noch immer auf gleichbleibend hohem Niveau. Gewachsen sind die Ansprüche an zusätzliche, integrierte Lösungen: Der Zugriff auf Multifunktionsgeräte muss von überall möglich sein – Anwendungen wie Scannen und automatische Workflow-Integration werden auch immer mehr genutzt. Output-Geräte werden immer mehr auch als Input-Device genutzt, um Prozesse digital und schneller zu starten. Reparaturen oder Ausfallzeiten aufgrund von leeren Verbrauchsmaterialien sind nicht akzeptabel. Angesichts interner IT-Abteilungen, die sich zunehmend auf andere Kompetenzen konzentrieren müssen, wird die Wartung, Reparatur und die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien ausgelagert. Vor einem solchen Managed-Print-Services-Vertrag steht allerdings zunächst die perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmte Druckerflotte. Ein Ergebnis einer detaillierten Bedarfsanalyse – die über die Vertragslaufzeit immer wieder überprüft und angepasst werden muss.

IT-DIRECTOR: Moderne Arbeitsplätze brauchen nicht nur neue Technologien, sondern auch flexible Arbeitsweisen und eine offene Kommunikationskultur. Nicht selten trifft man in Unternehmen jedoch auf traditionelle Hierarchien und verkrustete Kommunikationsprozesse. Wie lassen sich diese beiden Welten zusammenbringen?
H. Husemann:
Es braucht Zeit, die Kultur der Kommunikation innerhalb eines Unternehmens zu ändern. Unterstützt wird dies durch die vielen jungen Mitarbeiter, die heute mit einem völlig anderen Selbstverständnis bei der Kommunikation in den Firmen ihre ersten Jobs übernehmen. Von HP können wir mit einer entsprechend ausgestatteten, flexiblen IT-Hardware die Voraussetzung für eine veränderte Kommunikation schaffen. Der Trend zu modernen, cloud-basierten Infrastrukturen und der Einsatz von Notebooks als Kommunikationszentrale ist nicht aufzuhalten. Integrierte Kamera und Mikrofon für Video- und Telefonkonferenzen ist da selbstverständlich. Hinzu kommen spezielle Tasten für die Annahme und das Beenden eines Telefonates oder eine leistungsfähige Noise-Cancelling-Funktionen, damit auch am Flughafen oder in der Hotellobby nicht jedes Hintergrundgeräusch die Gesprächsqualität stört. Essentiell sind im Notebook integrierte Sicherheits-Funktionen wie Sure Start für sicheres Booten oder Sure View, das den Bildschirm vor neugierigen Blicken des Sitznachbarn schützt.

IT-DIRECTOR: Vom digitalen Wandel bleiben auch die Einkaufs- und IT-Abteilungen sowie die jeweiligen Verantwortlichen nicht verschont. Inwieweit haben sich ihre Rollen und Aufgaben bereits verändert? Was wird in Zukunft auf sie zukommen?
H. Husemann:
Die Veränderungen haben bereits begonnen: Bei den IT-Teams sehen wir ein wachsendes Interesse an Komplettlösungen von Hardware sowie Service und Wartung aus einer Hand. Dies erfordert selbstverständlich einen anderen Einkauf. Jetzt zählt nicht mehr in erster Linie der günstigste Preis für eine vergleichbare Hardware – vielmehr ist das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit eines kompetenten Partners gefragt, der die ausgelagerten Aufgaben kostengünstig aber vor allem auch zuverlässig und pünktlich erledigt. Schließlich sind „As-a-Service“-Angebote Vertrauenssache. Dies erfordert ein massives Umdenken – auch bei den Einkäufern. Denn schließlich gilt es, vorab den exakten Bedarf und Umfang auch bei kritischen Themen wie der Sicherheit der angebotenen Systeme zu ermitteln.

IT-DIRECTOR: Insbesondere größere Unternehmen erschaffen momentan die Position eines Chief Digital Officer (CDO), der die Digitalisierung vorantreiben soll. Inwieweit kann eine solche „Institutionalisierung“ die Digitalisierung vorantreiben? Oder ist sie zu kurz gegriffen?
H. Husemann:
Nur die Position eines Chief Digital Officer einzuführen, reicht nicht aus. Wird diese Funktion mit der Verantwortung für alle Digitalisierungsprozesse ausgestattet, dann kann sie bereichsübergreifend die richtigen Weichen stellen, um die Digitalisierung im Unternehmen erfolgreich umzusetzen. Der CDO gibt Impulse für die digitale Transformation des gesamten Unternehmens und hat damit eine zentrale Integrationsrolle inne. Ein CDO wird dabei helfen, die Funktions- und Bereichsentscheidungen sowie Optimierungen ganzheitlich für das Unternehmen sicherzustellen, um die digitale Transformation zu beschleunigen und die Vorteile für alle sichtbar zu machen.

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