Effiziente Datenstrategien

Mehr Durchblick im Datendschungel

Im Zeitalter von Digitalisierung, Business Intelligence und Analytics ist eine ­funktionierende und effiziente Datenstrategie die Grundlage für den Unternehmens­erfolg. Daher ist es ratsam, Experten zu Rate zu ziehen, die dabei helfen, die richtige Vorgehensweise für sich zu finden und diese sukzessive zu implementieren.

Frau im Dschungel

Eine effiziente Datenstrategie kann für mehr Durchblick im dichten Datendschungel sorgen.

Die IT-Landschaft im Bereich „Data and Analytics” (D&A) wächst im Kern, und gleichzeitig verändert sich die Umgebung von Lösungen stetig. Das stellt Unternehmen vor die Herausforderung, bestehende Lösungen weiter nutzen zu können und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig besteht jedoch der Wunsch nach deutlich erweiterten Fähigkeiten, z.B. nach einer höheren Autonomie der einzelnen Fachbereiche und nach einer stärkeren Monetarisierung der eigenen Daten. Deshalb etablieren viele Unternehmen gerade neue Lösungen in der Cloud und bauen IoT-Lösungen auf, um u.a. eine größere Transparenz bezüglich ihrer eigenen Kunden zu erreichen. Gleichzeitig verändert sich die Rolle der IT – insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen. Diese entwickeln sich z.B. im Bereich Datenanalyse in ihrer Rolle als reiner Dienstleister weiter, etablieren sich als Partner und möchten hierbei z.B. den Fachbereichen eine moderne und agile IT-Struktur bieten – technologisch, organisatorisch und prozessual. Auf dem Weg zur richtigen Datenstrategie muss daher zuerst analysiert, anstatt gleich implementiert werden.

Schritt 1: Status Quo, Health Check und benötigte Data & Analytics Fähigkeiten

Vor Kurzem kam eine Kapitalverwaltungsgesellschaft auf Infomotion zu und wollte wissen, welche die richtige die D&A-Strategie für sie sei. Im ersten und wichtigsten Schritt der Beratung hat das Beratungshaus schnell heraus­ge­funden, warum sich die Gesellschaft eine pro­zesserleichternde Lösung wünscht: Das Unternehmen führte bis dato zwei Kernsysteme, zehn Satelliten, 100 Quellen und hatte 150 Ziele. Um herauszufinden, was sich das Unternehmen eigentlich wünscht, wie der aktuelle Stand ist, wo die „Baustellen“ sind (Health Check) und was benötigt wird, wird zum Start eines gemeinsamen Projekts immer eine Interview- und Workshop-Reihe empfohlen. Im Gespräch mit der Unternehmensführung wird die strategische Ausrichtung der Firma analysiert, sowohl die IT- als auch die generelle Unternehmensausrichtung und, soweit vorhanden, auch die Digitalisierungs- und die bisherige D&A-Strategie. Gemeinsam mit der IT des Unternehmens wird ein Blick auf die aktuelle D&A-Landschaft (Organisation, Prozesse, Architektur, Technologie, Governance-Strukturen) geworfen, diese in Vergleich zu Best Practices gesetzt und schließlichHandlungsbedarfe und Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Mit den einzelnen Fachbereichen zusammen wird geprüft, wo aktuell Probleme bei der Anwendung bestehen, wo es Unterstützungsbedarf gibt und inwiefern und mit welcher Priorität D&A-Use-Cases einen Nutzen bringen und umsetzbar sind. Zu guter Letzt sollte sich mit der Enablement-Gruppe zusammengesetzt werden, die das Unternehmen für die Aktivierung des Projektes gebildet hat. Denn die Stakeholder verfügen häufig nicht über das Wissen moderner D&A-Lösungen und können dementsprechend auch nicht genau darstellen, welche Bedarfe sie an die neuen Systeme adressieren möchten.

Schritt 2: Entwicklung des Zielbildes

Diese Startphase ist häufig eine gute Gelegenheit, um mit den Stakeholdern nochmal auf einer grünen Wiese über Anforderungen und auch über anfallende Kosten zu sprechen. Wenn der Status Quo also ermittelt wurde, muss ein Zielbild entwickelt werden. Hier unterstützt Infomotion mit einer Reihe von Blueprints, die kundenindividuell angepasst und in eine Gesamtlösung integriert werden. Diese berücksichtigen heutzutage viel stärker den Aufbau von D&A-Capabilities, welche die strategische Ausrichtung des Gesamtunternehmens unterstützen. Dadurch rückt eine reine „1:1-Umsetzung“ der kurzfristig geplanten Anforderungen in den Hintergrund. Je nach Umfang und Wunsch des Kunden werden hierbei Varianten entwickelt und individuell bewertet. Übrigens: Aktuell beziehen sich Fragen seitens der Unternehmen häufig auf den Wechsel in die Cloud sowie auf das Datenmanagement von Massen- und unstrukturierten Daten.

Schritt 3: Roadmap für mehr Transparenz

Nur in seltenen Fällen findet man als Berater für Business Intelligence, Big Data und Digital Solutions bei Unternehmen eine wirklich grüne Wiese vor. Zumeist geht es darum, die dritte oder vierte Evolutionsstufe der D&A-Landschaft zu implementieren. Das bedeutet, dass die bestehende Welt entweder zu einer neuen Welt migriert werden muss oder als Kapsel beibehalten wird. Um diesbezüglich eine valide Entscheidung treffen zu können, erstellen wir für die Lösung eine TCO- und eine ROI-Betrachtung. Die Roadmap wird hierbei auf einer Detaillierung je Quartal geplant, um für alle ersichtlich zu machen, welche Fähigkeiten der D&A-Strategie wann verfügbar sind.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Hier zählt es, einen Ausgleich zwischen einer kurzfristigen Bereitstellung von erweiterten Fähigkeiten und einer möglichst schnellen und kostengünstigen Implementierung für das Unternehmen zu finden. Die genannte Kapitalverwaltungsgesellschaft verfügt nun jedenfalls über eine zukunftsfähige D&A-Strategie mit erweiterten und agilen Fähigkeiten. Das Beste für das Unternehmen und vor allem unser Ziel als Berater bei unseren Projekten ist: Dadurch, dass alle Stakeholder von Anfang an in das Projekt involviert waren, sind sie nun in der Lage, die D&A-Strategie selbst fortzuführen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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