Gender-Ausgewogenheit in IT-Unternehmen

Mehr Frauen, mehr Vielfalt, mehr Umsatz?

Viele Beispiele beweisen, dass ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Belegschaft von Unternehmen, diesen Wettbewerbsvorteile verschaffen kann, betont Astrid Mehrtens-Haupt, Sales Director EMEA bei dem IT-Infrastrukturspezialisten Cogeco Peer 1, in einem Kommentar über die aktuelle Situation von Frauen in der IT-Branche.

  • Frauen und Männer in Unternehmen

    Laut Studien gelingt es Unternehmen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Frauen und Männern häufiger gelingt, ihren Marktanteil zu verbessern.

  • Astrid Mehrtens-Haupt, Cogeco Peer 1

    „Im Miteinander liegt die Zukunft und Geschlechtervielfalt ist dabei nicht nur der richtige Weg, sondern auch aus Business-Perspektive absolut vernünftig“, glaubt Astrid Mehrtens-Haupt von Cogeco Peer 1.

Studien zeigen, dass es Unternehmen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Frauen und Männern um 45 Prozent häufiger gelingt, ihren Marktanteil zu verbessern. Auch erzielen sie eine um 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite und haben 70 Prozent bessere Chancen, neue Märkte zu erobern. Desweiteren fanden Forscher heraus, dass Firmen, die von ausschließlich männlichen bzw. weiblichen Mitarbeitern auf eine paritätische Geschlechterverteilung in ihrer Belegschaft übergehen, den Umsatz um etwa 41 Prozent steigern können.

Dabei gilt: Intelligenz, Wissen, Kreativität und Innovationskraft sind keine geschlechtsspezifischen Eigenschaften – sie gelten gleichermaßen für Frauen und Männer. Gelingt es, ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu schaffen, kann man die besten Talente gewinnen, die Produktivität steigern, mehr Innovationen und Geschäftswachstum erreichen und die Reputation des Unternehmens verbessern.

Ein breiter Talente-Pool

Generell haben Unternehmen, die sowohl für Frauen als auch für Männer attraktiv sind, Zugang zum gesamten Talente-Pool. Angesichts des in allen Wirtschaftsbereichen rapide steigenden Bedarfs an digitalen Kompetenzen, ist eine vielfältige Belegschaft bedeutender denn je. Dabei besitzt Deutschland ein enormes Potential an digitalen Talenten, doch um das Beste daraus zu machen, muss der gesamte Pool ausgeschöpft werden und nicht nur ein Teil davon.

Unternehmen, die sich die Verschiedenartigkeit zunutze machen, können vielfältige Perspektiven zusammenbringen. Sie sind der Lage die zentralen Fragestellungen von Unternehmen ganzheitlich zu analysieren, effektivere Entscheidungsprozesse zu verfolgen und letztlich auch bessere Entscheidungen zu treffen. Geschlechterparität generiert unterschiedliche Denkansätze und diese Vielfalt wiederum generiert unabhängig von der Branche mehr Innovation.

Die Vorteile einer Gender-Ausgewogenheit in Unternehmen liegen auf der Hand. Deshalb ist es wichtig, dass IT-Unternehmen eine Strategie verfolgen, Frauen für sich zu gewinnen. Vorurteile etwa, dass Frauen keine Technikaffinität hätten, müssen dringend überwunden werden. Ein Umdenken ist längst überfällig und Referenzbeispiele können anderen Mut machen, denselben Weg einzuschlagen. Es ist ein „Muss“, mehr Frauen für die IT zu begeistern – nicht zuletzt wegen des immer sichtbarer werdenden Fachkräftemangels.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2018 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH