Cyberkriminalität

Millennials sind für Service-Betrug besonders anfällig

Ausgerechnet die Generation Y soll für eine weit verbreitete Betrugsmasche am anfälligsten sein. Vermeintliche Service-Mitarbeiter bringen dabei ihre Opfer telefonisch dazu, empfindliche Vorgänge am PC vorzunehmen.

Microsoft erhalte monatlich rund 1000 Beschwerden weltweit über entsprechende Betrugsversuche - auch als Microsoft-Mitarbeiter geben sich die Kriminellen immer wieder gerne aus. Foto: Mauritz Antin/EPA FILE/dpa

Microsoft erhalte monatlich rund 1000 Beschwerden weltweit über entsprechende Betrugsversuche - auch als Microsoft-Mitarbeiter geben sich die Kriminellen immer wieder gerne aus. Foto: Mauritz Antin/EPA FILE/dpa

Bei der relativ neuen Masche geben sich die Betrüger per Mail oder Telefon zum Beispiel als Mitarbeiter von Technologie-Konzernen aus und versuchen unter dem Vorwand eines angeblich vorliegenden Computerproblems etwa an Kreditkartendaten oder Passwörter zu kommen. Vor allem die Altersgruppe der Millennials (zwischen 24 und 37 Jahre) sei in Deutschland besonders betroffen, teilte Microsoft mit.

Dabei handele es sich um Leute, die sich eigentlich besonders gut mit digitalen Anwendungen auskennen und sich selbstbewusst im digitalen Raum bewegten, heißt es in einem Blogeintrag. Demnach sind insgesamt 52 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland in diesem Jahr Opfer eines solchen zumindest versuchten Betrugsversuchs geworden. Von den Geschädigten, die auch einen finanziellen Schaden erlitten, waren dabei 76 Prozent jünger als 38 Jahre alt. Dabei sind die Nutzer in Deutschland leichtgläubiger geworden: 13 Prozent der Befragten ließen sich in diesem Jahr auf die Betrugsmasche ein - in einer vergleichbaren Studie waren es 2016 noch 7 Prozent.

Microsoft erhalte monatlich rund 1000 Beschwerden weltweit über entsprechende Betrugsversuche - auch als Microsoft-Mitarbeiter geben sich die Kriminellen immer wieder gerne aus. Microsoft kontaktiere generell keine Nutzer telefonisch, betonte das Unternehmen. Bei solchen Anrufen sollten die Nutzer das Gespräch so schnell wie möglich beenden und keinesfalls auf unerwünschte Pop-up-Fenster am Rechner klicken, rät Microsoft. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben mit einem internationalen und interdisziplinären Team aus 30 Ländern gegen entsprechende Betrugsmaschen vor. Die Zahlen sind Teil einer internationalen Studie, die Microsoft unter mehr als 16 000 erwachsenen Internet-Nutzer in 16 Ländern durchgeführt hat.

dpa/pf

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