Deutlich höhere Storage-Performance

Mit Flash auf der Überholspur

Interview mit Joachim Berger, Sales Director DACH bei Nimble Storage, über den stetig steigenden Performance-Bedarf im Storage-Umfeld, die Vorteile von Flash-Technologien und wie man mit Big-Data-Analyse-Tools sämtliche Speicherumgebungen optimieren kann

  • Mit Flash auf der Überholspur

    Mit Flash auf der Überholspur: Deutlich höhere Storage-Performance

  • Joachim Berger, Nimble Storage

    Joachim Berger, Sales Director DACH bei Nimble Storage

IT-DIRECTOR: Herr Berger, seit 2012 ist Nimble Storage im hiesigen Speichermarkt aktiv. Wie positionieren Sie sich dabei gegenüber Mitbewerbern wie EMC oder Netapp?
J. Berger:
Wir sehen uns als Herausforderer der etablierten Storage-Anbieter. Mit diesem Selbstverständnis konnten wir seit unserem Start bereits zahlreiche Kunden gewinnen, die zuvor Systeme von eben diesen etablierten Herstellern im Einsatz hatten.

IT-DIRECTOR: Ihre Produkte basieren auf dem eigens entwickelten Flash-Technologieansatz „Adaptive Flash Platform“. Was ist das Besondere daran?
J. Berger:
Unser Ansatz zur Skalierung ist in der Industrie einmalig, denn wir erreichen Flash-Performance zum Festplattenpreis mit einer Kombination von herkömmlichen Festplatten und Flash, sodass unsere Lösungen sehr kosten- und ressourceneffizient arbeiten.

IT-DIRECTOR: Welche Vorteile können sich IT-Verantwortliche vom Einsatz der Adaptive Flash Platform gegenüber der Nutzung reiner Flash-Techniken oder herkömmlicher Speicherverfahren versprechen?
J. Berger:
Bei traditionellen Storage-Systemen muss man in Festplatten investieren, wenn man mehr Leistung benötigt, oder in Flash-Komponenten, die aber nur unzureichend mit den Festplatten zusammenarbeiten. Mit unserer Plattform können die Kunden in alle Richtungen nach Bedarf skalieren, das heißt sie investieren in CPU-Leistung, wenn sie mehr Performance brauchen und in Plattenplatz, wenn sie zusätzliche Kapazität benötigen. Das macht unser Modell für viele Unternehmen attraktiv.

IT-DIRECTOR: Wie können IT-Verantwortliche den Umstieg von ihren alten Speicherinfrastrukturen auf moderne Flash-Plattformen am besten meistern?
J. Berger:
Viele unserer Kunden wählen den sanften Umstieg, indem sie vor allem performance-intensive Applikationen umziehen und innerhalb eines Jahres nach und nach alle Daten und Anwendungen auf die Adaptive Flash Platform migrieren.

IT-DIRECTOR: Mit welchem Aufwand ist eine solche Migration verbunden? Welche Stolpersteine könnte es geben?
J. Berger:
Der Migrationsaufwand lässt sich schwer abschätzen, ohne das Projekt genau zu kennen. Deshalb können wir hier keine Aussage treffen. Da die meisten Infrastrukturen von Kunden bereits virtualisiert wurden, haben wir schon große Kundenumgebungen innerhalb weniger Tage und ohne Unterbrechung migriert.

Generell stellen wir fest, dass die Installation und Inbetriebnahme unseres Storage-Systems nach wenigen Stunden, teilweise sogar noch schneller, abgeschlossen ist. Die Bedienung ist ebenfalls so einfach gestaltet, dass unsere Kunden größtenteils ohne Schulung und nach kurzer Einführung die Systeme eigenständig bedienen können. Ansonsten bieten wir eine kostenlose eintägige Schulung an. Diese vermittelt dem Kunden alles, was er zum Betrieb unserer Umgebung benötigt.

IT-DIRECTOR: Mit Infosight bieten Sie darüber hinaus ein besonderes Big-Data-Analyse-Tool für das Speicherumfeld an. Welche Daten können die Anwender damit auswerten? Wie lässt sich mithilfe der Ergebnisse die Speicherlandschaft optimieren?
J. Berger:
Mit der Software lassen sich alle relevanten Storage-Informationen auswerten, dazu zählt neuerdings sogar die Analyse kompletter VMware-Umgebungen. Dadurch erkennt der Administrator auf einen Blick die Performance der ESX-Server, der virtuellen Maschinen und des Storage. Damit kann er zum Beispiel sogenannte „Noisy neighbours“ in seiner Umgebung leicht identifizieren und isolieren.

Das Big-Data-Analyse-Tool fragt permanent proaktiv Sensordaten über den Zustand der installierten Storage-Systeme ab. Pro Tag und System ergibt dies rund 30 Millionen Datensätze. Durch die frühzeitige Erkennung von möglichen Störfällen, erreichen wir weltweit die „five nines“ also 99,999 Prozent Betriebslaufzeit. Supportfälle können schneller behoben werden, damit ersparen wir den Administratoren zeitaufwendige Troubleshooting-Verfahren. Interessant ist für die Kunden zudem die Möglichkeit, eigene Auslöse- und Schwellwerte festzulegen, nach denen sie automatisch informiert werden.

IT-DIRECTOR: Ein Blick in die Praxis: Welche Unternehmen zählen hierzulande zu Ihren wichtigsten Kunden?
J. Berger:
Wir konnten zwischenzeitlich in Deutschland mehrere hundert Kunden gewinnen, dazu zählen einige Unternehmen aus den Dax30 sowie andere namhafte Unternehmen und Institutionen wie Xing, Zanox, das Fraunhofer Institut oder die Universitäten Tübingen und Esslingen.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns ein erfolgreiches Kundenprojekt beschreiben?
J. Berger:
In einem unserer letzten Projekte ging es um die Implementierung eines Storage-Systems mit einer Kapazität von 200 TB und mit mehr als 70.000 IOPS-Performance. Hierbei geht es um das Hosting einer Plattform für 4.300 Werbetreibende aus mehr als elf Ländern auf drei Kontinenten. Hauptanforderung des Kunden war die deutliche Erhöhung der Performance und die künftige Skalierbarkeit in beide Richtungen, um mit dem geplanten Wachstum mitwachsen zu können. Der letzte Aspekt ist besonders wichtig, denn viele unserer Kunden erwarten über die nächsten Jahre ein deutliches Datenwachstum und vertrauen uns, weil wir ihnen die Flexibilität bieten können, die sie suchen.

IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielt für Sie das Partnergeschäft im deutschsprachigen Markt?
J. Berger:
Das Partnergeschäft ist immens wichtig. Zum einen gibt es unsere Technologiepartnerschaften mit Cisco, Microsoft, Citrix, Veeam, Commvault, Oracle, VMware u.v.a., zum anderen sind unsere Vertriebspartnerschaften mit ADN, Avnet, Transtec oder Kramer & Crew hervorzuheben.

IT-DIRECTOR: Welche Anbieter zählen hierzulande zu Ihren wichtigsten Partnern?
J. Berger:
Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich die Partnerschaft mit Cisco, mit denen wir gemeinsam im Markt der Converged Systems antreten. Ansonsten freuen wir uns über die Partnerschaften mit ADN und Avnet, die uns beide helfen, das Channel-Geschäft weiter auszubauen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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