Die Demokratisierung des Wettbewerbs

Mit HPC die Digitalisierung meistern

Kommentar von Hans-Jürgen Bahde, Vorstand des IT-Dienstleisters Transtec AG in Reutlingen, über finanzierbare High-Performance-Computing-Installationen (HPC), um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern

Hans-Jürgen Bahde, Transtec AG

Hans-Jürgen Bahde, Transtec AG

Wie immer sind sich die Marktanalysten nicht ganz einig, aber deren Prognosen zeigen zumindest in die gleiche Richtung: Big-Data-Analysen sind auf dem Vormarsch, die Machine-to-Machine-Kommunikation nimmt zu, das Internet der Dinge klopft an die Tür und wer meint, in Zukunft ohne digitale Transformation auskommen zu können, hat sich gehörig geschnitten.

So unterschiedlich sie sind, so sehr haben all diese Bereiche doch eine Gemeinsamkeit: Sie generieren gigantische, heterogene Datenmengen, deren Speicherung, Filterung und Analyse klassische IT-Systeme hoffnungslos überfordern. Natürlich ist es möglich, solche Daten lediglich einer „Light-Bearbeitung“ zu unterziehen, sodass eine einfache Steuerung von Systemen oder die Gewinnung rudimentärer Erkenntnisse möglich sind. Diese Vorgehensweise wäre allerdings schon fast sträflich, denn erstens werden die genannten Systeme und Konzepte genau mit dem Ziel implementiert, viele Daten zu generieren, und zweitens verbergen die entstandenen Daten ein deutlich wertvolleres, geradezu unbezahlbares Potential: Wissen.

Die präzise Analyse dieser Datenmengen (oft auch in Echtzeit) bringt nuancierte Erkenntnisse hervor, wie sie bislang nicht möglich waren. Sie erlauben nicht nur, auf Aktionen zu reagieren, sondern auch Zustände und Verhalten präzise zu antizipieren. Damit kann etwa die Produktentwicklung perfektioniert, die Steuerung der Fertigung verbessert, die Instandhaltung von Maschinen optimiert oder das Einkaufsverhalten von Kunden vorweggenommen werden (Stichpunkt: Predictive Analytics). Am Ende des Tages heißt das: Reduzierung von Kosten, Verbesserung von Produkten, bessere Preismodelle, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und glücklichere Kunden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2016. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Nicht selten gehen konventionelle IT-Systeme bei der mit dieser Vorgehensweise einhergehenden Rechenlast unwiderruflich in die Knie. Stattdessen bieten sich als Alternative performante High Performance Computer (HPC) oder HPC-Cluster an. Das mag einige IT-Verantwortliche erschrecken. Doch da HPC-Cluster mittlerweile x86-basiert und damit standardisiert sind, kommen sie auch für weniger üppige Budgets infrage. Dabei kann man bereits mit Systemkosten ab 25.000 Euro realistisch planen.

Deutlich mehr Rechenleistung


Solche HPC-Cluster sind mit der Leistung früherer Groß- und Supercomputer durchaus vergleichbar. So banal dieser Vergleich klingt, so groß ist doch dessen Tragweite, denn mit dem, was heutige HPC-Cluster bewerkstelligen, sorgen sie für die Demokratisierung beim Computereinsatz: Unternehmen, egal welcher Provenienz, verfügen damit stets über Rechenleistung, die noch vor wenigen Jahren nur etwa Großkonzernen vorbehalten war. Damit erhalten auch kleinere Unternehmungen hohe Effizienz sowie schnelle Entwicklung und dies bei geringeren Kosten.

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