Wettbewerbsfähig dank Cyber-Sicherheit

Mit IT-Risikomanagement zum Erfolg

Die Sicherheitsbedrohungen werden heutzutage immer komplexer. Umso wichtiger ist es, dass die Abwehrstrategie mit den Bedrohungen Schritt hält – und jederzeit die passenden Antworten auf die aktuelle Gefahrenlage bietet.

Cyber-Sicherheit und IT-Risikomanagement

Cyber-Sicherheit und IT-Risikomanagement: Unternehmen müssen mit den Bedrohungen Schritt halten.

Mittlerweile ist Cyber-Sicherheit ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg, wie eine aktuelle internationale Studie des Marktforschungsinstituts Vanson Bourne im Auftrag des IT-Security-Spezialisten Blue Coat Systems herausgefunden hat. Die Studie belegt, dass Unternehmen erfolgreicher sind, wenn sie Cyber-Sicherheit eine hohe Bedeutung beimessen sowie Bedenken bezüglich IT-Risiken erkennen und lösen können.

Um den Zusammenhang zwischen einer sicheren IT-Landschaft und dem Erfolg einer Organisation zu ermitteln, hat das Marktforschungsinstitut 1.580 IT- und Geschäftsentscheidungsträger aus elf Ländern befragt. Die Studie zeigt nicht nur, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens direkt mit der Fähigkeit korreliert, adäquat auf Cyber-Bedrohungen zu reagieren. Die befragten Entscheidungsträger bestätigen die These, dass diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten sind, die IT-Risiken am effektivsten analysieren und beheben. 93 Prozent der Befragten in den wachstumsstärksten Unternehmen (mehr als 20 Prozent Umsatzwachstum) bezeichneten das Management der IT-Risiken als strategisches Kernelement zur Erreichung der Geschäftsziele.

Dieses Ergebnis hat verschiedene Gründe. Zunächst ist, wie die Umfrage zeigt, die Innovationsbereitschaft grundsätzlich hoch. So gibt ein Großteil der Befragten an, dass ihre Organisation experimentelle Ideen und neue Ansätze fördert. Ob diese Experimentierfreudigkeit und Offenheit für neue Ideen von IT-Risiken beeinflusst wird, darüber gehen die Meinungen der Entscheider in den befragten Ländern allerdings auseinander: Die Teilnehmer in Indien, USA, China und Deutschland gehen mehrheitlich davon aus, dass Cyber-Bedrohungen den Ideenreichtum hemmen, während in China und Frankreich die wenigsten Befragten diese Ansicht teilen.

Europäer scheuen eher das Risiko

Die Befragung enthüllt nationale Unterschiede: Europäer zeigten sich im Vergleich zu anderen Kontinenten als deutlich konservativer. Während in Deutschland, Großbritannien und Frankreich nur rund jeder Zweite Risiko- und Experimentierfreude für eine Voraussetzung unternehmerischen Erfolgs hält, teilen diese Ansicht drei Viertel und mehr der Befragten in China, Indien und den USA. Hier geben auch über 80 Prozent an, dass ihr Unternehmen sie zu Experimenten ermutigt. In Deutschland fühlt sich nur gut die Hälfte dazu motiviert, Neues auszuprobieren. Eine der Ursachen, die jeden zweiten deutschen Umfrageteilnehmer davon abhält, neue Wege einzuschlagen, sind IT-Risiken. Im Nachbarland Frankreich lässt sich davon nur gut jeder Dritte abbringen.

Ein Blick in die Abteilungen zeigt, dass auch unternehmensintern Unterschiede in der Risikofreude bestehen. So werden beispielsweise IT-Mitarbeiter von anderen Fachabteilungen als besonders risikoscheu eingeschätzt, wenn es um die Einführung neuer Technologien geht. In Deutschland sind diese Vorbehalte bei über zwei Dritteln der Belegschaft vorhanden. Dies könnte damit zusammenhängen, dass den IT-Experten die potentiellen Risiken meist einfach deutlicher bewusst sind als ihren Kollegen. Trotz der starken Korrelation zwischen Investitionen in IT-Sicherheit und Umsatzwachstum wurden unterschiedliche Angaben bezüglich praktischer Maßnahmen gegeben, die dazu beitragen, IT-Risiken zu minimieren. So führen nur 52 Prozent der befragten Organisationen weltweit vor der Adaption neuer Anwendungen eine Risikoanalyse durch. Schlusslicht im internationalen Vergleich ist hier Deutschland mit nur 37 Prozent. In China und Indien setzen hingegen schon gut zwei Drittel der Befragten auf eine Risikoanalyse.

Cyber-Sicherheit rüstet für die digitale Revolution

66 Prozent aller Befragten messen einer höheren Risikobereitschaft einen positiven Einfluss auf den geschäftlichen Erfolg bei. Doch die Fähigkeit, auf Risiken – seien es Cyber-Bedrohungen oder andere kriminelle geschäftskritische Aktivitäten – adäquat zu reagieren, beschränkt sich nicht auf die IT. Unternehmen, die IT-Risk-Management eine hohe Bedeutung beimessen, sind generell besser in der Lage, wichtige, mit Risiken behaftete Geschäftsentscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Geschäftsprozesse und -modelle zu digitalisieren – Herausforderungen, vor denen derzeit jedes Unternehmen steht. Nur wenn sie adäquat auf IT-Risiken reagieren können, gelingt es Unternehmen, sich im Zeitalter der digitalen Transformation wettbewerbsfähig aufzustellen.

* Der Autor Robert Arandjelovic ist Director Product Marketing EMEA bei Blue Coat Systems

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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