Klinikum Höchst wird von Bull unterstützt

Mit Sicherheit gesund

Verschiedene Modernisierungsmaßnahmen steigern beim Klinikum Frankfurt Höchst nicht nur die Effizienz der IT, sondern sorgen auch für eine hohe Datensicherheit.

Klinikum, Bildquelle: Klinkum Frankfurt Höchst

Man kann es lakonisch „Survival of the fittest“ nennen. Denn auch im Krankenhaussektor hat längst ein Prinzip der natürlichen Auslese Einzug gehalten und bereits gravierende Spuren hinterlassen: Die Zahl der Kliniken in Deutschland sank zwischen 1998 und 2008 von 2.263 auf 2.083. Und Experten rechnen damit, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. „Fit“ in diesem Sinne bleibt indes nur diejenige Klinik, die mit innovativer IT in der Lage ist, ihre Effizienz zu steigern und dennoch die Prozessqualität und Sicherheit auf sämtlichen Ebenen aufrechtzuerhalten.

Die Unternehmensberater von Ernst & Young rechnen vor: Die Kosten in Kliniken steigen seit 2000 jedes Jahr um rund drei Prozent und liegen heute bei 62 Mrd. Euro pro Jahr. Krankenhäuser konkurrieren zudem immer mehr um Patienten, die wachsende Ansprüche an medizinische Leistung, Betreuung und selbst das Ambiente stellen. Um auch langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Krankenhäuser deshalb einiges investieren – in Gebäude und Personal sowieso, aber auch in IT.

Warum die Gesundheitswirtschaft vor allem Letztgenanntes mehr und mehr als Königsweg erkannt hat, ermittelte unlängst die Studie eines amerikanischen Hardwareherstellers. In zehn Kliniken in sechs europäischen Ländern hatte das Unternehmen den Nutzen mobiler Lösungen nachgewiesen. So benötigte das klinische Personal für den Zugriff auf Aufnahme- und Behandlungsdaten von Patienten dadurch um 90 Prozent weniger Zeit. Informationen lassen sich leichter finden und auch die Produktivität verbesserte sich.

Rundum-IT-Fitness ist wichtig

Für große Behandlungszentren allerdings noch wichtiger als solche punktuellen Verbesserungen sind ganzheitliche Veränderungen, die sozusagen tief in den „Systemkern“ eindringen. Einen erfolgreichen Schritt tätigte das Klinikum Frankfurt Höchst mit der Unterstützung des Anbieters Bull. In Phase I – und auf Basis einer von Bull Advisory Services begleiteten Professionalisierung und erstellten Fünf-Jahres-Roadmap – realisierte das Klinikum eine Kompletterneuerung seiner Speicher- und Archivierungsarchitektur. Hardwareseitig kamen dabei Bull-Server in Kombination mit einer EMC-Storage-Lösung (VNX/Centera) zum Einsatz. Dies brachte eine verbesserte Energieeffizienz, revisionssichere Langzeitarchivierung und eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent, die auch den IT-Chef des Krankenhauses überzeugte: „Wir können mit Sicherheit sagen, dass wir eine SAN-Modernisierung erreicht haben, die höchsten Ansprüchen an die Datensicherheit genügt, allen Anforderungen des Risikomanagements entspricht und unsere IT-Strategie nachhaltig unterstützt“, so Dr. Thomas Seehaus.

Jetzt tritt dieses Projekt in Phase II ein: Wurde im ersten Schritt lediglich das Krankenhaus-Informations-System (KIS) modernisiert, erweitert das Klinikum die Storage-Modernisierung nun auch um die klassische IT, also Mail- und Fileserver beispielsweise. Derart erreicht man eine gemeinsame Datenhaltung für die sonst in Krankenhäusern meist getrennten Datenbestände. Hintergrund: Die „allgemeine“ IT und die reine Krankenhaus-IT sind fast immer jeweils autark, dies aufgrund der logischerweise strengen IT-Sicherheitsrichtlinien der Kliniken. So ist es auszuschließen, dass beispielsweise ein medizinisches Gerät durch Malware außer Gefecht gesetzt wird. Und auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines solchen Falls nicht sehr hoch ist, gilt trotzdem immer das Prinzip „Safety first“. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass, wenn diese Trennung aufgehoben wird, die Sicherheit unter keinen Umständen darunter leiden darf – und exakt dies ist bei dem Projekt gelungen: Effizienz steigern, und gleichermaßen Performanz und Sicherheit gewährleisten.

Im Detail hat der Anbieter als „Trusted Advisor“ des Klinikums die beiden Datenbestände auf zwei leistungsstarke Bullion-Serversysteme mit Xeon-E7-4800-Prozessoren migriert und dadurch vier konventionelle Intel-Server abgelöst. Die neuen Plattformen ermöglichen dabei eine Auslastung von 75 Prozent. Dieser so genannte Füllgrad des Servers sorgt daneben für ein verbessertes Abfangen von Lastspitzen. Die neuen Rechner sind überdies um ein Drittel leistungsstärker und sorgen für geringere VMware-Lizenzkosten. Außerdem: Die I/O-Performance ist besser, die Kommunikation von Anwendung zu Anwendung innerhalb des Systems ist optimiert und durch ein Hardwarefeature werden RAM-Fehler isoliert.

Gleichzeitig wurden die in der Phase I installierten Speichersysteme erweitert. Erwünschter Nebeneffekt: Durch die moderne Server- und Speicherarchitektur konnte das Klinikum die Energieeffizienz ihrer IT-Infrastruktur verbessern.

Sicherheit bleibt oberstes Gebot

Schließlich bürgen die Qualität der Systeme und der Services gleichermaßen dafür, dass die „Mischung“ der beiden IT-Kreisläufe höchsten Verfügbarkeitsstandards entspricht. Die Service Level Agreements (SLA), die der Anbieter in diesem Projekt garantiert, sind „HA999“ (High Availability Services). Diese entsprechen einem SLA von 99,9 Prozent, das durch spezielle proaktive Methoden und Tools gewährleistet wird. Es bietet u.a. die fortlaufende Online-Analyse der Server, ein permanentes Remote-Monitoring und einen proaktiven Wartungsservice. „Mit diesem Konzept sind wir in der Lage, unsere IT weiter zu professionalisieren. Es senkt Kosten, steigert gleichzeitig die Effizienz und erhöht dennoch die Verfügbarkeit, denn Ausfälle können wir uns gar nicht leisten“, so Thomas Seehaus.

 

Das Klinikum Frankfurt Höchst
Das Klinikum ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und zugleich Akademisches Lehrkrankenhaus mit 17 Kliniken. 20 Fachabteilungen mit etwa 1.000 Betten – einschließlich der interdisziplinären Intensivtherapie- sowie der Intensivstation für Neonatologie (Neu- und Frühgeborenenmedizin) – stehen für die medizinische Betreuung zur Verfügung. Jährlich werden mehr als 33.500 Patienten stationär und 70.000 Patienten ambulant behandelt.
Im Internet: www.klinikumfrankfurt.de

 

Bildquelle: Klinkum Frankfurt Höchst

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok