Nachgefragt bei Stefan Kugele, 
Hewlett-Packard

Mit Tintenstrahltechnik Kosten sparen

Interview mit Stefan Kugele, Business Manager, Office Printing Solutions, 
Hewlett-Packard GmbH

Stefan Kugele, 
Hewlett-Packard GmbH

Stefan Kugele, Business Manager, Office Printing Solutions, 
Hewlett-Packard GmbH

IT-DIRECTOR: Welche neuen Technologien verändern aktuell den Markt für Output-Geräte?
S. Kugele:
Business Ink ist bei kleinen Unternehmen und Startups ein Thema, dass rasant an Nachfrage zugenommen hat – unter anderem da dadurch Einsparpotentiale von bis zu 50 Prozent gegenüber vergleichbaren Lasergeräten erzielt werden können. Die Tintenstrahltechnologie hat sich so weiterentwickelt, dass die Ergebnisse der Qualität eines Lasergeräts in nichts nachstehen. Die neuen Modelle der HP Officejet Pro Serie sind darüber hinaus als dokumentenecht zertifiziert. Die verwendeten Tinten sind außerdem wischfest – auch bei Textmarkern. Dies ist eine weitere Neuerung, die die Anforderungen von Unternehmen erfüllt.

Eine weitere Technologie, die den Markt verändert, ist HP ePrint für mobiles Drucken. Immer mehr Anwender wollen drucken, wenn sie unterwegs sind. Mit verschiedenen Lösungen, beispielsweise eine unternehmensinterne ePrint-Enterprise-Applikation oder ePrint Public für Hotels, erfüllen wir diese Anforderungen. Unsere Lösung lässt sich aber auch im Grafikdesignbereich anwenden. Hier sehen wir eine deutliche Verschiebung von analogem hin zu Digitaldruck.

Darüber hinaus achten Firmen darauf, dass die Drucker möglichst energiesparend sind und sich die Tintenpatronen oder Tonerdruckkassetten wiederverwerten lassen. HP recycelt Zubehör bereits seit 1991 durch sein Planet-Partners-Programm.

IT-DIRECTOR: Worauf sollten Unternehmensverantwortliche, die auf der Suche nach neuen, vor allem energieeffizienten Output-Geräten sind, auf jeden Fall achten?
S. Kugele:
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Papier, Tinte, Toner oder Energie einzusparen. Drucker mit Auto-On/Auto-Off-Funktion gehen beispielsweise in den Tiefschlafmodus, wenn sie einige Minuten nicht genutzt werden und verbrauchen damit deutlich weniger Energie. Die Möglichkeit, Druckjobs nach vorheriger Authentifizierung, zum Beispiel durch eine Näherungskarte, an jedem Drucker im Unternehmen abzurufen, spart ebenfalls Ressourcen: Ausdrucke werden nicht im Gerät vergessen oder doppelt in Auftrag gegeben und sie können bestimmten Abteilungen oder Teams zugeordnet werden.

IT-DIRECTOR: „Managed Print Services“ werden bereits seit mehreren Jahren am Markt angeboten. Wie schätzen Sie aktuell deren Verbreitung bei Großkunden bzw. in mittelständischen Unternehmen ein?
S. Kugele:
Großkunden haben mittlerweile die Vorteile von Managed Print Services (MPS) zu schätzen gelernt. Sie sehen die Kostenersparnisse bei Hardware, Zubehör und auch Wartung. Aber auch mittelständische Unternehmen investieren immer häufiger aus den gleichen Gründen in MPS. Allerdings gibt es noch ein großes Marktpotential, denn längst nicht alle Firmen, bei denen sich die Einführung von MPS lohnen würde, wissen über die Lösungen und ihre Vorteile Bescheid. Hier herrscht auf jeden Fall Aufklärungsbedarf von Seiten der Anbieter.

Welche Print Services werden seitens der Anwenderunternehmen momentan vor allem nachgefragt?
S. Kugele:
Das hängt tatsächlich vom einzelnen Unternehmen bzw. der Branche ab. Manche Branchen sind sehr druckintensiv – hierzu gehören beispielsweise Banken und Versicherungen, aber auch Energieversorger. Diese Unternehmen investieren nicht nur in Managed Print Services oder Dokumentenmanagement, sondern auch in Dokumenten-Automatisierungs-Software, wie sie HP Exstream zur Verfügung stellt. Insgesamt werden Komplettlösungen, die aus Hardware, Software, Zubehör und Services bestehen, immer häufiger angefragt. Die Unternehmen möchten ihre Druckprozesse dadurch effizienter und kostengünstiger gestalten.

IT-DIRECTOR: An welchen Stellen hakt es hinsichtlich der Umsetzung bzw. dem laufenden Betrieb von Managed Print Services noch am meisten?
S. Kugele:
In der Vergangenheit haben wir es erlebt, dass die Mitarbeiter von den MPS-Vorteilen nicht überzeugt waren – sie wollten zum Beispiel nicht auf ihren Einzelplatzdrucker verzichten. Auch das Thema Authentifizierung, um einen Druckjob abzuholen, stieß auf Kritik. Da wir vor jeder Implementierung eine genaue Analyse der vorhandenen Druckinfrastruktur erstellt – gemeinsam mit den Verantwortlichen im Unternehmen – hakt es bei der Umsetzung und im laufenden Betrieb extrem selten.

IT-DIRECTOR: Wie können diese Schwachstellen in Zukunft behoben werden?
S. Kugele:
Bereits vor der Implementierung von Managed Print Services sollten die Mitarbeiter kontinuierlich informiert und in den Entscheidungsprozess mit eingebunden werden. Geschieht dies nicht, kann es zu Widerstand bei den Anwendern kommen, warum sie beispielsweise den Einzelplatzdrucker aufgeben sollen. Ist MPS implementiert, sind die Mitarbeiter aber schnell von den Vorzügen überzeugt. Bei einer genauen Analyse der vorhandenen Architektur bevor MPS eingeführt werden, lässt sich im Vorfeld genau feststellen, wie die ideale Druckinfrastruktur aussieht. Fehler bei der Implementierung können so vermieden werden.

IT-DIRECTOR: Welche Trends werden Ihrer Ansicht nach den Output-Markt in den nächsten fünf Jahren dominieren?
S. Kugele:
Mobiles Drucken ist definitiv ein Trend, den wir sehen. Sowohl Mitarbeiter in Unternehmen, aber auch die Menschen allgemein werden immer mobiler – und wollen Dokumente oder Fotos auch von unterwegs drucken können. Diesem Trend tragen wir mit unserer ePrint-Technologie Rechnung. Darüber hinaus werden Komplettlösungen bestehend aus Hardware, Software, Zubehör und Services immer beliebter. Der Grund dafür: Die IT-Abteilungen werden dadurch entlastet, Kosten eingespart und die Anwender können effizienter arbeiten.

IT-DIRECTOR: Mit welchen Lösungen bzw. welcher Strategie tragen Sie dem Trend des „Mobile Printing“ heute schon Rechnung?
S. Kugele:
Wir sind der Meinung, dass mobiles Drucken immer populärer wird, daher haben wir 2010 die ePrint-Technologie eingeführt, mit der Anwender Druckaufträge per E-Mail an die HP-Drucker senden können. Mittlerweile gibt es unterschiedliche ePrint-Angebote, beispielsweise ePrint Enterprise. Bei dieser Lösung steht der Server in der Firma, das heißt, der Anwender sendet die Aufträge an den HP Drucker innerhalb der Unternehmens-Firewall. Für Hotels oder Restaurants bieten wir ePrint Public an. iPhone-oder iPad-Besitzer können die Funktion Apple Airprint nutzen.

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