IBM führt Technologien zusammen

Mix für das Social Business

Web 2.0, klassische Collaboration-Funktionen und Datenanalyse – IBM führt diese Technologien in seinen künftigen Softwareprodukten zusammen, um dem Mitarbeiter eine Oberfläche für seine gesamten Aufgaben zu geben.

Alistair Rennie, IBM

„Wir wollen dem Mitarbeiter die Möglichkeit geben, Social-Software-Funktionen zu nutzen und trotzdem in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben“, erklärt ­Alistair Rennie, General Manager für Social Business bei IBM.

Mit Social Business ist IBM bereits erfolgreich. Die Web-2.0-Plattform Connections kommt bei Anwendern und Analysten gut an. Unternehmen wie Continental oder Bayer Material Science nutzen die Lösung, um firmenweite soziale Netze zu spinnen. Im klassischen Collaboration-Geschäft schwächelt Big Blue dagegen. Vor allem Lotus Notes hat es schwer, sich gegen die Produkte von Anbietern wie Microsoft zu behaupten. Daher führt IBM Social Software und klassische Collaboration-Funktionen wie E-Mail zusammen.

Auf der Anwenderkonferenz Lotusphere in Orlando kündigte der IT-Konzern im Januar die Social Edition von Lotus Notes an. In diese lässt sich der sogenannte Activity Stream von Connections integrieren. Der Stream stellt quasi einen Newsfeed dar, der den Mitarbeiter über alle für ihn relevanten Ereignisse oder Aufgaben auf dem Laufenden hält. In diesem Feed lassen sich Mails oder Nachrichten aus einer Community ebenso anzeigen wie SAP-Meldungen. Der Nutzer hat nicht nur Lesezugriff auf die Nachrichten, sondern kann diese auch innerhalb von Notes bearbeiten. Er kann also eine Transaktion freigeben, ohne in die dazugehörige SAP-Anwendung wechseln zu müssen. Die Integration der verschiedenen Applikationen wird mithilfe von Standards wie Open Social umgesetzt.

„Wir wollen dem Mitarbeiter die Möglichkeit geben, Social-Software-Funktionen zu nutzen und trotzdem in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben“, erklärt Alistair Rennie, der als General Manager für Social Business die Collaboration-Sparte von IBM führt. Um mit dem Activity Stream in Notes arbeiten zu können, muss das Anwenderunternehmen jedoch einen Connections-Server erwerben. Die Social Edition von Notes ist derzeit als Beta verfügbar. Umgekehrt können Anwender Connections künftig auch nutzen, um ihre E-Mail-Korrespondenz zu erledigen. Die kommende Version der Software wird sich als Frontend für den Mail-Server Domino, aber auch für Microsofts Exchange einsetzen lassen.

Social-Business-Werkzeuge müssen aber nicht nur für eine gute Zusammenarbeit sorgen, sondern auch den Anforderungen der Geschäftswelt genügen. Daher verstärkt IBM seine Lösungen u.a. mit Technologien für die Datenanalyse. So lassen sich die Informationen aus den Web-2.0-Anwendungen zu verschiedenen Zwecken auswerten. Connections wird künftig mit solchen Analysefunktionen ausgerüstet. Firmen können dann die Daten aus sozialen Netzwerken oder Blogs für Marketingmaßnahmen verwenden.

Teil der Strategie sind auch Cloud-Lösungen. Die webbasierten Social-Software-Technologien, die Big Blue bisher unter der Bezeichnung Lotus Live angeboten hat, wurden nun in Smart Cloud unbenannt und in das IBM-weite Cloud-Angebot eingefügt. Neuestes Produkt ist hier IBM Docs. Mithilfe der Lösung können Mitarbeiter Dokumente austauschen und gemeinsam daran arbeiten. Diese Möglichkeit könnte auch für die GAD interessant werden. Der IT-Dienstleister stellt Genossenschaftsbanken eine Private-Cloud-Infrastruktur zur Verfügung, damit diese ihre Anwendungen webbasiert nutzen können. „Wir denken darüber nach, den Banken Docs als Büroprogramm anzubieten und MS Office abzulösen“, so Jörg Dreinhöfer, Vorstandsmitglied der GAD.

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