New School of IT

Mobil, agil, elastisch: Die IT der Zukunft

Enterprise Mobility verändert die IT. Unternehmen müssen darauf reagieren, am besten mit einem ganzheitlichen Ansatz, fordert Volker Gruhn von der adesso AG.

"Die IT hat in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt umfassend digitalisiert. Dabei hat sie ihre bisherigen Verfahren und Techniken weitgehend ausgeschöpft”, meint Prof. Dr. Volker Gruhn, Vorsitzender des Aufsichtsrats der adesso AG und Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen. “Die IT muss neu gedacht werden und neue Wege gehen."

Viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren zwar intensiv mit Mobilität, Cloud Computing, Big Data, DevOps oder agiler Softwareentwicklung auseinandergesetzt. Diese Themen werden bislang in der Regel voneinander isoliert betrachtet. Ohne Berücksichtigung der vielfältigen Wechselwirkungen untereinander bleiben Maßnahmen und Handlungen jedoch Stückwerk.

Mit Blick auf aktuelle Trends wie Mobilität, Agilität und Elastizität hat Volker Gruhn in Zusammenarbeit mit der adesso AG nun einen ganz neuen Ansatz entwickelt, die so genannte "New School of IT". Er bildet die Basis für eine schnellere und produktivere IT, die Hindernisse aus traditionellen IT-Prozessen beseitigt.

Bei den aktuellen Trends nennt Gruhn die drei Stichworte: Mobilität, Agilität und Elastizität. “Unternehmen konzipieren vermehrt mobile Geschäftsprozesse und -modelle. Dies hat massive Auswirkungen auf die Art und Weise, wie künftig Software entwickelt wird”, betont Volker Gruhn.

Flankiert wird dies von einer wachsenden Dynamik in der Entwicklung. Geschäftsprozesse müssen kurzfristig neue Trends berücksichtigen, neue Produkte werden mit kurzen Vorlaufzeiten auf den Markt gebracht. “Demgegenüber erscheint der Prozess der Softwareentwicklung langsam und innovationshemmend,” beschreibt Gruhn die Situation in vielen IT-Organisationen.

Hier seien neue Ansätze gefordert, etwa agile Entwicklungsmethoden oder die Integration von Softwareentwicklung und -betrieb, wie es im DevOps-Konzept vorgesehen ist. Ein dritter Trend ist das, was Gruhn “Elastizität” nennt: “Die Zeiten lang etablierter, klar abgegrenzter Geschäftsprozesse mit stabilen und wenigen Schnittstellen nach außen sind vorbei.”

Gruhn sieht Nachholbedarf bei Schnittstellen zu externen Prozessen und Partnern umfassen. Die IT können sich nicht mehr auf geschlossene "Datenhaushalte" beschränken, sondern müsse fremde Datenquellen unterschiedlicher Formate, Konsistenz und Glaubwürdigkeit einbeziehen können.

”Langwierige Implementierungsprozesse müssen dabei abgebaut werden”, erläutert Gruhn die Aufgaben moderner IT-Organisationen. “Technische Konzepte wie Cloud Computing und Virtualisierung, Big Data und NoSQL unterstützen die IT dabei und ermöglichen eine bisher nicht realisierbare Elastizität. Mit unserer New School of IT haben wir ein Konzept entwickelt, das die Vielzahl der Strömungen, Trends und Themen in ein Gesamtbild fasst.”

Gruhn möchte verhindern, dass sich Unternehmen in isolierten Fragestellungen verlieren und die Wechselwirkungen der einzelnen Phänomene nicht berücksichtigen. Aus seiner Sicht ist das Konzept eine Anwendung des Vernetzten Denkens, die eine Beschleunigung und höhere Produktivität der IT ermöglicht.

Bildquelle: Carl Silver / sxc.hu

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