Trotz großer Distanz zusammenarbeiten

Moderne Kommunikation und Arbeitsmodelle

Interview mit Klaus Stöckert, Geschäftsführer bei Unify, über Veränderungen in der Arbeitswelt und wie moderne Kommunikationstechnologien diese vorantreiben

Klaus Stöckert, Unify

Klaus Stöckert, ­General ­Manager Central Europe und Geschäftsführer bei Unify

IT-DIRECTOR: Herr Stöckert, welche Veränderungen beeinflussen die Arbeitswelt zur Zeit besonders?
K. Stöckert:
Klassische Arbeitsmodelle haben ihren Monopolstatus eingebüßt. Es sind etliche alternative Ansätze entstanden – wir sprechen bei Unify vom „New Way to Work“. Teams und ganze Abteilungen können heutzutage über mehrere Kontinente verteilt sein und dank moderner Kommunikationstechnologie effizient zusammenarbeiten. Viele Beschäftigte sind mobil und arbeiten von unterwegs, oder sie haben das Büro nach Hause verlegt. Diese Optionen werden nicht nur geschätzt, sondern auch von Mitarbeitern eingefordert. Für Unternehmen bedeuten diese Prozesse auch einen kulturellen Wandel, der wirtschaftliches Potential birgt.

IT-DIRECTOR: Wie wirken sich diese Veränderungen auf die IT-Infrastruktur aus?
K. Stöckert:
Für die IT-Infrastruktur bedeutet das zunächst den Wegfall der Unternehmensgrenzen. Im klassischen Arbeitsmodell ist das Firmengelände der Ort, an dem Kommunikation stattfindet und der größte Teil der Daten verbleibt. Das höchste der Gefühle an Mobilität war lange Zeit ein Laptop, der per WLAN ans Firmennetzwerk angebunden war. Der „New Way to Work“ bringt diese Grenzen zu Fall. Eine unflexible Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäß. Das zeigt auch der Siegeszug von Cloud-Services. 

IT-DIRECTOR: Wie können Kommunikationslösungen diesen Wandel unterstützen?
K. Stöckert:
Moderne UCC-Lösungen sind die Grundlage dafür, dass Teams über Distanzen zusammenarbeiten können. Sitzt ein Kollege in den USA, dann kann ich nicht einfach über den Tisch hinweg sehen, dass er gerade telefoniert oder in ein spontanes Meeting geht. Präsenzfunktionen sorgen hier für Sichtbarkeit. Auch Videokonferenzen helfen bei verteilten Teams, vor allem wenn sie einfach und schnell aufgesetzt werden können. Idealerweise fasst eine Kommunikationslösung alle Funktionen auf einer übersichtlichen, intuitiv bedienbaren Oberfläche zusammen. Diese sollte möglichst unabhängig von der Hardware auf allen Geräten einheitlich aussehen. Wenn die Lösung dann noch cloud-basiert ist, hilft sie Unternehmen einen großen Schritt weiter hin zum „New Way to Work“.

IT-DIRECTOR: Unify setzt bei der Kommunikationsplattform Circuit auf WebRTC. Warum?
K. Stöckert:
WebRTC ermöglicht es, Kommunikation über verschiedene Plattformen und Endgeräte hinweg zu vereinheitlichen und so die Zusammenarbeit zu erleichtern. Im Gegensatz zu SIP (Session Initiation Protocol) ist bei WebRTC kein Client notwendig, der eine Installation erfordert. Ein einfaches Javascript, das von einem Web-Server geladen wird, reicht aus.

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