Compliance immer im Blick

Nachhaltiges Software Asset Management

Software Asset Management (SAM) trifft den Nerv der Zeit. Silvio Lauenburger, Professional Services Sales SAM & ITSM bei Comparex, erläutert, was es mit dem Hype um SAM auf sich hat, und warum gerade Managed-Services stark nachgefragt sind.

Silvio Lauenburger, Professional Services Sales SAM & ITSM bei Comparex

IT-DIRECTOR: Herr Lauenburger, in den letzten Jahren ist das Interesse von Unternehmen an Software Asset Management enorm gestiegen. Woher kommt dieser Bedarf?
S. Lauenburger:
Ganz einfach – SAM unterstützt Unternehmen, die Nutzung ihrer Software transparent und effizient zu organisieren und so den Softwarebestand über den gesamten Lebenszyklus zu kontrollieren. Dieses Wissen hilft dabei, Einkaufskonditionen durch Vertrags- und Beschaffungsoptimierungen zu verbessern. Auch eine punktgenaue Aufteilung zwischen Lizenz- und Wartungskosten ist möglich. Ein positiver Nebeneffekt besteht in der Einhaltung der Regelungen zur Software-Compliance.

All das führt dazu, dass immer mehr Unternehmen SAM als ein wertvolles Steuerungsinstrument zum Erreichen echter Einsparungen im Software-Umfeld erkennen. SAM bildet sozusagen die Grundlage für nachhaltige kaufmännische Optimierungen.

IT-DIRECTOR: Ist der Hype um das Thema SAM nicht eher Panikmache vor der gestiegenen Zahl an Lizenzüberprüfungen durch Software-Hersteller?
S. Lauenburger:
Nicht unbedingt. Wir erleben gerade ein deutliches Wachstum an aktiven Kundenanfragen ohne direkten Plausibilisierungs- oder Audit-Hintergrund. SAM ist nicht mehr der wenig gemochte Verwandte, den man zwingenderweise zur Familienfeier einlädt. Das Gegenteil ist der Fall: Er hat sich zum gern gesehenen Gast entwickelt, der jedes Treffen bereichert. Die Vorteile durch SAM liegen einfach deutlich auf der Hand.

IT-DIRECTOR: SAM kann man doch eigentlich auch selbst machen. Worin liegt der Nutzen einer Managed-Service-Lösung?
S. Lauenburger:
Die Zeiten, in denen Unternehmen quasi wahllos einen Angestellten mit dem Thema Lizenzverwaltung betrauen, sind in der Regel vorbei. Dafür sind die Programme der Software-Hersteller heute viel zu komplex. Viele Unternehmen haben mittlerweile eingesehen, dass dieses Thema nicht vollwertig und rechtssicher nebenbei erledigt werden kann. Zudem geht es in der Regel nicht nur um ein bis zwei Hersteller oder einfache Umgebungen. Hybrid-Umgebungen sind zum Beispiel technisch interessant, bieten aber eine Vielzahl von Fallstricken.

Ein nachhaltiges SAM sollte schrittweise alle implementierten Produkte diverser Hersteller aufnehmen können. So sind in vereinbarten Intervallen der aktuelle Compliance-Status und die damit verbundenen finanziellen Risiken einzusehen. Gleichzeitig sollen beständig kaufmännische und technische Informationen in den Service einfließen und kundenseitig transparent sein. Sprich, der Kunde will sich nicht mehr mit Datenpflege und Aufbereitung beschäftigen. Ziel ist es, anhand gewonnener Erkenntnisse strategische Entscheidungen treffen zu können. Und im Bedarfsfall soll ein erfahrener Berater zur Seite stehen. Dieser unterstützt bei der Interpretation der Ergebnisse und daraus entstehenden Optimierungen.

Zusammengefasst: Der Markt interessiert sich für einen Managed Service für SAM, weil die Komplexität der verschiedenen Lizenzbestimmungen mit internen Ressourcen nur schwer abzubilden ist. 

IT-DIRECTOR: Was ist der Vorteil einer Managed-Service-Lösung gegenüber gehosteten SAM-Tools oder dem Eigenbetrieb eines Tools?
S. Lauenburger:
Unternehmen wollen auf Knopfdruck wissen, ob sie die Compliance wahren. Statt Momentaufnahmen wie bei herkömmlichen SAM-Projekten bietet eine Managed-Service-Lösung wie SAM2GO ständig verfügbare und verbindliche Informationen zum Compliance-Status – ganzheitlich und nachhaltig. Das heißt, der Kunden erhält eine regelmäßige Serviceleistung. Diese beinhaltet darüber hinaus Informationen über Softwarekosten und Risikopotential sowie fachkundige Beratung. Der Kunde erhält damit faktisch das gebündelte Know-how aus zahlreichen SAM-Projekten in einer transparenten Kostenstruktur, die pro Unit oder Monat berechnet wird.

Oder wie es ein Lizenzmanager vor kurzem formuliert hat: „Ein Managed Service bietet mir einen Wagen mit Chauffeur und unterstützt mich bei der Planung der sinnvollsten Route. Dies alles erfolgt bei Abrechnung je Fahrt, mit integrierter Insassenschutzversicherung ohne weitere Zusatzkosten. Ein Tool hingegen wäre ein Wagen, der mir verkauft wird. Für das Erkennen von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Routenplanung und auch die Reparaturen, Tanken, Wartung wäre ich allein verantwortlich – mit dem gesamten Risiko.“

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