Energieeffiziente Output-Geräte

Nachhaltigkeit im Output-Management

Interview mit Andreas Duthel, Director Lexmark Global Services DACH, über Nachhaltigkeit im Output-Management und die Bedeutung bekannter Umweltzeichen wie der "Blaue Engel"

Andreas Duthel, Lexmark

Andreas Duthel, Director Lexmark Global Services DACH

IT-DIRECTOR: Herr Duthel, wie wichtig sind den IT-Verantwortlichen im Rahmen von Output-Projekten verschiedene Umweltaspekte, z.B. die Energieeffizienz oder Toner-Emissionen der Geräte?
A. Duthel:
Dieses Thema ist den IT-Verantwortlichen zunehmend wichtig. Die Unternehmen, mit denen wir sprechen, sind sichtbar bestrebt, ihren individuellen Carbon Footprint zu senken und legen auch im Bereich des Output-Managements verstärkt Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte. Schon vermeintlich kleinere Veränderungen wie etwa die Verringerung des Papierverbrauchs oder die Senkung des Energieverbrauchs der Output-Geräte summieren sich im Unternehmensalltag schnell zu messbaren Beiträgen hoch.

IT-DIRECTOR: Auf welche Zertifizierungen oder Gütesiegel sollte man in diesem Umfeld besonders achten?
A. Duthel:
Empfehlenswert sind Produkte und Geräte, die mit dem hierzulande recht bekannten Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert sind, dem europäischen Gütesiegel „CE“ bzw. dem Sicherheitssiegel „GS“ entsprechen. Darüber hinaus lohnt sich auch ein genauerer Blick, wenn das US-Nachhaltigkeitssiegel Energy Star vorliegt. Die eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen lassen sich übrigens auch durch die gezielte Zusammenarbeit mit Zulieferern verstärkten, die sich ebenfalls für den Umweltschutz engagieren. Einen guten Aufschluss im Hinblick auf die ökologische Compliance des Zulieferers kann der jeweilige Nachhaltigkeitsbericht liefern.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig ist die Reduzierung von CO2-Emissionen für Sie als Hersteller? Welche Wege haben Sie hier eingeschlagen?
A. Duthel:
Wir sind uns unserer Verantwortung als führender Anbieter im Marktumfeld des Output-Managements seit Jahren bewusst. Vor diesem Hintergrund haben wir uns hohe Ziele gesetzt, die man in unserem Nachhaltigkeitsbericht nachlesen kann. Zielmarke ist das Jahr 2020, wobei wir mit der Umsetzung bereits heute in vielen Bereichen recht weit sind. So haben wir beispielsweise alle Zulieferer neuer und relevanter Geräteteile umfassend hinsichtlich ihrer ökologischen Verträglichkeit, ihres Materialmanagements und ihrer sozialen Verantwortung überprüft, um unsere Supply Chain „grün“ zu machen. Bei der Entwicklung neuerer Modelle verfolgen wir eine dezidierte „Öko-Design-Strategie“.

IT-DIRECTOR: Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte wird das Drucken von unterwegs für die Nutzer immer wichtiger. Welche praktikablen Methoden und Technologien existieren hierfür im Moment?
A. Duthel:
Es gibt zwei Wege, um vom Mobilgerät drucken zu können: Entweder über Lösungen wie Apple Airprint bzw. Google Cloud Print oder über eine spezielle App. Für den Einsatz von Google Cloud Print sind cloud-fähige Drucker die unerlässliche Basis und Airprint kann nur mit ausgewählten Betriebssystemen verwendet werden. Dank speziell entwickelter Apps für das mobile Drucken kann der Auftrag ganz bequem  direkt vom Handy aus über eine Cloud wie etwa Dropbox an den Drucker geschickt werden. Einzige Voraussetzung: Drucker und Smartphone sollten sich im gleichen WLAN befinden.

IT-DIRECTOR: Wie haben Sie als Hersteller die mobile Thematik gelöst – welche Lösungen bieten Sie speziell hierfür an?
A. Duthel:
Mit unseren maßgeschneiderten Lösungen unterstützen wir unsere Kunden in zweifacher Hinsicht: Die Lösungen sind flexibel, was dem Anforderungsprofil mobil tätiger Mitarbeiter ja ganz besonders entspricht – und gleichzeitig legen wir viel Wert auf den Aspekt der Sicherheit. Zu unserem Portfolio zählen im Einzelnen kostenlose Apps für die unterschiedlichen Betriebssysteme sowie die Lexmark-Druckfreigabe, eine Pull-Printing-Lösung für den flexiblen Druck.

IT-DIRECTOR: „Managed Print Services (MPS)“ werden bereits seit längerem angeboten. Wie schätzen Sie aktuell deren Verbreitung bei Großkunden bzw. in mittelständischen Unternehmen ein?
A. Duthel:
Grundsätzlich decken sich die Rückmeldungen, die wir aus dem Markt erhalten, mit den Erhebungen des Analystenhauses IDC: Bislang sind es eher die Großunternehmen, die MPS einsetzen, doch das grundlegende Interesse an diesem Thema zieht sich durch die Unternehmen aller Größen. In der Studie „Print und Document Management in Deutschland 2014“ gibt IDC an, dass bereits 37 Prozent aller deutschen Unternehmen entsprechende Konzepte umsetzen. Mittelständische und kleine Unternehmen realisieren in der Regel sogenannte Basic-Print-Services-Projekte (BPS). Dabei werden die Themen Beschaffung, Wartung und seitenbasierende Abrechnung miteinander kombiniert. Im Unterschied zu echten MPS-Konzepten, im Rahmen derer die fortlaufende Optimierung der Kosten, eine unternehmensweite Governance und die Reduktion papierintensiver Prozesse im Vordergrund stehen.

IT-DIRECTOR: Was veranlasst die Verantwortlichen heutzutage konkret dazu, auf Managed Print Services (MPS) zu setzen?
A. Duthel:
IT-Abteilungen stehen in der Regel unter erheblichem Kostendruck. Durch ein Outtasking aller output-relevanten Prozesse von der Konsolidierung und Standardisierung über den Betrieb bis hin zur Optimierung und zur Digitalisierung papierintensiver Prozesse lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen. Gleichzeitig werden die knappen Ressourcen entlastet und können sich anderen strategischen Themenfeldern zuwenden. Unternehmen wünschen sich heute umfassende Lösungen und Strategien, die weit über das reine Drucken, Kopieren, Faxen oder Scannen hinausgehen. Sie erwarten leistungsstarke Geräte sowie Lösungen, die sich gezielt den Herausforderungen der eigenen Branche annehmen und fordern Software und Services vom Spezialisten, am besten aus einer Hand. Vor diesem Hintergrund kann nahezu jedes Unternehmen von den Vorteilen, die MPS bietet, profitieren.

IT-DIRECTOR: Welche wirtschaftlichen und technologischen Gründe sprechen vor allem für die Nutzung von Managed Print Services?
A. Duthel:
Managed Print Services sorgen für Transparenz und Kontrolle über die Output-Ausgaben. Unsere Kunden kennen ihre Druckvolumina exakt, wissen in welchen Bereichen des Unternehmens sehr viel oder eher wenig gedruckt wird. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Flotte fortlaufend optimieren. Prozesse können gestrafft und beschleunigt werden. Und das in zunehmendem Maße im Rahmen multinationaler Projekte. Die eigenen Mitarbeiter werden von administrativen Aufgaben entlastet und haben mehr Zeit, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Durch die verstärkte Automatisierung von Prozessen sinken die Fehlerquote und damit letztlich auch die Kosten im Bereich Output-Management.

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