Verwaltungsmodernisierung

Nationales E-Government Kompetenzzentrum gegründet

Das interdisziplinäres Kompetenzzentrum will deutschlandweites und verwaltungsebenenübergreifendes E-Government stärken.

Nationales E-Government Kompetenzzentrum

Von links nach rechts: Andreas Statzkowski (Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport), Claudius Seidel (Research Associate, Hertie School of Governance, Lehrstuhl für E-Governance & Innovation), Prof. Dr. Tino Schuppan (Wissenschaftlicher Direktor des Institute for eGovernment, Potsdam), Prof. Dr. Detlef Rätz (Leiter des Zentrums für Informationstechnologie der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen), Prof. Dr. Andreas Engel (Leitender Stadtverwaltungsdirektor (CIO) der Stadt Köln), Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Budäus (Emeritus der Universität Hamburg, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Verwaltungsinformatik), Volker Halsch (Head of Public Sector bei der arvato AG), Dr. August Ortmeyer (Deutscher Industrie und Handelskammertag, Bereichsleiter Dienstleistungen, Infrastruktur, Regionalpolitik), Dirk Stocksmeier (Gründer und Vorstandsvorsitzender der ]init[ AG für digitale Kommunikation), Marco Brunzel (Senior Consultant und Segment Manager der ]init[ AG für digitale Kommunikation), Tim Austermann (BTC Business Technology Consulting AG), Prof. Dr. Helmut Krcmar (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München), Prof. Dr. Jörg Becker (Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement), Dr. Wilfried Bernhardt (CIO und Staatssekretär der Justiz und für Europa in Sachsen), Thomas Jeswein (Geschäftsfeldmanager beim Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE), Prof. Dr. Maria A. Wimmer (Universität Koblenz-Landau, Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik), Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Hertie School of Governance, Lehrstuhl für E-Governance & Innovation), Matthias Kammer (Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet), Guido Kahlen (Stadtdirektor im Dezernat I der Stadt Köln), Eberhard Wurster (Leitender Ministerialdirigent für IT, E-Government, Verwaltungsmodernisierung im Innenministerium Baden-Württemberg), Dr. Hanno Thewes (Leiter der Stabsstelle Zentrales IT-Management (CIO) beim Ministerium für Finanzen und Europa des Saarlandes), Liliane Ludin (Innovationsassistentin der ]init[ AG für digitale Kommunikation), Dr. Sebastian Martin (Hessische Zentrale für Datenverarbeitung), Andreas Steffen (Innovationsmanager der ]init[ AG für digitale Kommunikation)

Am 24. Juni wurde in der Bundeshauptstadt Berlin das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) gegründet. Das aus dem Nationalen IT-Gipfel heraus initiierte neue Kompetenzzentrum sieht sich als Treiber, Koordinator und Innovator der Verwaltungsmodernisierung und Transformation. Hierzu soll die Zusammenarbeit von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland in neuer Form umgesetzt werden. Getragen wird das Nationale E-Government Kompetenzzentrum von Experten aus diesen drei Akteursgruppen.

Zum ersten Vorsitzenden des NEGZ-Vorstands wurde Prof. Dr. Helmut Krcmar, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München, gewählt. Anlässlich der Gründungsveranstaltung betont er: „Es ist höchste Zeit, dass sich alle Akteure, die für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung in Deutschland einstehen, stärker vernetzen und enger zusammenarbeiten. Das NEGZ schafft dafür wichtige Voraussetzungen – auf nationaler und internationaler Ebene.“

NEGZ-Gründungsmitglied Franz-Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung sowie Vorsitzender des IT-Planungsrates: „Die Umsetzung der Nationalen E-Government-Strategie ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die eine enge Kooperation aller Beteiligten sowie eine optimale Nutzung aller verfügbaren Ressourcen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erfordert. Die effizientere Organisation von interdisziplinärer Forschung und Lehre im Bereich des E-Governments, die das Nationale E-Government Kompetenzzentrum anstrebt, ist ein absolut erforderlicher Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis.“

Der digitale Fortschritts für das Gemeinwesen

Der zum Stellvertretenden Vorsitzenden des NEGZ gewählte Dr. Wilfried Bernhardt, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Europa sowie Beauftragter für Informationstechnologie (CIO) des Freistaates Sachsen, legt Wert darauf, dass Aspekte der Verwaltung in die Arbeit des NEGZ einfließen: „Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum wird auch die Aus- und Fortbildung im Bereich der IT und des E-Governments stärken. Ich begrüße diese Aktivitäten sehr. Wir können die Herausforderungen des digitalen Fortschritts für unser Gemeinwesen nur bewältigen, wenn der Staat über Personal verfügt, das neben den klassischen Verwaltungskenntnissen auch IT-Qualifikationen sowie Know-how z. B. im Bereich des Prozessmanagements einbringt. Jeder Beschäftigte muss eine Grundsensibilität für Bedingungen und Potentiale des Einsatzes der IT entwickeln.“

Die Sicht der Wirtschaft im NEGZ vertritt unter anderem Dirk Stocksmeier, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Init AG sowie ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des NEGZ: „Es ist sehr erfreulich, dass sich ausgehend von einer Initiative der Arbeitsgruppe 3 des Nationalen IT-Gipfels viele namhafte Wissenschaftler für den Aufbau des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums engagieren. Die Zeit ist reif für eine solche inter- und transdisziplinäre Institution, die das Ziel verfolgt, fundamentale gesellschaftliche Veränderungsprozesse wissenschaftlich zu begleiten und notwendige Innovationen zu fördern.“

Über das Nationale E-Government Kompetenzzentrum

Die Arbeitsgruppe 3 des Nationalen IT-Gipfels hat im Jahr 2010 das Ziel formuliert, ein Nationales E-Government Kompetenzzentrum für eine effektive und effiziente Modernisierung von Staat und Verwaltung zu gründen. Die staatliche Modernisierung durch IKT zur Sicherung der eigenen Zukunftsfähigkeit stellt eine Herausforderung dar, die eine enge Kooperation aller Beteiligten sowie eine optimale Nutzung aller verfügbaren Ressourcen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erfordert.

Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) soll die erforderlichen Modernisierungsveränderungen in Staat und Verwaltung unterstützen, um die Potenziale der Informationstechnologie für unsere Gesellschaft im Sinne des E-Governments stärker als bisher zu erschließen und zu nutzen. Hierfür sind vergleichbare Transformationsprozesse in der Verwaltung erforderlich, wie sie in anderen Ländern und in Deutschland in vielen Bereichen der Wirtschaft bereits stattgefunden haben.

Das NEGZ will diese Maßnahmen deutschlandweit, sektor- und verwaltungsebenenübergreifend und interdisziplinär unterstützen. Neben rein verwaltungsinternen Veränderungen geht es maßgeblich auch darum, die richtigen Infrastrukturen zu schaffen, um spürbaren Nutzen für Gesellschaft und auch Wirtschaft zu erzielen.

Dazu hatte sich im Oktober 2012 eine Gründungskommission aus den zuständigen Staatssekretären mehrerer Bundesländer, Vertretern der kommunalen Ebene sowie hochrangigen Wissenschaftlern und Vertretern der Wirtschaft konstituiert.

www.negz.org

Bildquelle: NEGZ

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