Häfele setzt IBM-Anwendung Axio ein

Neue Lösung für Lagerbestand und Überseetransport

Die Häfele-Gruppe mit Hauptsitz in Nagold setzt bei ihrer Lagerbestandsplanung auf die Commerce-Anwendung Advanced Cross Inventory Optimizer (Axio) von IBM. Zur Implementierung gehört auch eine kundenindividuelle Anwendung für die Überseecontainer-Disposition.

Containerschiff im Hamburger Hafen - © Waltraud Strobel - pixelio.de

Die schwäbische Häfele GmbH & Co KG plant und managt ihre Lagerbestände für ihre knapp 40.000 Möbelbeschläge - und Baubeschläge mit der IBM Lösung Axio. Weniger Lagerhaltung, schnellere Lieferzeiten und eine gut geplante Auslastung in der Container-Schifffracht sollen nicht nur die Kosten bei dem Unternehmen senken, sondern auch die Qualität innerhalb der gesamten Lagerlogistik erhöhen.

„Unser vorrangiges Ziel im Materialmanagement ist es, einerseits unseren Kunden eine exzellente Versorgung zu bieten und andererseits die möglichst niedrig zu halten“, sagt Wolfgang Katz, Leiter Einkauf bei Häfele. „Aus diesem Grund haben wir uns innerhalb der Lagerbestandsplanung für eine Lösung entschieden, mit der sich nicht nur Kosten senken lassen, sondern mit der wir auch intelligent in die Zukunft planen können.“

Entschieden hat sich die Häfele-Gruppe für die Lösung Axio. Damit soll der Anwender seine Lagerbestände weltweit kontrollieren, verwalten und planen können. Um sämtliche Informationen aus dem Einkauf und Vertrieb in die Planungsalgorithmen von AXIO einfließen zu lassen, ist die Anwendung mit dem ERP-System von Häfele gekoppelt. So lassen sich komplexe Vertriebsmuster auswerten und eventuelle Abweichungen und Unregelmäßigkeiten in der Lagerhaltung erkennen, heißt es. Automatisch können Einkäufer von Häfele Bestellparameter anpassen, um zu geringen Kosten Produktverfügbarkeiten zu erzielen.

In der Vergangenheit hatte Häfele für die Lagerbestandsplanung einen einzigen Algorithmus für die Prognose verwendet. Laut Anbieter wählt die neue Lösung basierend auf einer Reihe von Parametern automatisch für die Abverkaufsstruktur wichtigsten Prognose-Algorithmus aus. Wurden bisher nur alle drei Monate ABC-Kategorisierungen für die zu bestellenden Produkte durchgeführt, so findet jetzt jede Woche ein Datenabgleich zwischen ERP-System und Axio für die Bestellungen statt. Daten und Informationen zu saisonalen Schwankungen, historische Abverkäufe und Einkäufe sowie Lagerbestandsdaten, Preisdaten, Lieferanteninformationen oder auch Vorlaufzeiten fließen in die Analyse ein, heißt es. So prognostiziert das Lagerbestandsmanagement die aktuelle und zukünftige Nachfrage von Produkten und berechnet die optimalen Sicherheitsbestände sowie Bestellpunkte und Losgrößen.

„Heute erreichen wir, dass fast alle der durchschnittlich 4.500 täglich verarbeiteten Kundenaufträge, die bis 16 Uhr bei uns eintreffen, das Lager noch am gleichen Tag verlassen“, sagt Wolfgang Katz. „Zudem konnten wir den Lagerbestand bei unseren Kernprodukten um fast zehn Prozent senken, was bei uns sowohl die Kosten als auch den Ressourceneinsatz reduziert.“

Zur Implementierung bei Häfele gehört auch eine kundenindividuelle Anwendung für die Überseecontainer-Disposition. Diese Integration soll den Einkäufern bei Überseecontainern aus Asien helfen, die Beladung intelligent zu planen und so eine optimale Auslastung des Containers zu erzielen. Zuvor mussten Mitarbeiter in der Beschaffung die Bestellmengen manuell planen und berechnen. Das Container-Dispo-System mit der neuen Lösung berücksichtigt Lieferzeiten und Lagerkosten und wählt soweit möglich Artikel aus, die weniger Kapital im Lager binden.

www.haefele.de
www.ibm.com

Bildquelle:  ©Waltraud Strobel/pixelio.de

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