Blackberry erweitert Kryptographie-Portfolio

Neue Lösung schützt vor Angriffen mit Quantencomputern

Blackberry Limited hat kürzlich bekanntgegeben, dass die Reihe der Kryptographie-Tools nun um den Quantum Resistant Code Signing Server erweitert wird. Die neue Lösung ermögliche es, Software digital zu signieren – mit einem Schema, das selbst mit einem Quantencomputer nur schwer zu knacken sei.

Neue Lösung schützt vor Angriffen mit Quantencomputern

Der neue Quantum Resistant Code Signing Server ermöglicht es, Software digital zu signieren, so dass sie auch für Quantencomputer kaum zu knacken ist.

„Quantencomputer sind eine bahnbrechende und zukunftsweisende Technologie, deren Leistung Berechnungen ermöglicht, die bisher nicht denkbar waren. Profitieren werden u.a. Bereiche wie das Gesundheitswesen, das Transportwesen, die Astrophysik und der öffentliche Sektor. Auf der anderen Seite werden auch Hacker diese Technologie nutzen, um traditionelle asymetrische Kryptosysteme anzugreifen und an die gespeicherten Daten zu gelangen”, sagt Charles Eagan, Chief Technology Officer von Blackberry. „Mit dem Quantum Resistant Code Signing Server können wir auch Branchen schützen, die Produkte langfristig nutzen und einsetzen. Wenn Produkte wie Fahrzeuge oder kritische Infrastrukturen auch in zehn bis 15 Jahren noch funktionieren sollen, müssen sich Unternehmen mit der Gefahr durch Quantencomputer-Angriffe auseinandersetzen.”

Der Server soll im November 2018 verfügbar sein. Er nutze Kryptobibliotheken von Isara, einem Anbieter von Kryptographie-Lösungen, die gegen Angriffe von Quantencomputern abgesichert seien. Mit der Kombination der beiden Technologien könnten langlebige Wirtschaftsgüter vor zukünftigen Bedrohungen, in der Quantencomputer traditionelle Code-Signing-Schemata knacken können, geschützt werden. Das betreffe insbesondere Geräte in der kritischen Infrastruktur, industrielle Steuerungssysteme, Luft- und Raumfahrt- und Militärelektronik, Telekommunikation, Verkehrsinfrastruktur und vernetzte Autos.

Quantencomputer verarbeiten Informationen in Sequenzen mit Qubits, die auch als Quantenbits bezeichnet werden und besondere Eigenschaften mit sich bringen. Während ein klassisches Bit die Zustände „1“ oder „0“ haben kann, kann ein Qubit gleichzeitig in einer Überlagerung von „1“ und „0“ existieren, was es ihm ermöglicht, eine große Menge an Informationen zu speichern und zu verarbeiten. Dieser Effekt ist exponentiell für jedes zusätzliche Bit: Während ein 32-Bit-Computer einen von 232 möglichen Zuständen zu einem bestimmten Zeitpunkt abbilden kann, kann ein 32-Bit-Quantencomputer alle 232 Zustände auf einmal abbilden, was ihn über vier Milliarden Mal leistungsfähiger macht.

Als  Anbieter im Bereich der angewandten Kryptographie biete Blackberry Certicom Public-Key-Infrastruktur-, Schlüssel-Management- und Provisionierungstechnologie, mit der Kunden ihre Siliziumchips und -geräte von der Herstellung an über den gesamten Gerätelebenszyklus hinweg schützen könnten. Die sicheren Schlüsselbereitstellungs- und Identitäts-Mmanagement-Llösungen würden eingesetzt, um Produktfälschungen, Wiederherstellungen und den Zugriff auf Rogue-Netzwerke zu verhindern. Die Lösungen böten einen sicheren Schutz für vernetzte Autos der nächsten Generation, kritische Infrastrukturen und IoT-Geräte.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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