Hybrid- und Multi-Cloud-Management

Neue Verbindungen schaffen

Mit dem Wechsel von einem rein ressourcenzentrierten Monitoring hin zu einer anwendungsorientierten Überwachung der Performance können Herausforderungen beim Hybrid- und Multi-Cloud-Management überwunden werden.

Zwei Puzzleteile werden zusammengesteckt

Mithilfe von Anwendungsleistungsüberwachung (APM) können zuvor isolierte Bereiche verknüpft werden.

Wenn Unternehmen den Weg in Richtung Hybrid- und Multi-Cloud einschlagen, ist es für die Führungsetage und die IT-Abteilung anfangs oft nicht leicht, ihre Organisationsstrukturen und Prozesse an die neuen, komplexeren Methoden anzupassen. Beim klassischen DevOps etwa werden Anwendungen in der Produktion kontinuierlich geändert, getestet und bereitgestellt. Dieser Prozess bietet eine maximale Marktflexibilität, fördert die technologische und geschäftliche Weiterentwicklung.

Lange Zeit richteten sich alle Kennzahlen nach den Anwendungen, die entwickelt wurden, nicht nach dem Unternehmen selbst. Besonders auf der Infrastrukturebene wurde die Performance üblicherweise als Kennzahl für die Auslastung technologischer Ressourcen definiert. Mit einem neu gedachten Überwachungskonzept kann das Management heute die benötigten Antworten schnell und fokussiert erhalten und von einem ressourcenzentrierten Monitoring zum anwendungsorientierten Monitoring übergehen.

Die Anwendungsleistungsüberwachung (APM) hat sich dadurch weiterentwickelt, dass der Fokus auf die Anwendungsverfügbarkeit und Performance statt auf die Infrastruktur gelegt wurde. Der Überwachungstechniker muss ausreichend mit der Anwendungsumgebung, der Konfiguration und der betrieblichen Bereitstellung der Anwendung vertraut sein, aber er muss kein Experte für Anwendungscodes sein.

Kennzahlen schaffen, die wirklich wichtig sind

Als ersten Schritt gilt es, die von Technikexperten genutzten Anwendungssprachen zu standardisieren. Die Auswahl von Sprachen sollte immer geschäftlich motiviert sein: Unterschiedliche Sprachen sind für verschiedene Zwecke geeignet, und genau das sollte der entscheidende Faktor sein. Auch die Zahl der Sprachen sollte begrenzt werden, damit eine unkomplizierte Verwaltung möglich ist. Und bei Ansätzen zur automatisierten Bereitstellung und zum dynamischen Konfigurationsmanagement von Anwendungen und Infrastrukturressourcen sollte die Standardisierung selbstverständlich sein. Alles so einfach wie möglich zu halten, heißt jedoch nicht, nichts Neues zu lernen. Das Management sollte eine Kultur der Neugier etablieren. Technikexperten müssen neue Arbeitsweisen lernen, um beim Übergang zu Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen nicht vor Problemen zu stehen.

APM-Lösungen, wie sie etwa Solarwinds anbietet, gewähren Technikexperten Zugang zu einem leistungsstarken Werkzeug, das sie einfach erlernen und mit dem sie Daten und Kennzahlen in der Business-Sprache generieren können. Kennzahlen, die sich auf das Geschäft konzentrieren, sind Kennzahlen, die wichtig sind. Dafür sind vor allem vier zentrale Metriken in zwei Bereichen relevant. Zum einen spielt die Anwendungsperformance eine Rolle: Wie viel geschäftliche Arbeit wird im Laufe der Zeit geleistet und welche Antwortzeiten erleben die Benutzer? Darüber hinaus gilt es das Verfügbarkeitsmanagement zu gewährleisten: Sind alle mit dem Technologie-Stack verknüpften Ressourcen kontinuierlich verfügbar und betriebsbereit, sodass sie die Anwendungen nutzen können? Auch sämtliche damit verbundenen Fehler sind an dieser Stelle wichtig.

Mithilfe dieser Methoden wird dafür gesorgt, dass die geschäftlichen Anforderungen des Unternehmens im Vordergrund stehen, nicht die Belange der IT. Der Ansatz beantwortet die Fragen: Was erleben die Benutzer? Wie sieht die Performance bestimmter Seiten und Transaktionen aus? Außerdem kann APM identifizieren, welche Infrastrukturkomponenten für die Anwendungen erforderlich sind, die einen erfolgreichen Service ermöglichen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Solche Antworten lassen sich weder allein mit der Infrastrukturüberwachung noch mit einer Überwachung der Anwendungsleistung finden und genauso wenig mithilfe des Netzwerk- oder Speicher-Monitorings. APM liefert Antworten, die das Unternehmen braucht, und schafft Verbindungen zwischen zuvor isolierten Bereichen. APM liefert dem Unternehmen fundierte Daten, auch zu den neuen Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen. Dadurch erhalten Management und IT die Chance, neue Brücken zu bauen und erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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