Kubernetes-Plattform

Neue Wege bei der Container-Orchestrierung

Die Continental AG konnte den Zeitaufwand für Migration und Aktualisierungen mit einer neuen Kubernetes-Plattform um 80 Prozent reduzieren.

Die Continental-Hauptverwaltung in Hannover

Die Continental-Hauptverwaltung in Hannover

Mit Lösungen für automatisiertes Fahren, Elektromobilität und viele andere Felder arbeitet die Continental AG konstant an Innovationen. Dafür wird auch eine starke IT-Infrastruktur benötigt, weshalb der Konzern seit dem Frühjahr auf eine Kubernetes-Management-Plattform setzt.

Vorangegangen war die Entscheidung, eine virtualisierte Infrastruktur abzulösen, deren Wartung sich als äußerst aufwendig herausgestellt hatte. Nachdem das Unternehmen eine Container-Strategie basierend auf Kubernetes entwickelt hatte, zeigten erste Gehversuche in diversen Clouds, dass es kein Problem war, Cluster auf den einzelnen Plattformen bei Bedarf zu aktivieren und deaktivieren. Allerdings dauerte der Vorgang mitunter zu lange – Fabrikmaschinen wie die eines Reifenherstellers erfordern Antwortzeiten im Bereich von Millisekunden.

Ein hybrides Setup mit Containern im eigenen Rechenzentrum und in der Cloud schien die beste Lösung zu sein, und so machten sich die Verantwortlichen auf die Suche nach einer Möglichkeit, mehrere Cloud-Dienste mit On-Premises-Deployments zu verknüpfen. Der Konzern entschied sich im März 2020 für Rancher, eine skalierbare Software, die On-Prem- und Cloud-Umgebungen verschiedener Anbieter über eine zentrale Benutzeroberfläche verwalten kann.

Innerhalb eines halben Jahres erfolgte die Umstellung an insgesamt neun Produktionsstandorten in Europa und Asien, bis Ende 2020 sollen weitere 45 Standorte mit Hunderten von Entwicklerteams angeschlossen werden. Ein global agierendes Unternehmen wie Continental profitiert besonders von diesem einheitlichen Ansatz: Geografisch oder nach Geschäftsbereichen getrennte Teams können besser zusammenarbeiten, denn das neue Infrastruktur-Management bietet auch einen geschützten, skalierbaren Rahmen für Kollabora­tion und Kooperation.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der Reifenhersteller und seine Entwickler sind zufrieden. Die Administration der Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen läuft schneller, der Zeitaufwand für Migration und Aktualisierungen konnte deutlich reduziert werden (um jeweils 80 Prozent). Neue Applikationen und Funktionen sind schnell verfügbar, ohne dass der Betrieb oder wichtige Dienste pausieren müssen. Wird ein weiterer Container zum Testen neuer Ideen benötigt, dann ist dieser in wenigen Minuten erstellt und verfügbar. Continental schätzt, dass sich der Verwaltungsaufwand um 75 Prozent reduziert hat.

Die Continental AG …

… wurde im Jahr 1871 in Hannover gegründet, wo auch bis heute die Konzernzentrale zu finden ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 241.000 Mitarbeiter an 595 Standorten auf der ganzen Welt. Continental gehört nicht nur zu den größten Reifenherstellern der Welt, sondern ist auch ein wichtiger Zulieferer für Fahrzeugsysteme.


Bildquelle: Continental

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