T-Systems und das Internet of Things

Neuer Qualitätsstandard für die Industrie

Maschinen, die mit Maschinen kommunizieren. Fabrikroboter, die ihr Werkzeug selbsttätig wechseln. Vor dem Hintergrund der Verbreitung des Internet of Things (IoT) will T-Systems gemeinsam mit Partnern einen neuen Industriestandard für Qualität ins Leben rufen.

  • Internet of Things (IoT)

    Sichere Standards können die Verbreitung des Internet of Things (IoT) in der Industrie weiter vorantreiben.

  • Ferri Abolhassan, T-Systems

    Ferri Abolhassan ist als Geschäftsführer von T-Systems verantwortlich für die IT Division und Telekom Security. Zudem ist er Initiator des Qualitätsprogramms „Zero Outage“. Jetzt will er das Null-Fehler-Prinzip zum Industriestandard machen.

Seit 2012 ist der Einsatz von IoT-Technologien im industriellen Umfeld laut einer Untersuchung von Forrester Research um 333 Prozent gestiegen. Und nach IDC-Prognose werden 2020 bereits 30 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein. Für T-Systems-Geschäftsführer Ferri Abolhassan sind die Konsequenzen der fortschreitenden Digitalisierung klar: „Die Geschäftsfähigkeit und damit die gesamte Existenz von Unternehmen jedweder Größe hängt heutzutage an einer zuverlässigen Informations- und Kommunikationstechnik. Fallen diese Systeme aus, geht nichts mehr: Produktionsbänder stehen still, Online-Shops sind nicht erreichbar und der Börsenhandel kommt zum Erliegen.“ Wirtschaftliche Einbußen – mitunter in Millionenhöhe – und langfristige Imageschäden können die Folge sein. Schlimmstenfalls ist sogar menschliches Leben bedroht – zum Beispiel, wenn die IT-Systeme an Flughäfen, Bahnhöfen oder in Operationssälen ausfallen.

„Für größtmögliche Ausfallsicherheit in der digitalisierten Welt braucht man ein einheitliches, anbieterübergreifendes Qualitätsverständnis. Dieses ermöglicht auch erst eine erfolgreiche Zusammenarbeit an Innovationen wie medizinischen Eingriffen durch Roboter“, betont Abolhassan. „Bislang jedoch kocht jeder sein eigenes Süppchen.“ Das will der Telekom-Manager nun ändern. Zusammen mit Partnern aus der ITK-Branche möchte man in den kommenden Monaten einen Verein gründen, der einen gemeinsamen Industriestandard für Qualität definiert und überwacht.

Der Hintergrund: Laut Abolhassan setzen sich 98 Prozent einer technischen Infrastruktur aus Komponenten von nur zwei Prozent der Hersteller zusammen: „Wenn die Hand in Hand arbeiten, entsteht ein Verbund für hohe Zuverlässigkeit.“ Die Mitglieder des Vereins sollen sich daher allesamt dem Null-Fehler-Prinzip verpflichten und gemeinsame Regeln für das Qualitätsmanagement definieren: Nach welchen Vorgaben entwickeln wir ausfallsichere Produkte? Wie hoch muss der Reifegrad für neue Komponenten in kritischen Systemen sein? Und auf welche Reaktionszeiten bei Störungen verpflichten wir uns? Rund 20 Mitstreiter aus dem ITK-Sektor – darunter verschiedene Hard- und Software-Hersteller – haben die Bonner bereits gewonnen.

Ausfallsicherheit dank Null-Fehler-Prinzips

Bereits 2011 hatte Abolhassan bei der Geschäftskundesparte der Telekom das Programm "Zero Outage" initiiert. „Wir wollten damit den hohen Qualitätsanspruch absichern, den wir uns im Sinne unserer Kunden verordnet hatten“, erklärt Abolhassan. Mit Standards für Prozesse, technische Plattformen und Personal begrenzt das Programm seither das Ausfallrisiko der Services des Dienstleisters eigenen Angaben zufolge auf ein Minimum. Abolhassan: „Wir erreichen Verfügbarkeiten von bis zu 99,999 Prozent. Und im Falle einer Störung sorgen wir mit speziellen Teams für die Wiederherstellung der Systeme.“

Nun soll Zero Outage als Blaupause für ein unternehmensübergreifendes Null-Fehler-Prinzip dienen und zum Industriestandard gemacht werden. „Eine IT ganz ohne Ausfälle gibt es nicht. Aber unser Qualitätsansatz hat uns u.a. das Gütesiegel des Tüv Rheinland eingebracht“, so Abolhassan. „Wenn wir diesen Ansatz zusammen mit unseren Technikpartnern standardisieren, profitieren künftig Kunden weltweit. Und wir schaffen die Voraussetzung für eine sichere und erfolgreiche Digitalisierung der Industrie.“

Bildquellen: Thinkstock/iStock, T-Systems

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