Veräußerung von Geschäftsbereichen

Neues Modell für Carve Outs im Einsatz

Tata Consultancy Services hat für die Bayer AG ein wiederholbares Modell entwickelt, mit dem die IT-Systeme und Geschäftslösungen für verschiedene Bereiche des Saatgutgeschäfts geschaffen wurden. Dadurch konnte Bayer die Veräußerung bestimmter Bereiche des Crop-Science-Geschäfts kurzfristig realisieren.

Neues Modell für Carve Outs im Einsatz

Mithilfe eines neuen IT-Modells konnte Bayer die Veräußerung verschiedener Bereiche seines Saatgutgeschäfts umsetzen.

Nach der Ankündigung der Monsanto-Übernahme 2016 seien die Veräußerungen notwendig gewesen, um die Zustimmung der Regulierungsbehörden zu erhalten. Gemeinsam mit Tata Consultancy habe der Konzern in 18 Monaten eine Lösung für den sogenannten „Carve Out“ der zu veräußernden Geschäftsbereiche – einschließlich IT-Betrieb, Infrastruktur und operatives Geschäft – entwickelt.

Die bisherigen Anwendungen des Leverkusener Konzerns waren vollständig in die eigenen Unternehmenssysteme integriert. Ein Team aus Mitarbeitern beider Unternehmen entwarf eine neue Lösung, um den Anforderungen der zu veräußernden, kleineren Geschäftsbereiche zu entsprechen. 

Mit einem an den Geschäftsanforderungen ausgerichteten „Cloud-First-Ansatz“ seien dabei durchgängige Prozesse definiert und cloud-basierte Lösungen für einen Großteil der zu veräußernden Geschäftseinheiten entwickelt worden, die an den Käufer übergehen.

Der Anbieter von IT-Services habe dabei auf Vorlagen gesetzt, die die Kerngeschäftsprozesse abdecken und die bestehenden integrierten ERP-Funktionen ersetzen können. Andere Bereiche wie Forschung und Entwicklung sowie Anwendungen für das Kundenbeziehungsmanagement werden in der Public Cloud gehostet. Zudem umfasse die Anwendungslandschaft zwei neue ERP-Systeme, Erweiterungen für ein bestehendes ERP-System und mehr als 400 weitere Anwendungen. Die neuen Prozesse, Systeme und Gesellschaften unterstützen die Geschäftstätigkeit in 25 Ländern. Die Personalverwaltung für mehr als 4.000 Mitarbeiter erfolge durch neue Prozesse und Systeme, einschließlich neuer Prozesse für die Lohnabrechnung in 16 Ländern.

Um den Zieltermin einzuhalten, sei eine Geschäftslösung mit Kernfunktionen für Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf, Lohnabrechnung und Personalwesen geliefert worden. Dafür wurden die Dienstleistungen für Geschäftsprozesse des Global Network Delivery Model und ein Partner-Ökosystem genutzt. Die Datenmigration von Bayer zu den neuen Unternehmen erfolgte automatisiert.

Durch die Abstimmung von Geschäftsprozessen und den benötigten IT-Funktionen sollen die ausgegliederten Geschäftseinheiten mit mehr als 4.300 Mitarbeitern an 140 Standorten in 26 Ländern nach dem Abschluss der Transaktion weitgehend autonom agieren können und seien voll funktionsfähig.

Durch die Veräußerungen kann das Life-Science-Unternehmen dieses Modell nutzen, um mögliche zukünftige Geschäftsveränderungen umzusetzen. Die cloud-basierte Infrastruktur und IT-Plattformen unterstützen Änderungen, die Templates erlauben wiederholbare Transformationen und ein agiles Modell bietet Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität, um neue Anforderungen bei Umfang und Zeitplänen anzupassen.

Bild: Bayer AG

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