Verknüpfung von CMS und Shop-Lösung

Nicht ohne mein integriertes Shop-System

Um einen erfolgreichen Online-Shop zu betreiben, braucht es nicht nur eine performante Shop-Lösung. Ebenso wichtig ist, sie mit relevanten Drittsystemen zu integrieren.

Nicht ohne mein integriertes Shop-System

Je stärker die im Shop präsentierten Inhalte auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, desto besser gestaltet sich die Kundenreise.

Zu relevanten Drittsystemen zählen neben dem Bezahlsystem auch Tools für Lagerverwaltung und Analytics. So schaffen Shop-Betreiber die technologische Grundlage, um ihren Kunden eine herausragende Customer Journey zu bieten und sie langfristig zu binden. Dabei gilt: Je stärker die im Shop präsentierten Inhalte auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, desto besser gestaltet sich die Kundenreise. Vor diesem Hintergrund ist auch ein leistungsfähiges Content Management System (CMS), über das sich Inhalte effektiv und agil steuern lassen, unverzichtbar. Shop-Betreiber maximieren den Nutzen von CMS und Shop-Lösung, wenn beide Applikationen nahtlos integriert sind. Arne Hellmich, Senior Project Manager IT bei Arvato Systems, erläutert, worauf es dabei ankommt.

1. Tipp: Setzen Sie ein Shop-, PIM und Content-Management-System ein.

In vielen Fällen bildet das Shop-System das Rückgrat des Online-Shops. Über ein integriertes Product-Information-Management-System (PIM) managen Sie Produktinformationen sowie administrative Angaben und veröffentlichen Angebote. Doch für eine herausragende Customer Journey benötigen Sie mehr. Damit Ihre Kunden sich angesprochen fühlen, bedarf es einer einfachen, intuitiven Menüführung und einer gleichermaßen attraktiven wie informativen Produktpräsentation. Nutzen Sie dafür möglichst verschiedene Formate – von Texten in der jeweiligen Landessprache über Bilder und Videos bis hin zu Livestreams, Chats und Podcasts. Mit nutzwertigen oder unterhaltsamen, auf die individuellen Belange Ihrer Kunden zugeschnittenen Inhalte gelingt es Ihnen, diese für Ihren Shop und seine Produkte zu begeistern. Um die vielfältigen Inhalte effektiv und agil zu steuern, benötigen Sie technologische Unterstützung – in Form eines CMS. Damit lassen sich beispielsweise Marketinginhalte einfach pflegen, direkt übersetzen und personalisiert ausspielen.

2. Tipp: Verknüpfen Sie CMS und Shop-Lösung

CMS und Shop-Lösung zu integrieren, ist eine technologisch und organisatorisch komplexe Aufgabe. Schließlich müssen Sie die Daten beider Systeme stets aktuell und ausnahmslos konsistent halten. Der damit verbundene Aufwand lohnt sich nicht nur für internationale Konzerne, sondern auch, wenn Sie als kleineres oder mittelständisches Unternehmen Ihre spezialisierten Produkte weltweit und in sehr unterschiedlichen Kundensegmenten vertreiben. Mit einem CMS können Sie verschiedene länderspezifische Website- sowie Shop-Varianten optimal pflegen und sind jederzeit erreichbar.

3. Tipp: Entscheiden Sie sich für den passenden Integrationsansatz

Um CMS und Shop-Lösung zu verknüpfen, gibt es zwei Ansätze: Commerce led und Content led. Commerce led bedeutet, dass das Shop-System im Vordergrund steht: Das Frontend bildet die Struktur und Inhalte aus dem Shop-System wie Siteaufbau, Navigation, Header und Footer ab. Aus dem CMS fließt ergänzender Content ein. Beim Content-led-Ansatz hingegen ist das CMS technisch führend, das Frontend spiegelt also Websiteaufbau, Navigation, Header, Footer etc. des CMS wider. Ergänzende produktrelevante Informationen kommen aus dem Shop-System. Die Commerce-led-Integration ist die aktuell am meisten genutzte Variante. Sie eignet sich besser, wenn Ihr Shop-System per se strukturierte Detail- und Übersichtsseiten bereitstellen soll. Diese benötigen Sie, um Artikel umfassend darzustellen: mit Bildern, Beschreibungen, Preisen, Größen, Konfigurationsmöglichkeiten und dergleichen.

4. Tipp: Setzen Sie auf eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

Wie bei jedem komplexen IT-Projekt sollten Sie auch bei der Integration von Shop-Lösung und CMS die betroffenen Mitarbeiter frühzeitig einbeziehen. Üblicherweise handelt es sich dabei um Kollegen aus den Bereichen Marketing, E-Commerce und Vertrieb. Dem Marketing geht es etwa darum, überzeugende Aussagen zum Kundennutzen, werbewirksame Bilder, erklärende Video-Clips oder Storytelling-Formate einzubinden. Mitarbeiter aus E-Commerce und Vertrieb hingegen denken eher in Produktlisten und Preisen. Beiden ist es wichtig, auf umfangreichen Produktdetailseiten jede Produktspezifikation darzustellen und den direkten Kaufabschluss mit nur wenigen Klicks zu ermöglichen. Nur wenn alle Abteilungen von Beginn an involviert sind und ein gegenseitiges Verständnis entwickeln, ist es möglich, die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche weitestgehend in Übereinstimmung zu bringen.

5. Tipp: Rücken Sie die Customer Experience in den Mittelpunkt

Ein spezialisierter Dienstleister unterstützt Sie dabei, mögliche Systeme hinsichtlich ihrer Eignung zu evaluieren, zu vergleichen und eine Auswahl zu treffen. Daran schließen sich die technische und inhaltliche Konzeption der erforderlichen Komponenten an. Legen Sie dabei großen Wert auf die Customer Experience. Damit sich Ihre Kunden im Shop wohlfühlen und ihn gern besuchen, sind Aspekte wir Nutzerführung, Usability und Barrierefreiheit entscheidend. Dennoch darf die technische Realisierung nicht zu Lasten Ihrer Marke gehen. Das Design unterliegt Ihren CI-Guidelines: Ihre Marke sollte zum Beispiel auch auf Unterseiten wiedererkennbar sein.

Natürlich können Sie Ihren gesamten E-Commerce mit nur einem System betreiben und beispielsweise produktspezifische Inhalte in Ihrem CMS vorhalten oder redaktionellen Content aus Ihrer Shop-Lösung heraus veröffentlichen. Wirklich effizient ist das jedoch in vielen Fällen nicht. Prüfen Sie daher genau, ob Sie nicht mit einer integrierten Lösung die Vorteile beider Tools nutzen, um Ihre Kunden zu binden zu festigen und Ihr Geschäftsergebnis zu verbessern. Ein erfahrener IT-Dienstleister kann Sie dabei unterstützen. Er sollte agile Methoden zur Entwicklung einsetzen und sowohl zu Private- als auch zu Public-Cloud-Lösungen beraten. Ebenso wichtig sind Application Management und ein kundenfreundlicher Support.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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